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Bauherrentage

12.11.2014

Der Blick über den Tellerrand

Die Mustersiedlung „Grenzacher Horn“ entsteht im Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Was dort genau geplant ist, wird bei den Bauherrentagen 2014 am kommenden Wochenende vorgestellt. Foto: Büro Disch

Die zweitägige Veranstaltung zeigt, wie das Thema Nachhaltigkeit auch in Friedberg langsam Fuß fasst

Im künftigen Baugebiet Stätzling-Ost reihen sich 34 Einfamilien- und zwei Doppelhäuser brav aneinander, jedes mit einer eigenen Garage vor der Tür, einer Heizung im Keller und einem Garten ringsum. Ein konventionelles, austauschbares Konzept. Dass es auch anders geht, will der Friedberger Verein Baukultur am kommenden Wochenende mit den 4. Bauherrentagen zeigen, die unter dem Motto stehen: „Nachhaltig bauen und wohnen.“

Ein Beispiel dafür ist die Solarsiedlung Grenzacher Horn, die Tobias Bube vom Architekturbüro Disch aus Freiburg vorstellt. Zum Auftakt am Freitagabend berichtet er über die derzeit weltweit größte Siedlung im Plusenergiestandard, die im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz entsteht. Die Anlage mit 130 Wohnungen auf 26000 Quadratmetern erzeugt dank ausgeklügelter Technik mehr Energie, als sie verbraucht.

Die Organisatorinnen der Friedberger Bauherrentage – Carola Einberger, Monika Gebhard und Verena Höhberger – haben sich für die vierte Auflage etwas Neues ausgedacht. Zum ersten Mal ist die Mensa mit Grund- und Hauptschule an der Aichacher Straße Veranstaltungsort. Außerdem ziehen sich die Angebote nicht mehr über mehrere Wochenenden, sondern bieten kompakt an zwei Tagen viele Informationen. „Wir wollen über den Tellerrand hinausschauen“, sagt Monika Gebhard. Die Solarsiedlung Grenzacher Horn soll dabei nicht der einzige innovative Ansatz sein.

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Dass diese Gedanken auch in Friedberg langsam Fuß fassen, davon ist Verena Höhberger überzeugt. Denn angesichts steigender Preise werden die konventionellen eigenen vier Wände für eine immer größere Bevölkerungsschicht nicht mehr bezahlbar sein. Im Baugebiet am Metzgerwäldchen sind innovative Ideen bereits erkennbar, etwa in energieoptimierten Bauformen oder der Bildung von Bauherrengemeinschaften.

„Die Leute sind offen für Neues“, weiß die Architektin und Energieberaterin Carola Einberger, die selbst ein Passivhaus bewohnt. Ausgewiesene Fachleute geben darum Hausbesitzern und Bauwilligen praktische Tipps, wie sie Kosten für Strom und Heizung spürbar senken können. Das Interesse an diesen Themen ist nach Einbergers Einschätzung immer noch groß – auch wenn die Heizölpreise derzeit vergleichsweise niedrig sind: „Die Leute haben Grundwissen und fragen ganz explizit.“ Doch Nachhaltigkeit beschränkt sich nicht auf verantwortungsvollen Einsatz von Energie. Darum befassen sich die Bauherrentage auch mit Streuobstwiesen, Krautgärten und begrünten Dächern. Über Umgang mit Denkmälern dreht sich die Podiumsdiskussion am Sonntagabend zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung.

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