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Gemeinderat Mering

19.01.2010

Kindergartengebühren sollen steigen

Gestiegene Personalausgaben im Kindergarten- und Krippenbereich macht Bürgermeister Hans-Dieter Kandler (SPD) dafür verantwortlich, dass Gebührenerhöhungen anstehen. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag soll darüber abgestimmt werden, in welcher Höhe. Von Eva Weizenegger

Mering Gestiegene Personalausgaben im Kindergarten- und Krippenbereich macht Bürgermeister Hans-Dieter Kandler ( SPD) dafür verantwortlich, dass Gebührenerhöhungen anstehen. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag soll darüber abgestimmt werden, in welcher Höhe.

Die Verwaltung schlägt zwei Varianten vor. In der ersten Variante werden alle Kategorien um zehn Euro erhöht. Die moderatere Variante zwei sieht vor, dass die Gebühren erst ab einer Buchungszeit von fünf Stunden täglich um zehn Euro steigen sollen.

Nicht angetastet werden soll der Nachlass von 20 Prozent, wenn drei oder mehrere Kinder einer Familie einen gemeindlichen Kindergarten besuchen. Die Elternbeiräte der gemeindlichen Kindergärten und der Krippe wurden bereits in einem Schreiben davon unterrichtet und konnten dazu ihre Stellungnahmen abgeben. "Nach meinen Informationen zeigen die Elternbeiräte Verständnis, sie schlagen teilweise aber eine moderatere Erhöhung um fünf Euro monatlich vor", sagte Kandler im Gespräch mit unserer Zeitung. Dies sei aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. "Ich bin dafür, dass wir lieber jetzt einmal erhöhen und dann wieder für die nächsten Jahre die Gebühren gleich bleiben lassen, als wenn wir in zwei Jahren wieder darüber diskutieren", sagte Kandler. Zehn Euro müssten sein, damit der Betreuungsschlüssel von einer Erzieherin auf 10,5 Kinder erhalten bleiben könne. Gesetzlich vorgeschrieben sei ein Betreuungsschlüssel von einer Erzieherin auf 11,5 Kinder. "Die Erhöhung der Gebühren ist doch nur notwendig, damit wir die hohe Qualität auch halten können, und die kommt doch wieder den Kindern zugute", bat der Bürgermeister um Verständnis.

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Bei insgesamt derzeit 233 zu betreuenden Kindern in den gemeindlichen Einrichtungen und einer Gebührenerhöhung von zehn Euro für alle Buchungskategorien macht das für 2010 Mehreinnahmen von 20970 Euro aus. Die Gebühren würden heuer erst ab März erhöht. Ab 2011 steige der Betrag auf 25 630 Euro an, da dann elf Monate abgerechnet werden könnten.

In Augsburg und München seien die Gebühren um einiges höher. Mering sei durchaus "moderat", wenn es um Kindergartengebühren gehe. Zudem decken die Elternbeiträge lediglich 20 Prozent der tatsächlichen Kosten. Ein Vergleich der Kindergartengebühren innerhalb des Landkreises macht jedoch deutlich: Mering gehört neben Friedberg zu den Spitzenreitern. Nach den derzeit beim Jugendamt in Aichach vorliegenden Zahlen werden zum Beispiel in Kissing bei einer Buchungszeit von sieben bis acht Stunden 87 Euro im Monat verlangt, in Pöttmes sind es 70 Euro und in Mering fallen derzeit noch 90 Euro monatlich an. Kandler nimmt für die Erhöhung aber auch die Bundesregierung in die Pflicht: "Die Bundesregierung nimmt den Kommunen immer mehr Geld weg und wir sind dann die Bösewichte, wenn wir unsere Kosten an die Bürger weitergeben." Für die Eltern sieht das Gemeindeoberhaupt die angestrebte Erhöhung nicht allzu dramatisch: "Die Eltern haben seit Januar durch das gestiegene Kindergeld mehr zur Verfügung."

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