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Bürgerversammlung in Ried

22.11.2018

Rieds Mitte ist jetzt preisgekrönt

Der Supermarkt ist das Herzstück der neuen Rieder Ortsmitte. Er eröffnete dieses Jahr im August. Jetzt bekommt die Gemeinde für die Gestaltung von Gebäude und Vorplatz einen Preis.
Bild: Gönül Frey (Archiv)

Vor vollem Haus in Hörmannsberg berichtet Erwin Gerstlacher über die Projekte in der Gemeinde. Neben dem neuen Supermarkt gibt es viele weitere Fortschritte.

Viel zu erzählen hat Rieds Bürgermeister Erwin Gerstlacher bei den Bürgerversammlungen, die er derzeit in allen Ortsteilen abhält. Denn in der Gemeinde rührt sich unheimlich viel. So berichtete er diese Woche im gut gefüllten Hörmannsberger Schützenheim über den erfolgreich abgeschlossenen Bau des Supermarkts, die mit Hilfe von Fördermitteln neu gestaltete Hörmannsberger Ortsmitte und das erst vor kurzem beschlossene Vorhaben eines Bürgerbusses.

Edeka in Ried: Für Gebäude und Vorplatz gibt es einen Preis

Prämierung Die neue Rieder Mitte ist das größte Einzelprojekt der vergangenen Jahr. Die Eröffnung des Edekas im Sommer war ein großer Moment. Nun gibt es dafür noch einmal eine offizielle Anerkennung. So habe die Gemeinde Ried mit dem Supermarkt und dem zugehörigen Dorfplatz beim Gestaltungswettbewerb „Besser bauen im Wittelsbacher Land“ mitgemacht und sei prämiert worden. Ziel des Gestaltungswettbewerbes war es gewesen, beispielhaft gestaltete Gebäude und Außenräume auszuzeichnen. Das sollte zugleich eine öffentliche Anerkennung für das erfolgreiche Zusammenwirken von Bauherren, Planer und Fachleuten sein. Die Verleihung findet am 5. Dezember statt.

Hörmannsberg hat an Einwohnern verloren

Einwohnerzahlen Mit 401 Einwohnern hat Hörmannsberg leicht verloren – 2017 waren es noch acht mehr. Trotzdem liege man – die ganze Gemeinde Ried betrachtend – an 14. Stelle von 24 Kommunen im Landkreis und werde wegen des neuen Baugebietes in Baindlkirch noch weiter zulegen. „Es ist aber nicht mein Ziel, ein Baugebiet nach dem Anderen auszuschreiben“, sagte Erwin Gerstlacher lachend.

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Haushalt Den Haushalt betreffend konnte das Gemeindeoberhaupt Erfreuliches berichten. Dieser schließt insgesamt mit rund 16 Millionen Euro. Dies bedeute im Vergleich zu 2017 eine Steigerung von drei Millionen. „Mit 1,1 Millionen Gewerbesteuereinkommen ist Luft nach oben“, freute sich Gerstlacher. Im Verwaltungshaushalt seien die Kosten wegen des Personals gestiegen. Der Bürgermeister erklärte, dass das wegen der exzellenten Kinderbetreuung nötig gewesen sei. „Kinderbetreuung bedeutet immer ein Defizit“, wusste Gerstlacher, der sich mit 26 Pflegekräften über einen sehr guten Betreuungsschlüssel freuen darf.

Baumaßnahmen Der Bürgermeister berichtete stolz, dass die Baumaßnahme am Rieder Rathaus (wir berichteten) bereits im Frühjahr des nächsten Jahres beginnen soll. Der Anbau am Kinderhaus Ried wurde im August fertiggestellt. Schon jetzt befinde sich die vierte Gruppe darin und das Kinderhaus sei voll belegt, freute sich Gerstlacher.

Kindergarten und Schule Wie im vergangenen Jahr stand wieder der Kindergarten in Baindlkirch auf der Agenda. Soll er erweitert werden oder nicht? Besteht Kapazität? Gerstlacher bejahte diese Frage. 2017 war die Erweiterung wegen mangelnden Bedarfs noch zurück gestellt worden. Jetzt sehe die Lage anders aus. „Schubladenfertige Pläne liegen ja vor“, so das Gemeindeoberhaupt. Der Anbau an die Schule in Ried hätte 2,5 Millionen Euro an Kosten verursacht, so Gerstlacher. Gut 1 Million Euro davon seien gefördert worden. „Das ist ein sehr gelungenes Projekt“, freute sich der Bürgermeister. In den letzten sieben oder acht Jahren seien mehr als fünfeinhalb Millionen Euro in die Schule geflossen, so Gerstlacher weiter.

Bürgerbus in Ried für mehr Mobilität

Ortsmitte Hörmannsberg Die Gemeinde hat für die Neugestaltung der Ortsmitte in Hörmannsberg eine Förderung von rund 190000 Euro erhalten. „Das Förderprogramm hatte aber sehr strenge Auflagen“, erklärte Bürgermeister Erwin Gerstlacher. So seien der Kletterfelsen und der Trinkbrunnen aus der Förderung gestrichen worden.

Dorferneuerung Baindlkirch Für die geplante Dorferneuerung in Baindlkircher soll im März 2019 für alle interessierten Bürger eine Auftaktveranstaltung stattfinden.

Bürgerbus Im Oktober wurde im Gemeinderat der Entschluss gefasst worden, einen sogenannten Bürgerbus ins Leben zu rufen. Dieser sei für Senioren, Schüler und Vereine gedacht. Damit ermögliche Ried Mobilität auf dem Land vor allem für Ältere, die nicht mehr selbst mit dem Pkw unterwegs sind, sagte Gerstlacher: „Das ist eine kreative Art, dem demografischen Wandel zu begegnen – damit der Alltag in unserer schönen Region lebenswert und beweglich bleibt.“

Gemeinde-Homepage Abschließend verkündete er, dass der neue Internet-Auftritt der Gemeinde Ried bis Weihnachten online gehen soll. Man habe den veränderten Datenschutz zum Anlass genommen, noch mehr Informationen und Übersichtlichkeit auf die Seiten zu bringen.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Raser und Regenwasser beschäftigen die Hörmannsberger.

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