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Beratung

21.11.2018

Weitere Hürde fürs neue Hotel genommen

Am Ortseingang von Kissing in der Nähe des Kreisverkehrs will ein Unternehmer ein Hotel und ein Fliesengeschäft bauen.
Bild: Philipp Schröders

Das Projekt am Kissinger Ortseingang beschäftigt wieder den Bauausschuss. Was mit dem Erdhaufen geschieht

Schon länger plant der Unternehmer Alexander Jeckel, der mit seiner Firma bereits in Kissing ansässig ist, am Ortseingang ein Hotel und ein Fliesengeschäft errichten zu lassen. Die Gebäude sollen auf dem Areal beim Kreisverkehr nördlich des Robinienwegs gebaut werden. Die Genehmigung rückt nun näher. Der Bebauungsplan ist bereits öffentlich ausgelegt worden. Das Landratsamt Aichach-Friedberg forderte daraufhin ein Lärmschutzgutachten. Das ist nun erstellt und in den Bebauungsplan eingearbeitet worden.

In der vergangenen Bauausschusssitzung stellte Ingenieur Gerd Sahlender vom Büro Arnold Consult auch die anderen eingegangenen Stellungnahmen und den überarbeiteten Bebauungsplanentwurf vor. Mit diesem müsse nun ein erneutes eingeschränktes Beteiligungsverfahren, an dem nur das Landratsamt beteiligt sei, gemacht werden. „Ich hoffe, dass dann zur nächsten Gemeinderatssitzung schon eine Antwort des Landratsamtes kommt“, sagt Sahlender. Das Gremium tagt voraussichtlich in zwei Wochen.

Noch ist auf dem Areal beim Kreisverkehr ein großer Erdhaufen zu sehen. Wie berichtet, hatte die Gemeinde dort die oberste Schicht des zukünftigen Baugebiets abtragen lassen.

Das mit Teerbrocken belastete Erdreich musste als Altlasten entsorgt werden. Laut Baumamtsleiter Alfred Schatz ist der Haufen aber nicht belastet.

Eventuell wird er beim Bau der Gebäude wieder eingebracht. Jedenfalls bleibt er auch nach dem Verkauf auf dem Grundstück. Bevor die Gemeinde das Areal an den neuen Eigentümer übergibt, müssen aber noch mehrere Verwaltungsschritte folgen.

Die Gemeinde Kissing passt ihre Stellplatzsatzung an. Sie regelt, wie viele Parkplätze Bauherren bei Vorhaben einplanen müssen. Die Gemeinde will damit erreichen, dass weniger Autos am Straßenrand abgestellt werden und den Verkehr behindern. Durch die Satzungsänderung wird für einen Stellplatz eine Mindestgröße von 2,50 Meter auf fünf Meter vorgegeben, um der tatsächlichen Größe der Fahrzeuge zu entsprechen und leicht anfahrbare Stellplätze festzuschreiben. Bei Garagen, die an öffentlichen Raum, zum Beispiel einen Bürgersteig, grenzen, können auch 5,50 Meter festgelegt werden. Nicht zum Tragen kam der Vorschlag der Verwaltung, die Bauherren zu verpflichten, ab sechs Stellplätzen einen Anschluss für Elektroautos und Fahrräder verlegen zu lassen.

Nur Ludwig Asam von den Grünen stimmte dafür. „Viele Autohersteller schwenken inzwischen um“, sagt er. Franz-Xaver Sedlmeyr von der CSU sagte: „Das greift zu sehr ins Privatleben ein.“ Johann Oberhuber von der SPD sprach sich gegen die Elektromobilität aus und verwies auf die Missstände in Afrika beim Abbau der Rohstoffe für die Batterien.

Bisher hatte der Bauausschuss immer abgelehnt, dass ein Bauherr in der Kornstraße 43 ein bestehendes Wohnhaus mit einer dritten Wohnung aufstockt. Nun hat er aber eine geänderte Planung vorgelegt. Bei der ist im zweiten Stock kein Vollgeschoss mehr vorgesehen. Der Bauausschuss stimmte zu.

Kritisch sahen einige Mitglieder ein Bauvorhaben in der Bahnhofsallee 11. Dort wird im bestehenden Gebäude einer Firma eine bisher als Büro- und Ausstellungsraum genutzte Fläche in eine Wohnung umgeändert werden.

Franz-Xaver Sedlmeyr sagte: „Es werden immer mehr Wohnungen in das Gebiet hineingebaut. Der Bebauungsplan gibt das her, richtig finde ich das aber nicht.“ Auch Asam kritisierte dieses Vorgehen. „Ich werde dem nicht zustimmen, um ein Signal zu setzen.“ Die anderen Mitglieder segneten die Nutzungsänderung ab. (schr-)

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