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02.07.2010

"Computer-Guru" aus Bobingen

Bobingen Am Bahnhof in Bobingen ist er morgens ein Pendler unter vielen, in der Welt der Informatik ist Professor Hans-Peter Kriegel ein international viel beachteter Mann. Was der 62-Jährige sich auf seiner Terrasse notiert oder im Zug auf dem Weg nach München ausdenkt, nehmen bald darauf Kollegen in aller Welt in ihre Überlegungen mit auf. Schon mehrfach wurde er ausgezeichnet. Nun wurde ihm auch bescheinigt: Er ist der meistzitierte deutsche Informatiker.

Zu diesem Ergebnis kommen Auswertungen der beiden Datenbanken "Microsoft Academic Search" und "CiteSeer". Von allen deutschen Informatik-Experten wurden Professor Kriegels wissenschaftliche Ergebnisse demnach weltweit am Häufigsten zitiert. Alleine oder mit Koautoren hat er 387 wissenschaftliche Werke veröffentlicht. Der Inhaber des Lehrstuhls für Datenbanksysteme an der Ludwig-Maximilians-Universität in München freut sich natürlich über die Beachtung seiner Forschungsarbeit: "Für einen Universitätsprofessor ist die wissenschaftliche Reputation von größter Bedeutung."

Als meistzitierter deutscher Informatiker wird Kriegel in einer Reihe genannt beispielsweise mit Leslie Lamport, dem Erfinder des Textverarbeitungsprogramms LaTeX oder Robert Morris, dem Erfinder des ersten Computerwurms, der sich 1989 im Internet ausbreitete. Die meistzitierte Arbeit von Prof. Hans-Peter Kriegel geht auf das Jahr 1990 zurück. Damals erfand er den R*-Baum. Für den Fachmann: "Eine räumliche, dynamische Indexstruktur, um schnell nach mehrdimensional ausgedehnten Objekten zu suchen", erläutert der Bobinger.

Für den Laien: Dieses Konzept wird in weitverbreiteten Produkten angewandt: Ein R*-Baum findet sich beispielsweise im Datenbanksystem Oracle.

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