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Gesellschaft

11.02.2019

Wie kommt Friedberg bei Asylarbeit voran?

Themen wie Eigeninitiative und Förderung von Frauen werden wichtiger

In Friedberg leben rund 400 Flüchtlinge, teils in Sammelunterkünften, teils in eigenen Wohnungen. Die Stadt hat dafür eigens eine Integrationsstelle eingerichtet. Weil klar ist, dass nach den ersten Anstrengungen der Zeit der großen Flüchtlingsbewegung ein langwieriger Prozess der Integration folgt, sammelte die Stadt jetzt Ideen. Als erste Kommune im Landkreis veranstaltete sie ein „World Café“. Bei diesem Workshop diskutierten 60 Personen, davon die Hälfte mit Migrationshintergrund, über den Stand der Integration und entwickelten neue Ideen. Diese stellte Stephanie Posch vom städtischen Büro für Asyl nun im Bildungs- und Sozialausschuss des Stadtrates vor.

Vorschläge waren unter anderem:

Förderung von mehr Begegnung

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Mehr Eigeninitiative durch Zugewanderte

Mehr Aufklärungsarbeit

Partizipation von Frauen fördern

Vorurteile abbauen

Kultursensibilität fördern

Integrative Angebote fördern

Bürokratie abbauen und Zugang zu Arbeitsmarkt bzw. Ausbildung fördern.

Beim letzten Punkt seien der Stadt die Hände gebunden, meinte Bürgermeister Roland Eichmann (SPD). Er freute sich jedoch, dass die Menschen die Bemühungen Friedbergs honorieren. Die Stadt punktete nämlich in vielen Bereichen:

Friedberg als sehr lebenswerte Stadt

Heimatgefühl

Gute Anlaufstellen

Viel Unterstützung durch die Stadt

Gute Organisation

Interreligiöses Angebot

Religiöse Freiheit

Tolle Projekte und Veranstaltungen

Personal an Schulen und Kitas, gute Zusammenarbeit mit den Eltern.

Stephanie Posch kündigte an, die Ideen mit dem Integrationsbeirat zu diskutieren. Viele Prozesse seien bereits in Gang. Bei manch anderen Punkten haben die Integrationsbeauftragten bereits gehandelt. So kam beim „World Café“ auf, dass viele Elternbriefe lang und schwer verständlich seien. Darüber wurden die Schulen informiert. Sabine Losinger (CSU), die die Ausländerbehörde des Landratsamtes Aichach-Friedberg leitet, lobte die Stadt für den Integrations-Workshop. Für Losinger gilt es nun, einen weiteren Schritt zu tun: „Wir müssen überlegen, wie man die Stadtgesellschaft erreichen kann.“ (kru)

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