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Kissing

11.02.2021

Bayern ist für Schauspielerin Sushila Sara Mai zur Heimat geworden

Das BR Fernsehen zeigt am Montag, 22. Februar, um 22 Uhr in der Sendereihe "Lebenslinien": Sushila und ihre drei Mütter.
Bild: Bayerischer Rundfunk

Die deutsch-indische Schauspielerin Sushila Sara Mai erzählt, wie sie von Kalkutta erst nach Oberbayern und dann nach Kissing kam. Jetzt berichtet auch das Fernsehen.

Serien wie „Marie fängt Feuer“, „Sie sucht ihn“ oder die Kluftingerkrimis „Herzblut“ und Schutzpatron“ machten sie bekannt. „Dass ich gleich in zwei Kluftingerkrimis mitspielen durfte, darauf war ich sehr stolz“, sagt die Schauspielerin Sushila Sara Mai. Nun zeigt das Bayerische Fernsehen in der Sendereihe "Lebenslinien" ihre Geschichte. Am Montag, 22. Februar, um 22 Uhr wird das Leben von Sushila Sara Mai gezeigt, die als kleines Kind aus Kalkutta in einer Adoptiv-Familie in Oberbayern aufwuchs. Heute arbeitet sie als Schauspielerin und lebte bis vor Kurzem in Kissing, bevor sie im Herbst nach Hilgertshausen im Landkreis Dachau zog.

In Kalkutta lernte Sushila Sara Mai Mutter Teresa kennen

"Sushila und ihre drei Mütter" nennt sich der Beitrag, in dem Mai in ihren Erinnerungen kramt. Die 42-Jährige, die sich gerne als deutsch-indische Schauspielerin bezeichnet, wurde mit drei Jahren aus einem Waisenhaus in Kalkutta, das von Mutter Teresa geleitet wurde, nach Deutschland adoptiert. Genauer gesagt nach Rottenbuch in Bayern. „Ich habe damals Mutter Teresa persönlich kennengelernt“, erinnert sich Mai.

Ihre eigentliche Kindheit beginnt in Bayern, wo Sushila Sara Mai den Don-Bosco-Kindergarten besuchte. An einen lustigen Ausspruch eines türkischen Jungen erinnert sie sich auch noch: „Bist du so braun, weil du zu viel Schokolade gegessen hast?“ Und: „Das will ich auch!“ Lange Zeit lebte sie aber unter dem Druck, allen beweisen zu müssen, dass sie als Kind aus Indien genauso viel wert ist, wie andere.

Die Schauspielerin aus Kissing erlebt immer wieder Rassismus

Die heile Welt ihrer neuen der Familie zerbrach. Darüber spricht sie aber nicht öffentlich. Doch dieses Ereignis machte ihr deutlich, dass es auf andere Werte als Leistung ankommt. Mit 29 Jahren reiste Mai zum ersten Mal wieder in ihre Geburtsstadt Kalkutta und besuchte die Schwestern des Mutter-Teresa-Ordens.

Was sie dort über ihre leibliche Mutter und ihre Zeit im Kinderheim erfuhr, gab ihr neue Kraft und Zuversicht für ihr weiteres Leben: „Für mich sind Bayern und Deutschland einfach meine Heimat und es tut weh, wenn Menschen mir mit ihren Aussagen das Gefühl geben, dass ich nicht hierhin gehöre. Ich lasse mich nicht einschüchtern oder vertreiben. Ich gehöre hierhin – ob das ein paar Rassisten wahrhaben wollen oder nicht." (AZ)

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