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Starkbierfest

31.03.2014

Beste Stimmung und präzise Sprüche

Er hatte zwar nichts von einem Mönch an sich, aber starke Sprüche parat: Friedbergs Fastenprediger Anton Oberfrank.
Bild: Günther Jaumann

Fast schon tiefsinnige Fastenpredigt von Anton Oberfrank beim Fest der Stadtkapelle in Losingers Hofschänke

Auch in diesem Jahr hatte die Stadtkapelle Friedberg unter der Leitung von Andreas Thon zum traditionellen Starkbierfest eingeladen. Diesmal mit Mehrwert: Die Verantwortlichen konnte mit Anton Oberfrank einen fast schon tiefsinnigen Fastenprediger gewinnen.

Losingers Hofschänke war wie erwartet bis zum letzten Platz besetzt. Für Essen und Trinken wurde reichlich und vorzüglich gesorgt. Oliver Limmer, Vorsitzender der Stadtkapelle, übernahm die Moderation und stellte ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm dem Publikum vor.

Nach dem Bieranstich floss bald das besonders starke und bekömmliche Starkbier in Strömen und durch alle Kehlen. Umberto Freiherr Beck-Peccoz, Brauerei-Chef aus Kühbach, konnte sich persönlich davon überzeugen. Zünftige Blasmusik vom Feinsten von der Stadtkapelle Friedberg war ein Genuss, hervorragend mit dabei auch Sebastian Thon auf der Tuba. Reger Applaus und lautstarkes Mitklatschen bestimmten den langen Abend. Hervorragend war die Einlage der Kindervolkstanzgruppe des Trachtenvereins Friedberg unter der Leitung von Gertrud Lindermayer.

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Passend zum großen Jubiläum, dem 750. Geburtstag der Herzogstadt, erwarteten alle Besucher des Friedberger Starkbierfests mit großer Spannung die Fastenpredigt von Anton Oberfrank, Direktor der Realschule und auch landesweit bekannter Karikaturist. Mit hintersinnigen und lustigen Reimen zur Friedberger Stadtgeschichte und Hinweisen auf Höhen und Tiefen der aktuellen Entwicklung, ging es schnell zur Sache. Das „Derblecken“ bei einem Starkbierfest gehört dazu und jeder Erwähnte bekam sein Fett weg.

Nachdem Anton Oberfrank die „Altpolitiker, Baldpolitiker, Noch-Politiker und Doch-Politiker“ begrüßte, hörte man ihn bald verkünden: „Wir sind ja heut hier nicht zum Spaß, auf ein, zwei, drei, vier Starkbier-Maß, wir sind nicht zum Vergnügen hier, zu leeren ein paar Fässer Bier“.

Berichtet wurde von vielen Sünden, es gab Vergleiche zwischen den Bürgermeisterkandidaten Roland Eichmann und Thomas Kleist, die Nutzung des Schlosses war genauso Thema wie Stadträte-Kritiken, Kommunalwahlen et cetera. Besonders nett anzuhören war der Reim: „Der Bauhof, heißt‘s, soll brüchig sein und stürzt womöglich demnächst ein, grad wie der Altstadtmauerturm, im Dachstuhl nistet froh der Wurm“.

Und Landrat Christian Knauer bekam noch einen witzigen Nachschlag: „Grad als sein Stern am Höchsten steht, der Knauer nun in Rente geht, der Abtritt, der ist äußerst clever, denn so bleibt er ,the best forever‘“.

Während der Fastenpredigt blieb natürlich die mehrmalige Aufforderung zum Anprosten nicht aus, immer mit mit dem markigen Spruch. „Bleibt froh, ihr Leut‘, seid nicht erbost, in diesem Sinne Prost“ – alles natürlich mit musikalischer Untermalung der Stadtkapelle Friedberg.

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