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Segelfliegen

07.07.2020

SFG-Piloten fliegen von Platz 19 unter die besten Zehn

Auf dem Weg nach Tschechien passierten die Donauwörther Segelflieger unter anderem den Großen Arber im Bayrischen Wald.
Bild: Gregor Mayr

Plus Die Piloten der SFG Donauwörth-Monheim fliegen vom Stillberghof bis nach Prag und zurück. Das beschert ihnen viele Punkte in der Segelflug-Bundesliga.

Mit einem Paukenschlag absolvierte die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim die sechste Bundesliga-Runde: Um elf Plätze schoss der Club in der Tabelle nach oben direkt unter die besten zehn Teams. Für die Piloten vom Stillberghof dürfte allerdings – vielmehr als diese enorme Verbesserung – vor allem das Flugerlebnis selbst das Beeindruckendste gewesen sein, denn das Wetter erlaubte Flüge vom Stillberghof bis nach Tschechien und wieder zurück – ohne Motorkraft.

Michael Gesell und Gregor Mayr fliegen fast bis nach Prag

650 Kilometer lang war der Segelflug von SFG-Vorstand Michael Gesell und seinem Co-Piloten Gregor Mayr. Lang gezogene Aufreihungen von Thermikwolken erlaubten es den beiden Luftsportlern, ihren Segler vom Typ „Arcus“ vom Stillberghof aus mit Rückenwind in Richtung Osten zu steuern. Bis zu 2000 Meter Flughöhe erreichte das Team auf seinem Weg über den Bayrischen Wald hinweg an Budweis vorbei bis rund 100 Kilometer südöstlich von Prag.

Dort drehten Gesell und Mayr um – mehr als 300 Kilometer von Donauwörth entfernt, gegen den Wind und nur auf die thermische Energie der Sonne angewiesen. „Während der Hinweg wie geschmiert lief, hätten wir auf dem Rückweg den Sprung in den Bayerwald fast nicht geschafft, weil es gegen den Wind schwierig wurde, vernünftige Aufwinde zu finden“, berichtet Pilot Michael Gesell.

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Insgesamt war das Duo mehr als sieben Stunden unterwegs. Für die Bundesliga ergab sich eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 117,8 Stundenkilometern, das war der viertschnellste Bundesliga-Flug dieser Runde in ganz Deutschland.

SFG Donauwörth-Monheim liegt zur Liga-Halbzeit auf Platz acht

Auch Lothar Press und David Bauder legten ihre Flugroute in Richtung Osten, drehten aber bereits im Bayrischen Wald noch vor dem tschechischen Luftraum wieder um, sodass sie die aufgereihten Thermikwolken nicht ganz ausnutzen konnten und somit auch etwas langsamer unterwegs waren. Press erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 94,9 Kilometern pro Stunde, Bauder schaffte 90,1 Stundenkilometer. Für die SFG bedeutete diese Gesamtleistung Rundenplatz fünf.

Die Piloten vom Stillberghof liegen in der Gesamtwertung zur „Halbzeit“ der verkürzten Bundesliga-Saison nun auf Rang acht – in der Vorwoche war es noch Platz 19. Die Abstände zwischen den einzelnen Clubs im Mittelfeld sind allerdings gering, sodass hier in den kommenden sieben Runden noch einige Veränderungen zu erwarten sind. Nur der Luftsport-Verein Rinteln aus Niedersachsen dürfte sich kaum noch von der Spitze verdrängen lassen.

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 6 von 13 Runden:

1. LSV Rinteln (NI) 97 Punkte

2. FG Oerlinghausen (NW) 78

3. LSV Gifhorn (NI) 70

4. FG Wolf Hirth (BW) 70

5. FSC Odenwald Walldürn (BW) 60

6. LSV Schwarzwald (BW) 55

7. SFG Guilini/Ludwigshafen (RP) 48

8. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 48

9. LSV Homberg/Ohm (HE) 47

10. LSR Aalen (BW) 46

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