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Radsport

11.09.2017

Steile Berge und rasante Abfahrten

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2 Bilder
Martin Treimer und Alexander Jung (rechts) vom TSV Harburg stellten sich dem Ötztaler Radmarathon.
Bild: Jung

Athleten aus der Region stellen sich den 227 Kilometern des Ötztaler Radmarathons.

Harburg/Donauwörth Ein Radsportereignis der Superlative ist der Ötztaler Radmarathon mit Start und Ziel in Sölden. Als eine der größten Herausforderungen für Rennradsportler im alpinen Raum bietet dieser Wettkampf 227 Kilometer über insgesamt vier herrliche Alpenpässe und damit 5500 Höhenmeter.

Das Wetter meinte es sehr gut mit den etwa 4300 Startern. Auch die zwei Teilnehmer des TSV Harburg Alexander Jung und Martin Treimer standen an diesem Tag sehr zeitig auf, damit sie um 5:45 Uhr und damit etwa eine Stunde vor dem eigentlichen Start hinter der Linie Aufstellung nehmen konnten. Ebenfalls an den Start gingen fünf Starter der Airbus Helicopters SG aus Donauwörth. Zu Beginn des Rennens führt der Kurs das Ötztal hinab bis nach Ötz. Nach dieser ersten halben Stunde lag der gefahrene Schnitt bei schnellen 52 Stundenkilometern. Dass dies trotzdem ohne nennenswerte Anstrengung zu erreichen ist, liegt neben der abschüssigen Strecke auch am Windschattenfahren im riesigen Teilnehmerfeld. Doch mit dem Beginn des Anstieges zum Kühtai war für die Athleten Schluss mit lustig. Auf 18 Kilometern Strecke wollten 1200 Höhenmeter überwunden werden. Nach der rasanten Abfahrt Richtung Innsbruck, auf der die Radler schnell über 110 Stundenkilometer unterwegs waren, ging es die alte Brennerstraße hinauf. Für die wunderschönen Ausblicke auf die Bergiselschanze und hinab auf Innsbruck war ebenfalls Zeit, allerdings ging die Hatz hinauf zum Brenner in mehr oder weniger großen Gruppen auch immens schnell.

Die Steigungsprozente waren nicht allzu schwer, werden doch auf einer Strecke von 39 Kilometern zur österreichisch-italienischen Grenze nur 780 Höhenmeter überwunden. Nach der Abfahrt nach Sterzing ging es auf dem landschaftlich wunderschönen Jaufenpass hinauf auf 2090 Meter. Die nächste Abfahrt nach St. Leonhard hinunter auf 750 Meter gab den Sportlern noch einmal kurz Zeit zu verschnaufen, bevor der letzte und härteste Anstieg des Tages auf das Timmelsjoch anstand. Auf einer Länge von über 28 Kilometern geht es hinauf auf 2500 Meter. Die schier endlosen Kehren konnten zwei Tage vorher im Fernsehen begutachtet werden, denn das Eintagesrennen hatte Premiere im Kalender der Radprofis, welches der Tscheche Roman Kreuziger für sich entschied.

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Auch für die Sportler des TSV Harburg hatte die Bergauf-Schinderei ein Ende an der Mautstation hoch über dem Ötztal. Die restlichen Kilometer hinab nach Sölden waren nur noch Kür und die Zieleinfahrt zwischen dicht gefüllten Zuschauerreihen ein Genuss. Obwohl Alexander Jung und Martin Treimer während des Rennens nicht gemeinsam unterwegs waren, trennten sie im Ziel nur wenige Minuten. Jung erreicht nach 8:48 Stunden Platz 557, Treimer nach 8:55 Stunden Platz 647.

Der Altisheimer Thomas Blattner von der Airbus Helicopters SG war auch in diesem Jahr der schnellste unter den Teilnehmern aus der Region. Er benötigte für die Strecke 7:41 Stunden und belegte damit den 71. Gesamtrang. Als zweiter der Truppe erreichte Jorge Torres-Gomez das Ziel. Mit einer sehr guten Zeit von 8:13 Stunden schaffte er es in diesem Jahr nicht ganz unter die Acht-Stunden-Grenze. Manfred Pollaschek aus Rögling fuhr nach 9:16 Stunden über die Ziellinie und war damit nur knapp hinter seiner Zeit aus dem vergangenen Jahr. Stefan Grünenwald aus Altisheim benötigte 9:54 Stunden. Grünenwald hatte sich eigentlich mehr vorgenommen, konnte seinen Trainingsfleiß allerdings während des Rennens nicht ganz umsetzen. Zum ersten Mal beim Ötztaler Radmarathon am Start war Franz Kaiser aus München der für Airbus Helicopters in Marignane arbeitet. Er spulte die Distanz in 10:38 Stunden ab und war damit sehr zufrieden.

Den Gesamtsieg bei den Männern holte sich der Italiener Stefano Cecchini in 6:56 Stunden, bei den Frauen siegte die Schweizerin Laila Orenos (7:50). (aju, dz)

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