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Sitzung

21.04.2020

Steindorf bleibt weiter schuldenfrei

In der Corona-Krise wird Abstand gehalten. Die jüngste Gemeinderatssitzung wurde vom Sitzungssaal in die Gaststube verlegt.
Bild: Brigitte Glas

Die Räte ziehen vom Sitzungssaal um in die Gaststätte, um so den Sicherheitsabstand einzuhalten

Die jüngste Gemeinderatssitzung in Steindorf konnte fast wie geplant stattfinden. In der Corona-Krise musste sie allerdings vom Sitzungssaal in die Gaststätte des Gemeindehauses verlegt werden. Nur so konnten die verlangten Abstände eingehalten werden. Und am Eingang gab es ein Hand-Desinfektionsmittel für alle.

Haupttagesordnungspunkt war der Haushaltsentwurf 2020. Die Gemeindefinanzen in Steindorf sind solide.

Das Haushaltsvolumen wächst im laufenden Jahr um gut 15 Prozent auf 5947100 Euro. Der Verwaltungshaushalt schließt voraussichtlich mit 3385400 Euro und bleibt praktisch gleich zum Vorjahr. Bei den Einnahmen schlagen vor allem Steuern zu Buche. Erwartet werden Grundsteuern in Höhe von knapp 100000 Euro und Einkommensteuern von 620000 Euro. Die Gewerbesteuer lässt keine genaue Prognose zu, Schätzungen lagen bei etwa zwei Millionen Euro, bei der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage ist dies aber höchst ungewiss.

Bei der Schlüsselzuweisung wird Steindorf zum 13. Mal in Folge leer ausgehen. Bei den Ausgaben sind die Personalkosten von knapp 376900 Euro etwas gestiegen. Bezahlt werden müssen das Personal von Kindergarten und Wertstoffsammelstelle, die Protokollkraft und die Aufwandsentschädigungen für die Ehrenamtlichen wie Bürgermeister, Gemeinderäte und Feuerwehrkommandanten.

Die Kreisumlage wird mit 870200 Euro angesetzt und die Umlagen an die Verwaltungsgemeinschaft Mering mit gut 127644 Euro, Abwasserzweckverband Obere Paar mit 58000 Euro und Grund- und Mittelschulverband Merching mit 139500 Euro.

Das Volumen des Vermögenshaushaltes beläuft sich auf 2561700 Euro. Das sind gut 46 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf der Einnahmenseite stehen vor allem Zuweisungen vom Freistaat Bayern. So schlägt die Förderung für den Hochwasserschutz am Schmitterbach mit 110600 Euro und für Straßenbestandserhalt und -ausbau mit 113000 Euro zu Buche. Weitere große Einnahmeposten sind Bauplatzverkäufe im Gewerbegebiet am Heinrichshofener Weg und im Neubaugebiet Steindorf Nord für 1048000 Euro und Erschließungsbeiträge von rund 326000 Euro. Auf der Ausgabenseite stehen der Hochwasserschutz und die üblichen Bau- und Unterhaltsmaßnahmen im ganzen Gemeindegebiet. Seit 2014 ist Steindorf schuldenfrei. Neue Kreditaufnahmen sind nicht notwendig.

Vor einem Jahr genehmigte der Gemeinderat den Einbau von Wohnungen und Gästezimmern in das ehemalige Brauereigebäude des Schlosses Hofhegnenberg. Jetzt wurde den Änderungswünschen des Bauherrn ebenfalls zugestimmt, sofern der Brandschutz gewährleistet ist.

In dieser letzten Sitzung des noch amtierenden Gemeinderates dankte Bürgermeister Paul Wecker vor allem den ausscheidenden Mitgliedern für ihre geleistete Arbeit.

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