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FC Augsburg

05.02.2019

Trainer aus dem Altlandkreis zur Lage beim FCA

Co-Trainer Jens Lehmann zeigt beim FCA die Richtung an, in die es gehen soll: nach oben. Links Marco Richter, der den Anweisungen des ehemaligen Nationaltorhüters zuhört.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Mit dem neuen Co-Trainer Jens Lehmann beendet der FC Augsburg seine Negativserie. Was Trainer aus dem Altlandkreis von den jüngsten Ereignissen beim Bundesligisten halten.

Zehn Spiele ohne Sieg, ein Platz im ganz unteren Tabellendrittel der Liga und Unruhe im Umfeld. Zwei wichtige Spieler – Caiuby und Martin Hinteregger – werden frei- und mit dem ehemaligen Nationatorhüter Jens Lehmann ein neuer Co-Trainer eingestellt und mit dem jungen Reece Oxford einen neuen Spieler verpflichtet. Die gerne als so beschaulich bezeichnete Atmosphäre beim FC Augsburg wurde zuletzt ziemlich durcheinander gewirbelt. Zumindest sportlich hat der FCA seine Talfahrt mit dem 3:0 gegen den FSV Mainz 05 beendet. Ob das aber schon die Wende war? Fußballtrainer aus der Region sind sich da nicht so ganz sicher.

Merings Trainer Cappek: Der Sieg war überlebenswichtig

„Der Sieg war für den FCA überlebenswichtig“, sagte Merings Trainer Christian Cappek, der das ganze Durcheinander beim FCA auch nicht zu hoch hängen wollte. „Man ist es nicht gewohnt, dass es beim FCA so turbulent zugeht. Man sollte aber auch den Verantwortlichen um Manager Stefan Reuter vertrauen, schließlich haben die jahrelang gute Arbeit geleistet“, so Cappek. Allerdings müsse es im Fall Hinteregger schon ordentlich gegärt haben. Und bei Caiuby, der sportlich ja eminent wichtig für die Augsburger war, habe man zwar spät, aber wohl noch rechtzeitig reagiert, fand Christian Cappek. „Vielleicht war es der richtige Schritt, nur mehr mit denen weiter zu arbeiten, die den Weg auch mitgehen wollen“, erklärte der MSV-Trainer. Auch die Causa Lehmann beurteilte der Ex-Profi positiv: „Es ist immer gut, jemanden mit so einer Fachkompetenz zu haben und ich denke, dass Lehmann von Baum einiges lernen kann.“ Daran, dass man den Nationaltorwart quasi schon als möglichen Nachfolger Baums installiert hat, glaubt Cappek nicht: „Das kann ich mir nicht vorstellen, schließlich hat Lehmann als Cheftrainer noch keine Erfahrung.“

„Die Frage, ob das die Wende war, ist schwierig zu beantworten. Ich denke, das werden erst die nächsten Spiele im Pokal in Kiel und in der Liga in Bremen und gegen Bayern zeigen“, meinte Stätzlings Trainer Stefan Tutschka. Seiner Meinung nach hätte der FCA bei Caiuby früher und bei Hintereggger vielleicht nicht ganz so hart handeln müssen. „Hinteregger hatte mit seiner Kritik ja nicht ganz Unrecht und bei Caiuby hätte man viel schneller konsequent reagieren müssen“, so Tutschka. Den Coup mit Jens Lehmann betrachtet der FCS-Coach mit gemischten Gefühlen. „Einerseits fragt man sich, was machen die mit noch einem Co-Trainer, andererseits kann so einer wie Lehmann die Spieler vielleicht ganz anders packen und motivieren. Für so eine junge Truppe ist eine Ansprache von so einem erfahrenen Mann sicher interessant“, meinte Tutschka. Und Lehmann könnte auch der „Backup“ für Baum sein. „Wer weiß, schließlich haben Reuter und Lehmann ja bei Dortmund miteinander gekickt“, so Tutschka.

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Verpflichtung von Lehmann ist kein PR-Gag

„Ob das die Wende war, ist schwer zu beantworten. Schließlich geht jede Negativserie, egal wie lange sie ist, einmal zu Ende“, meinte Ali Dabestani, der Trainer des TSV Friedberg. Was die beiden vom FCA frei gestellten Spieler betrifft, so könne er nicht alles nachvollziehen. „Caiuby hat ja nicht das erste Mal seinen Urlaub eigenmächtig verlängert, aber da hat der FCA sehr lange gezögert. Und Hinteregger, ein österreichischer Nationalspieler wird gleich nach Frankfurt abgegeben“, äußerte sich der Friedberger Coach.

Caiuby wurde vom FC Augsburg freigestellt.
Bild: Matthias Balk (dpa)

Was Jens Lehmann betrifft, so sieht Dabestani im der Verpflichtung des Ex-Nationalkeepers weder einen „PR-Gag“, noch die Installation eines möglichen Nachfolgers für Manuel Baum. „Lehmann ist ein ganz anderer Typ als Baum und vielleicht brauchte die Truppe mal eine ganz andere Ansprache, eine andere Motivation, etwas Neues, etwas frischen Wind. Und vielleicht nimmt der Hype um Lehmann auch die Spieler ein bisschen aus der Schusslinie“, so Dabestani. Der Friedberger Trainer ist sich sicher, dass „sich die FCA-Verantwortlichen bei allem was gedacht“ haben. „Ich hoffe jedenfalls, dass das 3:0 gegen Mainz die Wende war, denn die Augsburger müssen unbedingt in der Bundesliga bleiben“, sagte Dabestani.

Lesen Sie dazu auch diesen Artikel: Auf sie ist Verlass: Koo und Ji zeigen gegen Mainz, was sie können

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