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Landesliga Südwest

26.11.2017

Spektakuläre Szenen, aber kein Tor

Merings Torwart Adrin Wolf fliegt, Nördlingens Manuel Meyer (in Grün) lauert, aber Kapitän Stefan Wiedemann kann die gefährliche Situation bereinigen.
Bild: Robert Milde

Tabellenführer TSV Nördlingen und der SV Mering liefern sich eine temporeiche Partie. Einen Sieger sehen die Zuschauer allerdings nicht.

.Auch das ist Fußball: Da spielen zwei der besten Mannschaften der Landesliga Südwest, nämlich der TSV Nördlingen und der SV Mering, gegeneinander und schaffen es nicht, in insgesamt 180 Minuten auch nur ein Tor zu erzielen. Nach dem 0:0 in Mering endete auch das Rückspiel im Gerd-Müller-Stadion vor 220 frierenden Zuschauern torlos.

Die Gäste begannen spektakulär und hätten schon nach fünf Minuten zwei Tore erzielen können. Torwart Daniel Martin rettete gegen den vor ihm stehenden Maximilian Obermeyer und nach einem exakten Zuspiel von Andreas Rucht flog der Schuss von Harald Kerber wie an der Schnur gezogen um Zentimeter am Pfosten vorbei. Die Gastgeber, die mit der gleichen Anfangsformation wie beim letzten Punktspiel gegen den FC Memmingen II spielen konnten, fanden gegen die aggressiven Gäste nur sporadisch ins Spiel. Eine Weiterleitung von Philipp Buser mit der Hacke auf Nico Oefele endete nur mit einem Eckball (10.). Eine schlampig ausgeführte kurze TSV-Ecke brachte die nächste Gästechance, doch der Abschluss von Obermeyer geriet zu schwach. Auf der anderen Seite wurde ein 20-Meter-Schuss von TSV-Kapitän Stefan Raab nur knapp am Tor vorbei abgefälscht (23.).

Nach einer halben Stunde war die Zeit der dauernden Ermahnungen durch die Schiedsrichterin ausgeschöpft, endlich zeigte sie die erste Gelbe Karte nach einem bösen Foul von Lukas Krebold an Florian Lamprecht. Erst in den letzten zehn Minuten vor der Pause bekamen die Gastgeber die hitzige und intensive Begegnung besser in Griff. Buser fackelte nach einem Holzmann-Zuspiel nicht lange, doch es fehlten zwei Meter (35.). Dann schaltete Holzmann seinen Turbo ein, doch Oefele wurde gerade noch geblockt. Dann zeigte Oefele ein Mittelding zwischen Flanke und Torschuss, für Torwart Adrian Wolf letztlich keine Gefahr. In diese Überlegenheit des TSV streute Kerber ein Solo ein, aber auch er bot nur einen mittelmäßigen Abschluss (42.).

Auch in die zweite Hälfte hatten die Gäste den besseren Start. Nach einem aus der Mauer zurückgeprallten Freistoß traf Gästekapitän Stefan Wiedemann aus 25 Metern nur die Latte (52.). Nach einer Stunde kam Jonathan Kluczka für Andreas Kaiser neu ins Spiel. Die etwas offensivere Variante war schnell spürbar: Oefele setzte sich durch, Rückpass auf Buser, doch der visierte die Latte an (62.). Nur eine Minute später flankte Manuel Meyer über die Abwehr, doch Oefeles Volleyabnahme rauschte über die Latte.

Eine Viertelstunde vor Spielende sorgte wieder Oefele mit einer Hereingabe in die Mitte für Verwirrung in der SVM-Deckung: Wiedemann schoss seinen Mitspieler Gocevic an, doch die Kugel verfehlte das eigene Tor nur knapp. Von den Gästen ging in der letzten halben Stunde keine Gefahr aus, die Gastgeber waren dem Siegtor näher, aber nicht nah genug.

SV Mering Wolf, Kebold, Gocevic, Lutz, Cosar, Wiedemann, Rucht, Obermeyer (61. Ersoy), Greimel, Kusterer (68. Gärtner), Kerber – Schiedsrichter Bloß (Neunstetten) – Zuschauer 220

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