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Friedberg

22.09.2020

Islandpferd Födur steht Modell beim Kinderkulturtag in Friedberg

Da steht ein Pferd auf dem Flur – beziehungsweise im Raum. Beim Kinderkulturtag beschäftigten sich Kinder kreativ mit Islandpferd Födur.
Bild: Edigna Menhard

Plus Beim Kinderkulturtag lernen Mädchen und Jungen bei Rose Maier Haid in der Friedberger Kunstschule, wie ein Pferd aussieht und sich bewegt.

Selbstbewusst präsentiert sich die 18-jährige Födur den Friedberger Kunstschülern. Das Model schüttelt freundlich ihre blonde Mähne und genießt es sichtbar, im Rampenlicht zu stehen – auch wenn ihre behaarten Beine ein klein wenig kurz sind und sie wohl ziemlich Hunger hatte. Doch zum Glück steht für das Islandpferd ein großer Sack Heu bereit, an dem es sich genüsslich satt fressen kann.

Die vierbeinige Schönheit ist dieses Jahr Mittelpunkt des Kinderkulturtags, den Rose Maier Haid zum 31. Mal organisiert. „Ich möchte mit diesem Event die Kinder so früh wie möglich für die Kunst gewinnen“, erläutert die Gründerin der Friedberger Kunstschule ihre Motivation.

Kinderkulturtag: Unterstützung vom Islandpferdehof Lechleite in Friedberg

Unterstützung bekommt sie nicht nur von vielen freiwilligen Helfern und der Stadt Friedberg, die sich finanziell beteiligt, sondern auch von Sebastian Frisch, Inhaber des Islandpferdehofs Lechleite, der als Hauptattraktion die lammfromme Födur in das Atelier schickt.

„Die Kinder dürfen das Pferd erleben, studieren, zeichnen, füttern und bewundern“, sagt Rose Maier Haid. Brav steht dieses in einem mit Kreide eingezeichneten Sicherheitsabstand vor der weißen Wand. „Normalerweise sieht man ein Tier in seiner Umgebung, auf einer Wiese, neben einem Baum, am Acker. In einer Galerie ist jetzt aber alles hell. Da kann man genau beobachten, wie da s Bein geformt ist, wie der Po hochgeht – die Wahrnehmung ist von nichts abgelenkt“, ergänzt sie.

Kinderkulturtag Friedberg
Video: Edigna Menhard

Die Kinder in der Altersklasse zwischen sechs und zwölf Jahren positionieren sich in Malkitteln aus alten Männerhemden auf Kissen am Boden um das Pferd – im ausreichenden Abstand untereinander und mit Nasen-Mund-Schutz.

Wegen Corona ist der Andrang beim Kinderkulturtag in Friedberg nicht ganz so groß

Dieses Mal sei es aufgrund von Corona nicht ganz so voll wie sonst, erklärt die Leiterin der Kunstschule. Bevor es dann mit dem Zeichnen losgeht, bespricht sie noch mit den jungen Kreativen die Anatomie des Tieres. Mia Schmidl vom Pferdehof Lechleite, die Födur begleitet, unterstützt sie dabei und zeigt etwa, wo beim Vorderfuß der Ellbogen ist, wo die Oberschenkel und Sprunggelenke sind, wo am Rücken der Widerrist und die Kruppe zu finden sind.

Ein Pferd ziert nicht nur das Titelblatt des neuen Kunstschulprogramms, ein Pferd kam auch zum Kinderkulturtag.
Bild: Manuel Nitzschner

Dann legen die Kinder konzentriert los: Zuerst skizzieren sie mit Kohle das Tier auf einem circa DIN A3 großen Stück Pappe. „Zeichnet ganz groß, ganz großzügig“, leitet Rose Maier Haid ihre Schüler an. Sie erzählt, dass Kinder die Angewohnheit haben, immer zuerst zu klein zu malen. Später können die jungen Künstler dann ihre Kohlezeichnungen noch mit Farben ausgestalten. Staffeleien stehen bereit. Auch hier wird ihnen vorab noch genau beschrieben, wie sie die Farben auftragen und mischen können.

In der Friedberger Kunstschule laufen wieder die Kurse

Die Kinder zeigen sich äußerst wissbegierig und hoch motiviert –so gibt es viel zu erklären für Rose Maier Haid und ihre Helfer. Und am nächsten Tag geht es gleich weiter. Denn seit dieser Woche ist die Friedberger Kunstschule wieder geöffnet. „Nun können Kinder ab vier Jahren und Erwachsene wieder zeichnen, bauen, erfinden, gipsen, collagieren, Prägedrucke erarbeiten, mit unterschiedlichen Farben malen, aquarellieren, experimentieren, Theater spielen“, freut sich die Kunstschulinhaberin. Der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt, sagt sie und hat selbst schon eine neue Idee: „Ich hätte gerne zu einem der nächsten Kinderkulturtage eine Giraffe hier. Platz nach oben habe ich ja in meinem Atelier“, scherzt sie.

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