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Ehrung in Kissing

14.06.2018

Sie helfen Leben retten

Kissings Erster Bürgermeister Manfred Wolf (Mitte), Hans-Jürgen und Bärbel Pflügel vom Ortsverband des Bayerischen Roten Kreuzes (rechts und links außen) ehrten die häufigsten Blutspender der Gemeinde bei einem persönlichen Empfang im Rathaus.
Bild: Heike Scherer

Kissing ehrt die  treuesten Blutspender. Einer hat bereits im Alter von 17 Jahren begonnen.

Die Gemeinde Kissing steht im Landkreis Aichach-Friedberg mit seinen Blutspendern an erster Stelle und dankt ihnen als einzige jährlich mit einem persönlichen Empfang. Bürgermeister Manfred Wolf hatte acht Blutspender, die sich durch ihre häufige Beteiligung beim Blutspenden des Bayerischen Roten Kreuzes verdient gemacht hatten, eingeladen, aber nur sechs kamen zum Empfang ins Rathaus.

Die Gäste erhielten nicht nur eine Urkunde, eine goldene Nadel und ein Geschenk vom Kreisverband des Roten Kreuzes, sondern noch eine Überraschung des Bürgermeisters wie eine Kissinger Kaffeetasse, ein Buch vom Bayerischen Hiasl oder einen Wein mit einem Gutschein „Der Kissinger“ als Erinnerung an diesen besonderen Abend. „Ich freue mich, dass ich diese Ehrung bereits zum 20. oder sogar schon zum 22. Mal durchführen darf. Ich danke ihnen, dass sie durch ihre Blutspenden das Leben von Erkrankten oder Unfallopfern retten“, sagte Wolf in seiner Ansprache.

Der zweite Vorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes Hans-Jürgen Pflügel erläuterte die Bedeutung von Blutspenden. Täglich würden in Bayern 2000 Blutspenden benötigt, wofür 4500 Termine und 15000 ehrenamtliche Helfer im Jahr nötig seien. Obwohl 94 Prozent der Bevölkerung Blutspenden wichtig fänden, spenden nur 7 Prozent wirklich, ergab eine Studie der deutschen Ärztegesellschaft im Auftrag der Regierung. Der Hauptanteil des Blutes in Höhe von 19 Prozent werde für Krebserkrankte benötigt, es folgen Herz- und Magen-Darmerkrankungen mit jeweils 16 Prozent. Erst an dritter Stelle stehen Unfallverletzungen.

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Aber auch bei Leber- und Nierenerkrankungen, bei Blutarmut oder Blutkrankheiten, bei Knochen- und Gelenkerkrankungen oder bei komplizierten Geburten werde Blut benötigt. Pflügel berichtete, dass das Blut zuerst in München im Labor untersucht werde, bevor es nach Wiesentheit bei Würzburg gesandt und schockgefroren werde. „Als Blutspender retten sie das Leben von Menschen und deswegen schätzen wir sie alle sehr wert“, dankte er den Gästen. Er erzählte von einem Zeitungsbericht in der Friedberger Allgemeinen. Dieser handelte von einem schweren Verkehrsunfall in der Region vor etwa drei Monaten, bei dem einem Kind durch eine direkte Blutspende eines Passanten das Leben gerettet wurde.

125 mal hatten Franz Baier und Thomas Albrecht Blut gespendet. Baier hatte sich bereits im Alter von 17 Jahren von einem Arbeitskolle-gen überzeugen und mitnehmen lassen und spendet Blut, so oft es ihm möglich ist. Albrecht begann im Jahr 1974, als er bei der Bereitschaftspolizei zu arbeiten anfing. Auf 75 Blutspenden in 25 Jahren brachte es Sven Lasota, der gerne Menschen helfen möchte. 50 mal spendeten Ernst Santa und Isolde Haupt. Da sie gerne verreise, sei sie aber im Anschluss einige Monate für Spenden gesperrt, erklärte Haupt. Markus Pfister, Ulrike Abel und Christine Möller spendeten 25 mal. Anwesend war aber nur Markus Pfister, der im Alter von 18 Jahren mit seinen Schulkameraden begann. „Blutspenden ist einfach und man kann damit Gutes tun. Auch meine Frau geht oft mit“, verriet er sein Motiv.

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