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Dasing

01.07.2013

Karl-May-Festspiele: Erbschaftsstreit im wilden Westen

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Da schauen die Indianer: Matthias M. als Winnetou (links), Fred Rai und Regisseur Peter Görlach bei der Generalprobe (mittleres Bild) und unbekannter Indianer (rechts).

Die Premiere der diesjährigen süddeutschen Karl-May-Festspiele fand vor ausverkauften Zuschauerrängen statt.

Vor ausverkauftem Haus ist am Wochenende die Premiere der diesjährigen Süddeutschen Karl-May-Festspiele über die Bühne gegangen. Gespielt wird heuer das Stück „Halbblut“, in dem Intendant Fred Rai als Bösewicht zu sehen ist. Knappe drei Stunden bieten über 80 Mitwirkende, 25 Pferde und diesmal auch ein Hund Spannung, Humor und temporeiche Kampfszenen.

Mittelpunkt der Handlung ist die Hazienda del Caballero. Nach dem Tod des langjährigen Besitzers treten einige zweifelhafte Erben auf. Auch der zwielichtige Geschäftsmann Diego de la Varga, der sich das Anwesen und die dazugehörende Goldmine „Bonanza of Hoaka“ unter den Nagel reißen will. Den Schurken gibt einmal mehr Fred Rai selbst. Für die Besetzung der wichtigsten Rollen hat der Festspiel-Intendant auf das bewährte Team zurückgegriffen. Matthias M. verkörpert wieder den Apachenhäuptling Winnetou und der österreichische Schauspieler Helmut Urban, der voriges Jahr in Dasing sein Debüt gab, ist wieder als Old Shatterhand mit von der Partie.

Die Blutsbrüder stehen dieses Mal vor der fast unlösbaren Aufgabe, Diego de la Varga das Handwerk zu legen und den rechtmäßigen Erben zu ihrem Besitz zu verhelfen. Schwierigkeiten macht ihnen auch noch der Halbblut-Indianer Ik Senanda. Regisseur Peter Görlach hat dieses Mal die Titelrolle übernommen. Als von seinem Stamm Verstoßener hat er sich mit den weißen Banditen verbündet. Als rechtmäßige Erbin gilt zunächst Adele Timpe. Nach einem Jahr Spielpause ist heuer Angela Fürstin Fugger wieder mit von der Partie.

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Es kommt alles anders als erwartet. Die Kinder des Hazienda-Besitzers werden ausfindig gemacht. Das Sklavenmädchen Elena (Zoe Howard) wird schließlich Haupterbin. Bis es allerdings so weit ist, hat Senorita Cravallo, die Verwalterin der Hazienda einiges zu tun. Auch die resolute Rosita (Petra Laschner) findet bei ihr Zuflucht. Pablo Cortejo, der Nachlassverwalter (Volker Waschk) steht etwas zwischen den Fronten.

Wesentlichen Anteil an der Handlung hat der Stamm der Komantschen mit Häuptling Ketah-Homascha (Marco Mayer) und dessen Sohn Tosawi (Björn Trenner).

Für humoristische Einlagen sorgen Michael Englert als schrulliger Künstler Kasimir Obadja Timpe und Peter Winklmeier als gestandener Bayer in Lederhosen, Franz-Josef Timpe. Karl Mays Motive Freundschaft, Liebe und Völkerverständigung spielen auch im diesjährigen Stück „Halbblut“ eine wichtige Rolle, sodass wie gewohnt das Gute siegt.

Fred Rai hatte zur Premiere, wie immer, bekannte Schauspieler eingeladen, unter anderem Claus Biederstaedt, der tags zuvor seinen 85. Geburtstag feierte. Stargast war in diesem Jahr die Schauspielerin und Sängerin Dunja Rajter. Vor 50 Jahren schaffte sie mit dem Film „Winnetou I“ und bald danach mit „Unter Geiern“ ihren Durchbruch. Dr. Thomas Goppel, Staatsminister a. D., übernahm auch heuer wieder die Schirmherrschaft. „Halbblut“ ließen sich auch Eduard Oswald, der Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Landrat Christian Knauer und zahlreiche Bürgermeister aus dem Landkreis nicht entgehen.

Im nächsten Jahr wird Jubiläum gefeiert. Dann gehen die zehnten Karl-May-Festspiele über die Bühne.

Spielzeiten Heuer wird bis zum 15. September gespielt. Die Vorstellungen beginnen samstags um 16 und 20 Uhr und sonn- und feiertags um 17 Uhr. Infos unter www.karlmay-festspiele.de

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