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Mering

04.11.2019

So hat sich Mering im Lauf der Jahrzehnte verändert

Mering legte in den zurückliegenden Jahrzehnten stark zu - nicht nur bei der Bevölkerung, sondern auch in der Fläche.
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Mering legte in den zurückliegenden Jahrzehnten stark zu - nicht nur bei der Bevölkerung, sondern auch in der Fläche.
Foto: Bayernatlas/Geoportal Bayern

Plus Der Markt Mering wuchs in Kreisen rund um den Bahnhof herum. Noch heute steigt die Bevölkerungsanzahl merklich – das hat gute Gründe.

Ein runder Geburtstag steht bevor: Der Markt Mering wird im Jahr 2021 genau 1000 Jahre alt. Aus kleinen Anfängen hat sich eine beachtliche Kommune entwickelt. Doch ein Blick in historische Karten verrät, dass der große Wachstumsschub erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam.

Kissing hatte einst fast so viele Einwohner wie Mering

Vor rund 175 Jahren konzentrierte sich die Bebauung in der Marktgemeinde fast ausschließlich auf den Osten der Bahnlinie. Der Altort hat sich bis heute gut gehalten, doch immer neue Wohngebiete entstanden im Lauf der Zeit. Wie der Kreisheimatpfleger Hubert Raab erzählt, ist Mering ringförmig gewachsen – mit dem Bahnhof als Zentrum. Von 1840, dem Baujahr der Eisenbahnlinie Augsburg-München, bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs stieg die Bevölkerung stetig an – nach Kriegsende beschleunigte sich das Wachstum, wie in vielen anderen Gemeinden auch. Doch in Mering geschah dies etwas sanfter im Vergleich zu anderen Kommunen, etwa in Kissing. Dort explodierte die Bevölkerung nach dem Ende des Krieges derart, dass die Einwohnerzahl beinahe die von Mering überholt hätte – im Jahr 1970 fehlten gerade noch 452 Einwohner. Doch dann zog Mering der Nachbargemeinde davon. Gewerbe siedelte sich an, neue Wohngebiete entstanden.

Die Bahnlinie von Augsburg nach München entstand im Jahr 1940. Damals konzentrierte sich das Gebiet von Mering noch auf den Osten davon.

Während sich die Siedlung St. Afra schon in den 1950er Jahren entwickelte, bevölkert vor allem von Kriegsflüchtlingen, folgten andere Baugebiete erst wesentlich später. Wie Heimatpfleger Raab schildert, entstanden große Wohngebiete im Norden und Süden der Stadt erst im Laufe der 90er und der frühen 2000er. „Auch das Schulzentrum kam erst zu dieser Zeit“, sagt Raab.

Das Schulzentrum beschleunigte das Wachstum von Mering

Gerade dieses Schulzentrum schuf Anreize für weiteres Wachstum. In den folgenden Jahren kamen Geschäfte hinzu, die Bevölkerung wuchs weiter. Dieser Trend setzt sich fort – alleine in den sechs Jahren zwischen 2011 und 2017 wuchs die Marktgemeinde um 1200 Bewohner. Wie der Kreisheimatpfleger Raab sagt, hatte das Wachstum der Bevölkerung in ganz Bayern ähnliche Auswirkungen. Ihm zufolge zogen etwa viele Menschen aus Norddeutschland in den Freistaat. Dadurch veränderte sich die Zusammensetzung der Konfessionen – das katholisch geprägte Bayern wurde evangelischer.

In der Serie In die Karten geschaut werfen wir einen Blick in historische Landkarten und Kataster-Auszüge aus dem Zeitraum zwischen 1817 und 1841, die zeigen, wie sehr sich unsere Region verändert hat.

Lesen Sie auch die weiteren Folgen unserer Serie:
Friedberg: Eine Grenzstadt öffnet sich
Kissing: Eine Gemeinde mit zwei Gesichtern

Dasing: So haben Autobahn und Zugverkehr die Gemeinde geprägt

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