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Friedberger Bahnhofstraße: Da hilft auch kein Feng Shui

Friedberger Bahnhofstraße: Da hilft auch kein Feng Shui
Kommentar Von Thomas Goßner
29.02.2020

Plus Anlieger warten darauf, dass die Friedberger Bahnhofstraße endlich aufgewertet wird. Die Ursachen für den Stillstand liegt in den Köpfen der Politik.

Es herrscht ein fast schon resignierter Ton bei den Anliegern der Friedberger Bahnhofstraße: Seit eineinhalb Jahren warten sie darauf, dass ihre Straße – eine der Hauptverkehrsachsen in der Innenstadt und früher einmal auch eine gute Adresse für Geschäfte – endlich aufgewertet wird. Und nun soll sich die Fertigstellung noch einmal verzögern.

Nur zur Erinnerung: Die Umgestaltung der Ludwigstraße ging 2008 innerhalb von sieben Monaten über die Bühne. Auch bei diesem Projekt wurden Wasser- und Abwasserrohre sowie weitere Versorgungsleitungen neu verlegt, bevor anschließend das Pflaster kam. Warum war dort möglich, was in der Bahnhofstraße nicht geht?

Vermutlich hätte der damalige Stadtrat mit seiner CSU-Mehrheit nicht akzeptiert, wenn ein wichtiges städtebauliches Projekt immer weiter hinausgeschoben und verzögert worden wäre. Damals empfand man schon eine Dauer von sechs Jahren zwischen Planungsbeginn und Einweihung der umgestalteten Ludwigstraße als lang.

Friedberger Bahnhofstraße: Da hilft auch kein Feng Shui

Bahnhofstraße Friedberg: Endlose Diskussionen

Heute nehmen es die Kommunalpolitiker achselzuckend zur Kenntnis, wenn immer weitere schlechte Nachrichten zu Kosten und Bauzeitenplan zu hören sind. Stattdessen gibt es endlose Diskussionen um die Treppenanlage zum Bahnhof und den eigenmächtigen Straßenausbau durch Bürgermeister Roland Eichmann, die mangels Entschluss- und Durchsetzungskraft allesamt ausgehen wie das Hornberger Schießen.

Man fühlt sich bei der Bahnhofstraße an die Worte von Kommunalreferent Wolfgang Basch zur Sanierung des Friedberger Schlosses erinnert. Er habe über die Jahre viele Baumaßnahmen begleitet. Es habe aber wenige Projekte gegeben, die sich so gewehrt und so viele Emotionen geweckt hätten.

Damals gab die Stadt bekanntlich ein 5000 Euro teures Gutachten bei einer zweifelhaften Feng-Shui-Beraterin in Auftrag, die negative Energien in dem alten Gemäuer aufspüren und unschädlich machen sollte. Selbst der Hund des Bürgermeisters wurde ja angeblich unruhig, sobald er das Schloss betrat.

Ob es geholfen hat, weiß man nicht. Man darf aber annehmen, dass im Fall der Bahnhofstraße auch solche medialen Kräfte nicht weiterführen würden. Die Ursachen des Stillstands liegen nicht im Untergrund des Straßenzugs, sondern in den Köpfen der Politik.

Lesen Sie dazu unsere Berichte:

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Die Diskussion ist geschlossen.

01.03.2020

Ach so, das zweifelhafte Gutachten war schuld daran, dass sich die Renovierung des Friedberger Stadtschlosses so lange hingezogen hat? Ja, dann. Gut, dass Sie nochmal daran erinnert haben Herr Goßner. Falls es vor der Wahl jemand vergessen haben sollte. ;-)

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01.03.2020

Hallo Herr Gossner,

Als Ex-Friedberger verwundern mich Ihre mehlmals in der Woche erscheinenden Kommentare immer mehr. Egal zu welchem Thema, Sie scheinen für das schöne Friedberg nur Verachtung zu haben, Sie machen die Lokalpolitiker verächtlich und scheinen dem Bürgermeister grundsätzlich Unfähigkeit zu unterstellen bzw. so etwas wie Hass auf ihn zu schieben.
Den Finger in die Wunde legen, ja bitte. Aber auch das geht mit einem geweissen Mass an Fairness.

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