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Dasing

11.09.2018

Nächstes Jahr reitet Old Surehand

Für das Gelände der abgebrannten Westerncity soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden.
Bild: Peter Stöbich

Für dieses Jahr sind die Karl-May-Festspiele erst einmal vorbei. Der Veranstalter zieht eine Bilanz der Saison. So soll es mit dem Areal in Zukunft weitergehen

„It’s not over“, es ist noch nicht vorbei, sang Winnetou-Darsteller Matthias Mühlbauer nach der letzten Vorstellung der Karl-May-Festspiele in Dasing. Ein Song mit hoher Symbolkraft, denn tatsächlich wird kommendes Jahr die Veranstaltungsreihe mit dem Stück „Old Surehand“ ab 26. Juli fortgesetzt.

Die wirtschaftliche Basis dafür bildet die soeben zu Ende gegangene Saison, mit der sich Organisator Volker Waschk recht zufrieden zeigt: „Konkrete Zahlen haben wir zwar noch nicht, aber der Zuspruch vieler treuer Fans war sehr erfreulich und ein Ansporn zu neuen Taten!“

Das Team der Westerncity hat 20 Vorstellungen in der Freilichtarena hinter sich, die für Darsteller wie Tiere gleichermaßen anstrengend waren. „Im August war es heiß wie im Brutkasten und eine echte Herausforderung“, stellt Autor und Spielleiter Peter Görlach fest. Er freut sich, dass seine Inszenierung vom „Tal des Todes“ beim Publikum so gut angekommen ist: „So hat sich das enorme Engagement unseres ganzen Teams gelohnt!“

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Gemeinderat steht dem Projekt wohlwollend gegenüber

Mit zum Erfolg beigetragen habe sicher auch das schöne Sommerwetter, so Waschk. „Eine gute Lösung war unsere improvisierte Westernstadt mit geliehenen Holzhäusern.“ Damit auf dem Gelände der im Sommer 2017 abgebrannten Kulissen wieder etwas gebaut werden darf, muss der Dasinger Gemeinderat mit einem Bebauungsplan die rechtlichen Voraussetzungen schaffen; derzeit ist im Außenbereich ein „Sondergebiet Freizeit“ eingetragen.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats gab es jedoch vorerst keinen Beschluss, eine Bauleitplanung auf den Weg zu bringen: Der erste Schritt, um auf dem Areal einen Bebauungsplan aufzustellen und so die Neubauten zu ermöglichen. Zwei Anträge hatte die Westerncity eingereicht: Zum einen für die Bebauung des Bereichs, auf dem die alten Gebäude abgebrannt waren. „Unser Bestreben ist es, das Lebenswerk von Fred Rai weiterzuführen“, hieß es in der Begründung. Der zweite Antrag bezog sich auf das Gelände südwestlich der Westerncity. Laut dem Schreiben sollen dort eines Tages ein Hotel und ein Restaurant entstehen. Weil noch keine konkreten Pläne für die Bebauung vorliegen, machte Martin Asam (CSU) den Vorschlag, zunächst die Entwürfe für das Areal abzuwarten. Am Ende einigten sich Räte einstimmig darauf, einen Bebauungsplan „in Aussicht zu stellen.“

Fokus liegt erst einmal auf weiteren Veranstaltungen

Genaue Pläne hat Waschk zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Was wann entstehen soll, müsse zu einem späteren Zeitpunkt näher geklärt werden. Bei dem Antrag sei es vor allem darum gegangen, auf dem Gelände erst einmal Baurecht zu schaffen. Um dann konkrete Entwürfe auszuarbeiten.

Im Moment sind für Waschk die aktuellen Veranstaltungen aber erst einmal wichtiger: Am heutigen Donnerstag steht in der Westerncity ein Countrymusik-Abend mit Lanny Lanner auf dem Programm. Außerdem gibt es in den kommenden Wochen in Dasing Reitlehrer-Kurse. Dazu ist die Westerncity für Hochzeits- und Weihnachtsfeiern gebucht.

Es ist also noch nicht vorbei im Freizeitpark, mit dem sich der verstorbene Gründer Fred Rai einen Lebenstraum erfüllt hatte. Seine Westernstadt war Mitte vergangenen Jahres ein Raub der Flammen geworden, während die Arena unversehrt blieb; dort gibt es seit 2005 alljährlich Festspiele nach Motiven des Schriftstellers Karl May. (mit maikö)

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