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Mering

16.10.2018

Neue Bocciabahn und mehr Platz für Fahrräder in Mering

Das Freizeitgelände am Meringer Badanger soll noch attraktiver werden. Doch die Nachbarn klagen über Ruhestörung vor allem spätnachts.
Bild:  Josef Stöhr

Die Marktgemeinde Mering investiert in Freibad und Freizeitgelände am Badanger. Doch die Nachbarn in der Josef-Scherer-Straße beschweren sich über zunehmende Ruhestörungen.

Freizeiteinrichtungen sind in der Marktgemeinde sehr gefragt. Sowohl für das Gelände am Badanger als auch beim Freibad soll nachgebessert werden. In der jüngsten Bauausschusssitzung diskutierten darüber die Gemeinderäte.

Zunächst ging es darum, dass einige Bürger sich eine weitere Boccia-Bahn für Mering wünschen. Nach einer Ortsbesichtigung stellte sich heraus, dass das Gelände am Badanger, in der Nähe des Dudek-Eis, mit einer Bahnlänge von 26 Metern und 4,5 Meter Breite möglich ist. Die Kosten dafür liegen, so die Verwaltung, bei etwa 9000 Euro.

Auf die Nachfrage, warum nicht die bestehende Bahn im Lippgarten der Pfarrei Sankt Michael ausreiche, antwortete Kandler: „Dort gibt es eine zeitliche Befristung, die den Spielbetrieb einschränkt.“

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Klaus Becker (Grüne) unterstützte die Errichtung der Anlage und schlug vor: „Da können wir ja dann mit unseren französischen Freunden aus Ambérieu künftig ein Boule-Turnier veranstalten.“

Mehrheit stimmt im Meringer Bauausschuss zu

Georg Resch (CSU) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ihm eine Liste der Anwohner der Josef-Scherer-Straße vorliege, die alle Aktivitäten auf dem Freizeitgelände aufzähle. Zudem auch die Ruhestörungen durch Jugendliche, die „morgens um 3 Uhr dort Ramba Zamba machen“ und sich auf dem Gelände aufhalten. „Wir brauchen hier eine Regelung, wie es auch andere Kommunen haben, damit die Polizei künftig eine Handhabe hat“, forderte Resch.

Kandler erläuterte, dass er zwar kein Freund von einer Beleuchtung sei, über diese aber wohl doch nochmals in diesem Gremium diskutiert werden müsse. „Wenn der Weg entlang der Bahnlinie besser beleuchtet ist, wird er auch nachts mehr frequentiert und damit gibt es weniger Rückzugsmöglichkeiten für die Jugendlichen, die sich dort ungestört treffen wollen“, so Kandlers Überlegungen.

Mit acht zu vier Stimmen stimmten die Räte dem Bau einer Bocciaanlage am Badanger zu.

70 Unterschriften von Bürgern gingen an die Gemeinde, die sich für Fahrradständer am Meringer Freibad aussprachen. Dort herrscht zur Hauptsaison ein heilloses Chaos, die Räder fallen um, stehen kreuz und quer oder werden an den Gartenzäunen der neuerrichteten Doppelhäuser in der Zettlerstraße angekettet. Die Verwaltung schlägt jedoch ein Provisorium vor, denn es stehen umfangreiche Renovierungsmaßnahmen an. Für das Freibad ist eine sechs Meter hohe Lärmschutzwand zu den benachbarten Doppelhäusern gefordert. Auch die Umkleidekabine, WC und Kiosk sollen renoviert werden, um die vom Gesundheitsamt angemahnten Hygienevorschriften zu erfüllen.

Ein Provisorium für die Fahrräder

Die Räder sollten künftig, ähnlich wie am Haltepunkt St. Afra, an einer Holzkonstruktion abgestellt werden können, die entlang der Gartenzäune der Doppelhäuser aufgestellt werden. Dafür werden die Plakatwand abmontiert und zwei Bäume gefällt. Bürgermeister Kandler schlug jedoch vor: „Es hat doch jetzt über 50 Jahre trotz Chaos gut funktioniert, warum sollen wir jetzt ein Provisorium errichten?“

Auch Stefan Enzensberger (CSU) fragte nach: „Wie lange dauert denn das Provisorium?“ Wenn es nur ein oder zwei Jahre sind, dann seien 3500 Euro für den Notbehelf auch viel Geld. Kandler konnte nicht sagen, wie lange die Gemeinde die Renovierungsarbeiten noch hinausschieben könne. „Irgendwann müssen wir da sicher ran.“ Erich Lutz (CSU) bemerkte: „Da freuen sich die neuen Hausbewohner sicher sehr, wenn sie nun zum Freibadlärm auch noch die Fahrräder direkt vor ihrer Nase haben.“ Da sei der Ärger doch vorprogrammiert. Resch schlug vor: „Wenn wir einen Parkplatz auf der rechten Seite des Eingangsbereichs zusätzlich für Fahrräder zur Verfügung stellen, dann ist doch mehr Platz da und vielleicht reicht das schon aus.“

Die provisorischen Fahrradhalterungen wurden mit elf zu zwei Stimmen abgelehnt. Reschs Vorschlag dagegen setzte sich mit sieben zu sechs Stimmen durch.

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