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Ried

28.03.2018

Ab drei Uhr rollen die Laster durch die Dörfer

Paul Graf von den Freien Wählern informierte im Rieder Hof über den Straßenverkehr in Ried.
Bild: Freie Wähler

Die Freien Wähler informieren bei zwei Veranstaltungen über den Straßenverkehr in Ried. Was sie als Nächstes vorhaben.

Die Freien Wähler haben zwei Infoveranstaltungen zum Thema „Verkehr in der Gemeinde Ried“ in Hörmannsberg und im Hauptort abgehalten. Sie wollten dabei aufzeigen, dass sie versuchen, bereits mittelfristig eine Verbesserung der Situation für die Bürger zu erreichen. Paul Graf von den Freien Wählern sagt: „Uns war es wichtig dabei Hintergründe zu erläutern und Lösungen aufzuzeigen, die wir direkt und zeitnah beeinflussen können.“

Laut einer Mitteilung reagierten einige Anwohner der Hauptstraße in Ried und Hörmannsberg ernüchtert, als sie hörten, dass die Umgehungsstraße wohl nicht in den nächsten Jahren kommen wird und dass sie ihre Lebensplanung nicht von einer schnellen Umsetzung abhängig machen sollten. Ein Thema, welches bisher in der Diskussion außen vor gelassen wurde, seien die Grundstückskäufe. Ein ehemaliger Gemeinderat brachte ein, dass sich allein der Grundstückserwerb für den Radweg von Ried nach Zillenberg über drei Legislaturperioden hingezogen habe. Durch dieses Beispiel wurde deutlich, dass die Situation wesentlich „verzwickter“ sei, als von der Lebensqualität dargestellt. Anwohner berichteten von zunehmendem Schwerlastverkehr, der das Geschirr in den frühen Morgenstunden zum Klirren bringe und teilweise bereits ab drei Uhr durch die Dörfer rolle. Ein Anwohner wies daraufhin, dass es aufgrund der sehr starken Verkehrsdichte am Morgen für die Schulweghelfer kaum möglich sei, einen sicheren Übergang zu gewährleisten.

Es wurden auch die Aussagen der Polizei in einem Bericht unserer Zeitung kritisiert. Darin hieß es: „Viele Autofahrer lassen ihr Fahrzeug auslaufen und bremsen nicht abrupt am Ortseingang auf 50 Stundenkilometer herunter. Diese Praxis sei durch viele Gerichtsurteile bestätigt. Daher darf die Polizei nach den verkehrsrechtlichen Richtlinien erst 200 Meter nach dem Ortsschild die Geschwindigkeit kontrollieren.“ Es gebe aber bereits 200 Meter vor Hörmannsberg eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometern. Deshalb seien Geschwindigkeiten am Orteingang von bis zu 132 Stundenkilometern, wie in der Vergangenheit gemessen, nicht tolerierbar. Graf sagt: „Wir sind mit den Infoveranstaltungen sehr zufrieden. Uns ist Bürgernähe auch bei unbequemen Themen sehr wichtig und wir wollen uns nicht hinter Infoblättern verstecken.“

Bald will die Gruppierung ein Infoblatt zum Thema „Verkehr in der Gemeinde Ried“ verteilen. Der Antrag im Gemeinderat zur „Erhöhung der Verkehrssicherheit und Einrichtung von Verkehr-Messstellen“, in dem die Freien Wähler unter anderem einen runden Tisch mit dem Staatlichen Bauamt fordern, wird voraussichtlich am 17. April behandelt. Das Staatliche Bauamt möchte in den nächsten drei Jahren den Fahrbahnbelag zwischen Ried und dem Landkreis Dachau erneuern. Dadurch sehen die Freien Wähler gute Chancen, einige baulichen Verbesserungen im Zuge der Maßnahme gleich mitanzugehen. Parallel dazu seien die Rieder im Austausch mit den Freien Wählern in Kissing. „Neben dem Austausch zum Fahrradweg-Projekt zwischen Kissing und Hörmannsberg erwarten wir uns auch Erkenntnisse, wie sich der Schwerlastverkehr und die bevorstehende Maut auf Bundesstraßen auf die Staatsstraße 2052 auswirken.“ Der Kissinger Gemeinderat Robert Sturm könne den Riedern die Sichtweise eines Spediteurs aus erster Hand erläutern.

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