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Kissing

19.01.2019

Bürgermeisterwahl: Die SPD schickt Ronald Kraus ins Rennen

Die Kissinger SPD hat Ronald Kraus als Kandidaten für die Wahl zum Bürgermeister nominiert.
Bild: Philipp Schröders

Plus Die Kissinger Sozialdemokraten nominieren den 55-Jährigen hinter verschlossen Türen als ihren Bürgermeisterkandidaten.

Die SPD Kissing hat nun auch einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 24. März, ins Rennen geschickt. Ronald Kraus ist von den Mitgliedern des Ortsvereins bei einer nichtöffentlichen Wahl nominiert worden.

Rund 50 Sozialdemokraten kamen am Freitagabend in der AWO-Begegnungsstätte in Kissing zusammen, um die Kandidaten in Augenschein zu nehmen. Unter den Besuchern waren 36 Wahlberechtigte. Neben Kraus bewarb sich auch die stellvertretende Bürgermeisterin Silvia Rinderhagen. Wie der Ortsvorsitzende Alexander Dollinger erklärte, ist Kraus „mit deutlicher Mehrheit“ nominiert worden. Das genaue Ergebnis wollte die SPD nicht veröffentlichen.

Der 55-jährige Kraus ist Fraktionsvorsitzender im Kissinger Gemeinderat. Auch sitzt er als Mitglied der SPD im Kreistag. In der Gemeinde ist er zudem bekannt als Vorsitzender des Vereins Regenbogenkinder, der unter anderem eine Kinderkrippe betreibt. Zudem führt er den Historischen Förderverein Bayerischer Hiasl an.

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Kraus engagiert sich seit vielen Jahren kommunalpolitisch

Kraus ist kein gebürtiger Bayer. „Ich bin ein Zugereister, bin vor 55 Jahren in Leipzig geboren, meine Eltern stammen aus dem Sudetenland“, sagte er in seiner Rede bei der Nominierungsversammlung, die unserer Zeitung vorliegt. Mit seiner Frau und seiner erwachsenen Tochter lebt er inzwischen seit über 25 Jahren in Kissing. „Wir haben hier in den Jahrzehnten sehr viel Gastfreundschaft genießen dürfen – und dies möchte ich den Bürgerinnen und Bürgern Kissings zurückgeben. Deshalb engagiere ich mich seit vielen Jahren kommunalpolitisch.“

Sein Vorgänger, der SPD-Bürgermeister Manfred Wolf, habe in seinen 22 Jahren Amtszeit viel erreicht. Darauf wolle Kraus aufbauen, aber auch eigene Ziele umsetzen. Zur Standortpolitik gehöre eine aktive und professionelle Wirtschaftspolitik. „Dazu muss auch eine regelmäßige Überprüfung erfolgen, was verbessert werden kann und was sich bewährt hat. Ich will das heimische Gewerbe unterstützen.“ Eine konkrete Maßnahme: Der Gemeinderat soll in Zukunft in regelmäßigen Abständen Betriebe der Gemeinde besuchen, um Einblicke in die Wirtschaftskraft und Arbeitsplatzsituation zu bekommen.

Kissing unter Druck: Bürgermeisterkandidat für bezahlbaren Wohnraum

Kraus sprach sich auch für bezahlbaren Wohnraum aus. Aufgrund des Zuzugs nach Kissing sei der Druck in der Gemeinde beträchtlich. „Ich will den Wohnungsbau fördern, um erschwinglichen Wohnraum zu schaffen.“ Mit den Bürgern wolle er zudem, „ein Leitbild für ein gesundes Wachstum der Gemeinde“ entwickeln.

Kraus warb auch mit seiner beruflichen Kompetenz. Als Leiter des Eichamts München-Traunstein, eines der größten in Deutschland, sei er es gewohnt, sich immer wieder neu auf Fragen und Probleme einzurichten und zwischen verschiedenen Positionen zu vermitteln.

Da er seit 25 Jahren in München arbeite, kenne er die Schwächen, aber auch die Stärken des Nahverkehrs. Unter anderem sprach er sich für wartende Anschluss-Busse, den Ausbau des Radwegnetzes und genügend Radlparkplätze am Bahnhof aus. Zudem sagte er: „Die Straßensanierung in Kissing muss weitergehen und ich stehe zur Ortsumfahrung – diese muss vorangetrieben werden.“

Neben vielen anderen Maßnahmen wie dem Hochwasserschutz, der Unterstützung der Vereine und des Mehrgenerationenhauses warb Kraus auch damit, den Haushalt im Blick halten zu wollen und damit die Gemeindefinanzen zu sichern. Auch dafür bringe er als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses im Kreistag eine besondere Qualifikation mit.

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