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Mering

06.07.2020

So sehen die Pläne für das neue Pfarrzentrum mitten in Mering aus

Das Ortszentrum Mering mit (von links) Grundschule, Rathaus und Kirche St. Michael. Rechts ist das Pfarrzentrum zu sehen, das Anfang nächsten Jahres abgerissen werden soll.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Das Pfarrzentrum in Mering soll bald abgerissen werden. Pfarrer Thomas Schwartz und Architekt Alen Jasarevic stellen den Entwurf für den Neubau vor.

Das Papst-Johannes-Haus in Mering ist bald Geschichte. Jedenfalls in der Form, die es heute hat. 2021 soll mit dem Abriss des Gebäudekomplexes begonnen werden, um so Platz für einen funktionalen Neubau zu schaffen, der den heutigen Bedürfnissen der Pfarrgemeinde Sankt Michael entspricht. Eine gute Nachricht hat Pfarrer Thomas Schwartz im Gepäck: „Das Baumannhaus kann nun doch erhalten werden.“

Das freue sicher viele Meringer, ist sich der Seelsorger sicher. Und auch Architekt Alen Jasarevic sagt: „Damit bleibt Mering ein Stück Baukultur erhalten.“ Das Gebäude, in dem sich bislang die Michaelsstuben und der Große Saal befanden sowie das ehemalige Jugendheim, werden jedoch vollkommen abgerissen. Hier hat sich der Meringer Architekt Alen Jasarevic mit seinem Entwurf gegenüber drei weiteren Vorschlägen renommierter Architekturbüros durchsetzen können. Im Entscheidungsgremium saßen neben Pfarrer Schwartz, Michael Schredl und Leonhard Erhard von der Kirchenverwaltung auch Landrat Klaus Metzger, Kreisbaumeister Andres Richter, Bürgermeister Florian Mayer, Finanzdirektor der Diözese Jérôme-Oliver Quella und Domvikar Martin Riß.

Neues Pfarrzentrum in Mering: Architekt ist selbst dort aufgewachsen

„Ich bin sehr froh, dass wir mit Alen Jasarevic einen Architekten gefunden haben, der selbst in Mering aufgewachsen ist, seine Heimatgemeinde kennt und ein Gespür für die Bedürfnisse der Menschen hier vor Ort hat“, sagt Pfarrer Schwartz.

So sehen die Pläne für das neue Pfarrzentrum mitten in Mering aus

Hauptidee des Entwurfs von Jasarevic ist: „Mit dem neuen Pfarrzentrum soll ein Ensemble geschaffen werden, das die städtebauliche Struktur von Mering aufnimmt und sich dem Ort anpasst, nicht andersherum.“ Das neue Papst-Johannes-Haus, mit einem Saal für 199 Personen, Michaelsstuben und einem weiteren Trakt für Pfarrverwaltung sowie Gruppenräume, soll sich zum Ortszentrum hin öffnen. „Wir wollen zeigen, dass unser Motto ‚Mitten-in-Mering’ nicht nur ein Spruch ist, sondern auch durch das Pfarrzentrum sichtbar wird“, sagt Schwartz. Die Pfarrgemeinde wolle sich mit dem Neubau nicht abschotten, sondern ein Ort der Begegnung werden. „Und wenn das nur heißt, dass sich im Innenhof, der gleichzeitig auch einen Weg zur Volksbühne und zum Lippgarten möglich macht, Menschen begegnen und für eine kurze Pause verweilen können“, sagt der 46-jährige Architekt.

Auch wenn die Pläne schon sehr konkret sind, noch hängt alles von der Entscheidung des Bauausschusses der Diözese Augsburg ab. Dieser tagt erst wieder im November. „Wenn bis dahin eine detaillierte Kostenrechnung aufgestellt wurde und der Ausschuss positiv darüber entscheidet, können wir richtig loslegen“, erklärt Pfarrer Schwartz. Er betont jedoch, dass sich das Raumangebot etwas verringern wird. „Wir müssen hier realistisch in die Zukunft blicken und uns ernsthaft hinterfragen, was ist notwendig und was brauchen wir künftig nicht mehr“, so der Priester.

Statt bisher 1400 Quadratmeter werden etwa 1000 Quadratmeter im neuen Pfarrzentrum zur Verfügung stehen. Der große Saal kann mit 200 Quadratmetern flexibel genutzt werden, das Foyer ist ebenfalls so gestaltet, dass es miteinbezogen werden kann. Es ist das verbindende Element zwischen Saal und Längstrakt, in dem künftig die Gruppenräume sowie die Pfarrverwaltung und Pfarrarchiv untergebracht werden sollen.

Was aus dem ehemaligen Baumannhaus in Mering wird

Im ehemaligen Baumannhaus – dort waren bisher die Kinderbetreuung Bienenkorb sowie eine Wohnung für den Pastoralpraktikanten – wird der Caritasverband mit seinen Angeboten eine neue Heimat finden. Wie hoch der Aufwand für den Umbau hier wird, muss noch geprüft werden. Eine erste Kostenschätzung ist mit etwa 500.000 Euro angesetzt.

Noch nicht ganz geklärt ist die endgültige Bausumme. „Mehr als 4,5 Millionen Euro kann aber dafür nicht investiert werden“, erklärt Pfarrer Schwartz. Er weiß, wie hochgesteckt hier das Ziel ist, doch er rechnet fest damit, dass er diesen Kostenrahmen erfüllen wird.

Ist das Bauvorhaben im Bauausschuss der Diözese durch, geht es für Alen Jasarevic und die Pfarrei Sankt Michael in die Vollen. „Der Abriss wäre Anfang 2021 und es dauert circa drei bis vier Monate, bevor mit dem Neubau begonnen werden kann“, erläutert er. Für alle Gruppen der Pfarrei, die bislang im Pfarrzentrum eine Bleibe fanden, muss ein Ausweichquartier gefunden werden. „Auch das wird keine einfache Aufgabe sein, da es in Mering nicht viele freie Räume gibt, aber ich bin zuversichtlich, dass wir auch das hinbekommen werden“, sagt Pfarrer Schwartz. Für ihn ist jedoch schon eins sicher: „Auch das neue Pfarrzentrum soll wieder Papst-Johannes-Haus heißen.“

Lesen Sie auch den Kommentar: Pfarrzentrum: Keine Luftschlösser für Mering

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