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Friedberg

24.12.2020

Friedberger Autorin: Ein Erstlingswerk mit Turbulenzen

Auch die Friedberger Autorin Heidemarie Brosche hat die Folgen der Pandemie zu spüren bekommen.
Bild: Peter Stöbich (Archivfoto)

Plus Heidemarie Brosche aus Friedberg hat ihren ersten Roman für Erwachsene veröffentlicht. Warum das mit besonderen Schwierigkeiten verbunden war.

Auch Autoren haben es in der Corona-Krise nicht leicht. Das musste Heidemarie Brosche aus Friedberg erfahren, als sie ihren neuen Roman auf den Markt bringen wollte.

"Schuhhimmel mit Turbulenzen" heißt ihr 250 Seiten starkes Taschenbuch, mit dem sie sich auf ein neues Feld der Literatur wagt. "Das ist mein erster Roman für Erwachsene", sagt die Schriftstellerin. Bekannt geworden ist sie durch zahlreiche Kinder- und Jugendbücher sowie pädagogische Ratgeber für Erwachsene.

Woher Heidemarie Brosche die Idee zu dem neuen Buch hat

Wie kam sie auf die Idee, nach vielen Erfolgen etwas ganz Neues auszuprobieren? "Das war bei einem Friseurbesuch, als wir uns über die Eberhofer-Krimis von Rita Falk und darüber unterhalten haben, wie Insider-Wissen eine Erzählung spannend macht." Auf dem Heimweg überlegte Brosche, welche eigenen Themen sie literarisch verarbeiten könnte. "Da ist mir meine Nichte eingefallen, die in meiner Heimat Neuburg an der Donau ein Geschäft namens Schuhboutick hat."

Das war vor zwei Jahren. Während der Sommerferien entwickelte sie dann ihre liebenswerte Geschichte vom Schuhhimmel, dessen Inhaberin gegen die Online-Konkurrenz kämpft und dem Studenten Max begegnet. Die Suche nach einem Verlag gestaltete sich schwierig, erzählt die Autorin, "aber heuer ist der Roman schließlich im Verlag 26|books erschienen, der mich von Anfang an in Aufmachung, Layout und Cover-Entwicklung mit einbezogen hat".

Alle Lesungen der Friedberger Autorin abgesagt

Aber wie soll man Leser auf ein neues Werk aufmerksam machen, wenn die Corona-Pandemie sämtliche Werbemaßnahmen verhindert? "Neben den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig sind auch alle meine geplanten Lesungen abgesagt worden!" Neuerscheinungen von kleinen Verlagen hätten es auf dem Markt ohnehin schwer, sagt Brosche. "Und viele Buchhändler sind mit dem Einkauf von Novitäten vorsichtig geworden und verlassen sich lieber auf bekannte Namen."

Ein weiteres Problem: Aufgrund der Pandemie-Beschränkungen gehen weniger Leute zum Stöbern in Buchhandlungen, außerdem haben sie mit Heimarbeit und Kinderbetreuung auch weniger Zeit zum Lesen. Brosche: "Dazu kommt, dass Bücher wegen Corona teils wochenlangen Lieferverzug hatten." Und weil Neuerscheinungen oft auf die Jahre 2022/23 verschoben sind, bleiben die üblichen Autoren-Vorschüsse aus.

Ein Schuhgeschäft spielt eine wichtige Rolle im neuen Buch von Heidemarie Brosche aus Friedberg.
Bild: Maja Hitij, dpa (Symbolbild)

Die vielen Widrigkeiten des Lebens spielen auch im "Schuhhimmel" eine Rolle, in dem zwischen dem 18. und 30. September recht spannende, aber auch humorvolle Dinge passieren. Dass die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive eines jungen Mannes und zweier Frauen erzählt wird, macht den Roman reizvoll und abwechslungsreich.

Der Leser nimmt teil am Geschehen

Es gibt im Buch keine Kapitelüberschriften, sondern nur Zeitangaben, wobei die Tage dann letztlich doch zwölf große Abschnitte bilden, unterteilt durch Uhrzeiten von morgens bis abends. Das bringt relativ kurze Einheiten, und durch die geschickte Verflechtung von Personen und Zeit nimmt der Leser teil am alltäglichen Geschehen aller drei Personen. Ehe, Mutterschaft und Beruf sind die Themen, mit denen sich die Besitzerin des "Schuhhimmels" mehr und mehr ehrlich auseinandersetzen muss, um letztlich zu erkennen, was sie aufs Spiel gesetzt hat.

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