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Fußball-Kreisliga Ost

16.10.2018

SV Münster: „100 Prozent reichen nicht aus“

Münsters Trainerduo Denis Buja (links) und Florian Steppich verließ nach der 1:3-Niederlage gegen den SV Feldheim bedrückt den Platz.
Bild: Simon Bauer

Nach der Derby-Niederlage gegen Feldheim spricht Münsters Spielertrainer Denis Buja über die dünne Personaldecke, Einstellungssache und einen Gegner „wie der FC Bayern“.

Münster Spielertrainer Denis Buja hatte – zumindest sportlich gesehen – am Wochenende nicht viel zu lachen. Ausgerechnet im Derby gegen den SV Feldheim kassierte seine Elf eine 1:3-Niederlage.

Trainer Denis Buja hadert mit dem Platzverweis gegen den SV Münster

„Wir hatten anfangs schon Glück, dass wir durch einen Abstimmungsfehler zwischen Torwart und Feldheimer Verteidiger ein Tor machen können“, sagt Buja. Er selbst hatte diese Unstimmigkeit genutzt und den Treffer für Münster in der 2. Spielminute erzielt. Sein Team sei nun gut im Spiel gewesen und hätte zunächst nichts zugelassen. Doch durch eine ganze Kette von Fehlern kam Münster dann doch zum Ausgleich. In der zweiten Halbzeit habe Feldheim dann „auf die Tube gedrückt“. Einen weiteren Abstimmungsfehler der Feldheimer konnte der SVM nicht nutzen, stattdessen schoss Münster das 2:1 und Münsters Lukas Bischofberger wurde mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Mit einem Mann weniger und zurückliegend wurde es dann für sein Team natürlich schwer, muss Buja zugeben. Dabei hadert er mit dem Platzverweis: „Zehn Minuten später gab es die gleiche Situation auf der Gegenseite, aber es gab nicht einmal eine Gelbe Karte, nur einen Freistoß. Der Platzverweis hat uns schon arg geschwächt.“

Nach zwei Siegen in Serie, hat der SV Münster nun wieder zwei Niederlagen kassiert – eine „verdiente“ gegen Rehling, wie Buja sagt, und eine „unglückliche“ gegen Feldheim. Nur ein Punkt trennt das Team derzeit von der Abstiegszone. Dass es in dieser Saison nicht rund läuft, führt der Spielertrainer vor allem auf die dünne Personaldecke zurück. Denn den ohnehin schon eher schmalen Kader trafen nun noch einige Ausfälle.

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Manuel Irouschek fällt bis zur Winterpause aus wegen eines Bänderrisses. Alexander Probst ist beruflich verhindert und nach dem nächsten Spiel wird auch Armin Drexler vier Wochen ausfallen (Urlaub). Zumindest mit Johannes Krabler können Buja und sein Trainerkollege Florian Steppich bald wieder planen. Er ist bereits ins Training zurückgekehrt. Doch auch bei den Übungseinheiten fallen immer wieder Leute aus, klagt Buja, sei es durch das Studium oder Schichtarbeit. Darunter leide dann die Fitness der Spieler. Aber auch individuelle kleine Fehler, die der Gegner dann eiskalt ausnutzt, sieht der Trainer als Grund für die aktuelle Tabellensituation des SVM.

Mit dem TSV Friedberg kommt als nächstes der Tabellenführer nach Münster

Zu allem Überfluss wartet nun ein absoluter Hochkaräter auf den SVM. Am kommenden Wochenende ist mit dem TSV Friedberg der Tabellenführer zu Gast in Münster. Trainer dort ist Bujas „Mentor“ Ali Dabestani. „Er setzt darauf, dass man Gras frisst“, betont der 31-Jährige und erklärt weiter: „Das ist wie beim FC Bayern, wenn der eine Niederlage kassiert, muss es der nächste Gegner büßen!“ Damit spielt er auf die 1:3-Pleite der Friedberger vom Sonntag an – gegen das Tabellenschlusslicht Lechhausen. „Wir haben aber keine Angst“, versichert Buja. Stattdessen wolle man versuchen sich aus dem Druck zu lösen, den der TSV wahrscheinlich ausüben wird, um gezielt Nadelstiche zu setzen. Dabei sei die Einstellung seiner Spieler enorm wichtig: „Der SV Münster ist nur dann stark wenn jeder rausgeht und 150 Prozent gibt, 100 Prozent reichen da nicht aus.“

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