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Verkehr in Friedberg

22.05.2015

Das neue Tor zur Stadt

So wird der Besucher heute in Friedberg empfangen (Bild unten). Die Stadt will die Zufahrt von Westen her jedoch neu ordnen und einen Kreisverkehr bauen (Grafik unten).
Bild: Foto: Goßner

In den Jahren 2016 und 2017 soll die Augsburger Straße komplett neu gestaltet werden. Im Stadtrat gibt es grundsätzliche Zustimmung, aber auch Kritik an Details der Planung.

Friedberg Das Projekt steht schon seit über zehn Jahren auf der Agenda des Friedberger Stadtrats und wurde immer wieder geschoben. Nun aber wollen die Kommunalpolitiker den Bau des neuen Fachmarktzentrums unterm Berg nutzen, um die Augsburger Straße komplett neu zu gestalten. Bereits im Frühling 2016 soll mit einem Kreisverkehr an der Einmündungsbereich der Afrastraße der Anfang gemacht werden. Der Stadtrat brachte das Vorhaben in seiner jüngsten Sitzung mit einem einstimmigen Beschluss auf den Weg.

Die Fahrbahn in diesem Bereich ist schon lange in einem schlechten Zustand und muss doch eine große Zahl von Fahrzeugen aufnehmen. Die letzte Verkehrszählung aus dem Jahr 2004 ergab für die Augsburger Straße eine Belastung von bis zu 14700 Kfz. Für das Jahr 2016, wenn der Schuh- und Textilmarkt sowie der Elektromarkt samt Bäckerei und Café in Betrieb sind, wird eine Zunahme auf über 16000 prognostiziert. Das höchste Aufkommen gibt es erfahrungsgemäß an den Samstagen.

Christian Weiß vom Friedberger Ingenieurbüro Hyna & Weiß stellte die Planungen vor, die bereits die künftigen Verhältnisse nach der Eröffnung des Fachmarktzentrums berücksichtigt. Die wesentlichsten Änderungen gegenüber dem heutigen Zustand: Die Zufahrt zum Gelände nördlich der Augsburger Straße erfolgt nicht mehr über die Hans-Seemüller-Straße, die aufgelassen wird, sondern über den nördlichen Ast des neuen Kreisverkehrs. Die Bushaltestelle in Richtung Augsburg rückt weiter nach Osten, um den Fußweg zu den Wohngebieten zu verkürzen. Und es kommt ein zweiter Überweg über die Augsburger Straße direkt vor dem Haupteingang des Möbelhauses.

Der Bau des Kreisels soll innerhalb von zwei Monaten ohne Vollsperrung über die Bühne gehen, kündigte Weiß an. Damit der Verkehr zur und aus der Innenstadt ungehindert fließen kann, wird eine provisorische Fahrbahn über das Gelände des Rewe-Marktes geführt. Auf jeden Fall will die Stadt die Arbeiten am Kreisel bis zum Altstadtfest im nächsten Sommer abschließen. Lässt sich dieser Zeitplan nicht einhalten, dann wird die Maßnahme auf den Herbst verschoben.

Größere Behinderungen verspricht dagegen der Neubau der Augsburger Straße zwischen Kreisverkehr und B300, der für das Jahr 2017 geplant ist. Während der Bauzeit ist die Fahrbahn komplett dicht, die Zufahrt zur Innenstadt erfolgt von Westen her über den Chippenham-Ring, Röntgen- und Afrastraße zum Kreisel und weiter zum Friedberger Berg. Weiß kündigte an, dass sich die Sperrung gewiss vom Frühjahr bis zum Herbst hinziehen werde. „Wenn man baut, gibt es Einschränkungen. Das muss man in Kauf nehmen“, sagte Bürgermeister Roland Eichmann (SPD).

Trotz der damit verbundenen Beschränkungen begrüßten die Stadträte das Vorhaben. Für SPD-Fraktuionschef Roland Fuchs ist dies eine bemerkenswerte Verschönerung des Eingangsbereichs zur Altstadt. Er mahnte an, auch das westliche Teilstücke der Ludwigstraße zwischen Jungbräu- und Bauernbräustraße bald anzugehen. Eine wesentliche Verbesserung sieht auch Thomas Kleist (CSU). Grundsätzliche Zustimmung gab es auch von den anderen Fraktionen. Johannes Hatzold (Freie Wähler) kritisierte aber, dass beide Überwege mit einer Ampel versehen werden. Johanna Hölzl (Grüne) sprach sich fürmehr Sicherheit durch getrennte Geh- und Radwege aus, was nach Angaben der Planer aus Platzgründen aber nicht möglich ist.

Auf der Grundlage des Konzepts sollen das Büro Hyna & Weiß und der Grünplaner Hans Brugger nun die Unterlagen für den Zuschussantrag erarbeiten. Über die Kosten und die Höhe der staatlichen Förderung ist derzeit noch nichts Konkretes bekannt.

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