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Bildung

17.02.2015

Das Internet saugt Daten wie der Sand das Wasser

Schüler der achten Klassen der Konradin-Realschule beim Safer Internet Day mit Referent Lars Sobiraj.
Bild: Lisa Fischer

Projekttag klärt Jugendliche an der Konradin-Realschule über die Gefahren des World Wide Web auf.

Bereits im jungen Alter sind viele Kinder Besitzer eines Smartphones und/oder Mitglied in einem sozialen Netzwerk, wie zum Beispiel Facebook. Um den Kindern den richtigen Umgang hiermit näherzubringen, haben die medienpädagogischen und informationstechnischen Beraterinnen Elke Hornauer und Stefanie Hartl der Konradin-Realschule in Friedberg den „Safer Internet Day“ organisiert. „Die Botschaft, dass das Internet nichts vergisst, wollen wir unseren Schülern vermitteln“, so Hartl.

Alle Schüler der achten Klassen lauschten gespannt dem Referenten und freien Journalisten Lars Sobiraj. Dieser berichtete über viele Gefahren des World Wide Web, welche für die Jugendlichen relevant sein können. Beispielsweise verglich er die persönlichen Daten, die im Internet veröffentlicht werden, mit einem Kamelreiter in der Wüste, dem das Trinkwasser in den Sand fließt. Das Wasser ist nie mehr greifbar – so auch Bilder, Videos und vieles mehr, das online gestellt wird, sagt er. „Einmal im Netz, immer im Netz.“ Dieser Vergleich sollte den Jugendlichen bewusst machen, dass es gut überlegt sein muss, welche persönlichen Angaben veröffentlicht werden, um mögliche unangenehme Konsequenzen vermeiden zu können.

Ein ebenfalls wichtiges Thema war das soziale Netzwerk Facebook, bei dem viele registriert sind. Ein falscher Klick, ein Häkchen zu wenig oder ein hochgeladenes Bild in Verbindung mit Alkohol können zu unangenehmen Folgen führen. Er zeigte ein Video eines 16-jährigen Mädchens, das 2011 eine Geburtstagseinladung erstellt und ein wichtiges Häkchen vergessen hat. Somit war es eine öffentliche Veranstaltung mit 1500 Feierwütigen, die durch die Polizei nach Hause geschickt werden mussten. Das Ziel des Videos war, die Schüler vor derartigen Unannehmlichkeiten zu warnen und somit auch zu schützen. Ebenso wies er auf einige Einstellungen in Facebook hin, die eine weitere Sicherheit gewährleisten.

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„Ich werde nun einige Einstellungen in meinem Account ändern. Die Videos von Herrn Sobiraj haben mich richtig abgeschreckt“, sagt der Achtklässler Christopher. Um die Schüler auch für eine praktische Umsetzung zu wappnen, fanden am Nachmittag, ebenfalls unter Betreuung von Lars Sobiraj, Workshops statt, bei denen 45 Minuten selbst aktiv am Computer gearbeitet werden durfte. In kleinen Gruppen recherchierten sie beispielsweise, welche Daten auf einer angeklickten Seite gespeichert werden. Außerdem durfte der eigene Name gegoogelt werden. Darüber waren viele Schüler überrascht, welche privaten Daten im Internet gespeichert sind.

Damit auch die Erziehungsberechtigten über mögliche Risiken Bescheid wissen, fand am darauffolgenden Abend eine Elterninformation zur selben Thematik statt. (lifi)

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