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Ried

19.11.2019

Lebensqualität Ried: Aktive Gemeindepolitik ist ihr Anspruch

Mit Robert Guha (vorne), Claudia Mayer, Markus Schöning (zweite Reihe rechts), Ulrich Wolter (dritte Reihe links) Jörg Brink und Rudolf Korbelar (hinten) tritt die Lebensqualität Ried bei der Kommunalwahl 2020 an.
Bild: Christine Hornischer

Bei der Lebensqualität Ried steht nun die Kandidatenliste. Ingo Lanius tritt nächstes Jahr nicht mehr an und nennt dafür seine Gründe.

Die Lebensqualität, die bisher mit zwei Kandidaten im Rieder Gemeinderat vertreten war, tut sich hinsichtlich der Kommunalwahl 2020 mit einer neuen Mannschaft hervor. Ingo Lanius kandidiert nicht mehr. Er begründet seinen Rückzug: „Insgesamt drei mal sechs Jahre aktive Gemeinderatsarbeit für die Gruppierung ’Ländliches Wohnen’ sowie für die ’Lebensqualität Ried’ sind ein guter Grund, den Staffelstab weiterzugeben.“. Und er sagt: „Mit 72 Jahren wäre ich als gewählter Gemeinderat bis zum 78. Lebensjahr tätig, wahrlich nicht das richtige Alter für eine Gemeinderatsarbeit.“ Auch wird die „Lebensqualität Ried“ bei dieser Gemeinderatswahl keinen Bürgermeisterkandidaten aufstellen. Erstens will die Vereinigung nur dann einen Kandidaten aufstellen, wenn dieser auch eine realistische Wahlchance hätte. Und zweitens sollte es nach Ansicht der Gruppierung bei den Gemeinderäten und Bürgermeisterkandidaten weniger auf die politische Farbe, sondern auf den persönlichen Einsatz und die Kompetenzen ankommen. Mit Robert Guha, Facharzt für Allgemeinmedizin, steht nun ein Mann an der Spitze der Kandidaten, der nicht nur in Mering aufgewachsen und dort verwurzelt ist, sondern auch als Hausarzt in Ried- Baindlkirch niedergelassen ist. Nach ihm folgt Claudia Mayer, die bisher mit Ingo Lanius im Gemeinderat war und sich dort schon „heimisch“ fühlt. Die Verwaltungsleiterin lebt zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Baindlkirch. In einer, wie die 48-Jährige sagt „attraktiven Gemeinde, einer ländlichen Lage zwischen zwei Großstädten.“ Ihre Überzeugung: „Attraktivität und Lebensqualität unserer Gemeinde zu erhalten und auszubauen muss der Anspruch einer aktiven Gemeindepolitik sein“. Die „Lebensqualität Ried“ sieht die Gemeinderatsarbeit als einen Gestaltungsauftrag an. Deshalb wollen sich die Kandidaten aktiv mit eigenen Vorschlägen in die gemeinsame Ratsarbeit einbringen. „Alleiniges Abstimmen über vorgegebene Tagesordnungspunkte ist uns zu wenig“, sagt der Vorsitzende. Er und seine Gruppierung sehen Gemeinderatsarbeit als eine zielorientierte, konstruktive und - wenn notwendig - eine kritisierende Zusammenarbeit mit den Gemeinderatskollegen der anderen Fraktionen, dem Bürgermeister und der gesamten Gemeindeverwaltung an. „Wir stehen für ein aus Zielen abgeleitetes, aktives Entscheiden und lehnen ein Entscheiden aus Sachzwängen ab“, sagt Guha überzeugt. Die Entscheidungen der Lebensqualität werden auf den Grundlagen des Leitbildes und des Gemeindeentwicklungsplans Ried 2030 getroffen. Für die Kandidaten sehr wichtig ist, dass sie nicht nur für das Heute, also eine Wahlperiode, entscheiden, sondern auch darüber hinaus. Deshalb sind langfristige Themen und Perspektiven ihr Anliegen. Als Beispiel nennt die Gruppierung die Rieder Verkehrspolitik. Die Umgehungsstraße beherrscht momentan die Gemüter der Räte. Der neue Gemeinderat sollte diese Arbeit fortsetzen. „Wir bringen uns weiterhin für eine lebenswerte Verkehrspolitik in Ried aktiv ein.“

Das sind die Kandidaten der Lebensqualität Ried

Robert Guha, Allgemeinmediziner. Der 57-jährige Vater zweier Söhne ist seit der Gründung der Lebensqualität im Jahr 2014 bei der Gruppierung dabei und ist deren Vorsitzender. Claudia Mayer, Verwaltungsleiterin. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Baindlkirch. Markus Schöning, leitender Angestellter. Er ist in Mering St.-Afra aufgewachsen, lebt seit 2001 mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Ried. Seit 1998 ist er bei den Stadtwerken München beschäftigt. Rudolf Korbelar, Rentner. Der Vater zweier erwachsener Söhne engagiert sich für den Tennisclub Ried. Jörg Brink, leitender Angestellter. will die Zukunft aktiv gestalten: Eine zeitgemäße Interpretation der Gemeindearbeit ist ihm eine Herzensangelegenheit, von daher unterstützt er tatkräftig das Leitbild und den Gemeindeentwicklungsplan Ried. Ulrich Wolter, ehemaliger Luftwaffen-Jet-Pilot. Er wohnt seit 1986 in Ried und ist seit 2014 aktives Mitglied der „Lebensqualität Ried“.

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