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Arbeitswelt

17.09.2018

Offene Türen zum Traumberuf in Friedberg

Interessante Fachgespräche gab es bei der Jobbörse an den Ständen in der Stadthalle. <b>Foto: Peter Stöbich</b>
Bild: Peter Stöbich

Jobbörse ebnet den Weg ins Arbeitsleben und dient als Orientierungshilfe für Unentschlossene

Friedberg Allen Jugendlichen, die sich mit der Berufswahl schwertun, macht die Friedberger Jobbörse ihre Entscheidung ein ganzes Stück leichter, denn sie dient als wertvoller Wegweiser. Orientierungshilfe und Fachgespräche mit den Ausbildern sowie jede Menge Informationsmaterial gab es am Wochenende in der Stadthalle. In seiner Begrüßung bezeichnete Vizelandrat Manfred Losinger die Veranstaltung als jahrzehntelange Erfolgsgeschichte.

Auch heuer halfen mehr als 40 Aussteller den Schulabgängern dabei, den richtigen Einstieg ins Arbeitsleben zu finden. So war der 17-jährige Thomas Oberhofer aus Friedberg auf der Suche nach passenden Studiengängen, um nach seinem Abitur Maschinenbauingenieur zu lernen. „Mein Gespräch am Stand von Kuka war auf jeden Fall sehr hilfreich“, stellte er fest.

So wie ihm ging es zahlreichen anderen Jugendlichen, die nächstes Jahr aus der Schule kommen und sich rechtzeitig nach einem passenden Ausbildungsplatz umsehen. Ist das Gehalt wichtiger als die Kreativität, soll es Büro oder Werkstatt sein, welche Probleme bringt der Traumberuf möglicherweise? Diese und viele andere Fragen beantworteten die Fachleute an den Ständen von Banken, Bundeswehr, Polizei und einheimischen Firmen wie Federal Mogul, Elektrotechnik Treffler oder Segmüller. „Wir stellen pro Jahr rund 75 Jugendliche in 17 Berufen ein“, sagte Jürgen Jäger, Ausbildungsleiter von Segmüller. Bewerber hätten die Wahl zwischen Fachkraft für Systemgastronomie, Industriekaufmann, Mediengestalter oder Polsterer.

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Aber auch ungeahnte Möglichkeiten gab es im abwechslungsreichen Angebot. So informierten Mitarbeiter des Bistums über den Weltfreiwilligendienst. „Er bietet jungen Frauen und Männern ab 18 Jahren die Chance, für ein Jahr in Übersee mitzuarbeiten“, sagte Sonja Treffler. Ein solcher Einsatz in Chile oder Peru dauert meist ein Jahr, Voraussetzungen dafür sind Gesundheit und Interesse am entwicklungspolitischen Lernen. Ob Hauswirtschafter, Edelsteingraveur, Landschaftsgärtner oder Speiseeishersteller – die jungen Besucher konnten bei der Veranstaltung auch von den Erfahrungen Gleichaltriger profitieren, die sich bereits in der Ausbildung befinden. Die Auswahl im Handwerk ist riesig, es gibt mehr als hundert Berufe von A wie Augenoptiker und Anlagenmechaniker bis Z wie Zahntechniker oder Zweiradmechaniker. An der Augsburger Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung gibt es sogar eine eigene Migrationsklasse für 20 Flüchtlinge.

Dass ein fader Bürojob für ihn nicht infrage kommt, steht für Carsten Bistritzky aus Mering fest. Weil er sich für eine handwerkliche Arbeit interessiert, kam er mit Frederic Schießl von der Handwerkskammer für Schwaben ins Gespräch. Die beiden waren sich einig, dass zum Beispiel Dachdecker ein toller Beruf ist: „Ich bin im Team an wechselnden Einsatzorten unterwegs, immer an der frischen Luft und arbeite mit unterschiedlichen Werkstoffen“, schilderte Schießl die Vorzüge.

So öffnete sich in der Stadthalle für manche Besucher die Tür zum künftigen Traumberuf. Die Möglichkeiten, Karriere zu machen, sind so vielfältig und unterschiedlich wie die Begabungen der Jugendlichen. Den Start ins Berufsleben erleichtert ihnen auch die Bundesagentur für Arbeit mit einer ausführlichen Broschüre, die viele nützliche Adressen, Checklisten und Tipps enthält.

Immer wichtiger wird die Verzahnung von Schule und Wirtschaft. So unterhält das Gymnasium Friedberg eine Schulpartnerschaft mit der Forum Media Group in Merching, die Mittelschule Friedberg kooperiert mit Federal Mogul und die Konradin-Realschule unterhält Beziehungen zu Voxeljet.

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