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22.07.2010

Wild im Liebestaumel

Kreis Augsburg Zurzeit ist auf den Landstraßen und Autobahnen Konzentration und Vorsicht angesagt: In Waldgebieten, besonders im Westen, ist gerade die gefährlichste Zeit für Wildunfälle. Denn Reh-, Rot-, Dammwild und Wildschweine sind aktiver und laufen deshalb häufiger auf die Straßen. Besonders die Wildschweine fallen auf: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Unfälle mit Schwarzwild im Juni sogar verfünffacht.

Aber warum ist das Wild so wild? Kurt Geislinger, Vorsitzender der Kreisgruppe Schwabmünchen des bayerischen Jagdverbandes, sagt, zum einen sei die Zahl der Wildschweine gestiegen, zum anderen befänden sich die Tiere in der Brunftzeit, seien aufgeweckter und häufiger auf den Straßen anzutreffen. Hans Fürst, Chef der Jagdvereinigung Augsburg im Gebiet des nördlichen Landkreises, drückt es so aus: "Das männliche Wild saust nach Weibchen suchend durch den Wald und wird dabei unvorsichtig."

Eine Maßnahme, um das Wild von den Straßen fernzuhalten, seien Warnreflektoren an den Leitpfosten. Das unnatürliche, blaue Licht, welches in die Wälder hinein reflektiert wird, erkennen die Tiere als Gefahr und ziehen sich von der Straße zurück. Duftzäune, die durch den Geruch das Wild vertreiben sollen, seien eine weitere Möglichkeit. Doch sei diese Methode nicht immer sinnvoll, meint Fürst. "Man bringt die Tiere auf ihren natürlichen Wegen durcheinander."

Was tun, wenn ein Wildtier aus heiterem Himmel auf der Fahrbahn steht? "Unter Umständen lieber draufhalten", rät Andreas Schröter, Chef der Polizei in Zusmarshausen. Wenn keine Möglichkeit zum sicheren Ausweichen vorhanden sei, solle der Fahrer sofort bremsen, aber eventuell einen Zusammenstoß mit dem Wildtier in Kauf nehmen. "Eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug ist oftmals sehr viel gefährlicher", so Schröter.

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