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Friedberg

17.07.2019

Jumpinos begeistern beim größten Turnfest der Welt

Die Jumpinos haben bei der Weltgymnaestrada in Österreich einen beeindruckenden Auftritt hingelegt.
Bild: Annette Degen

Die Friedberger Gruppe präsentiert ihr Programm bei der Weltgymnaestrada im österreichischen Dornbirn. Wie die Großveranstaltung abläuft.

Bereits vor vielen Monaten hatten die Jumpinos aus Friedberg mit den Vorbereitungen für das größte Event, an dem sie bisher teilgenommen haben, begonnen. Mit einem Video hatten sie sich für die Weltgymnaestrada im österreichischen Dornbirn qualifiziert. Laut den Veranstaltern ist das Event das größte Turnfest der Welt. Es findet alle vier Jahre statt.

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Bei der Großveranstaltung gibt es keine Wettkämpfe. Im Vordergrund stehen die internationalen Bekanntschaften und Freundschaften, die während der Gymnaestrada entstehen. Es geht hauptsächlich darum, den anderen Nationen zu zeigen, was man kann.

Dennoch hat nicht jeder die Ehre, teilzunehmen, in jedem Land werden im Voraus die besten Showgruppen ausgewählt, die die jeweilige Nation vertreten sollen. Für die Jumpinos war es eine riesige Freude, als sie erfuhren, dass sie sich qualifiziert hatten. Am vorvergangenen Sonntag ging es los nach Dornbirn in Vorarlberg. Für die Jumpinos sollte die Weltgymnaestrada eigentlich mit der offiziellen Eröffnungsfeier im Stadion Birkenwiese beginnen. Jedoch wurde diese kurzfristig abgesagt – wegen starker Unwettergefahr. Die Friedbergerinnen waren aber nicht enttäuscht, denn kurze Zeit später wurde die Eröffnung auf Mittwoch verschoben.

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Jumpinos zeigen ihre Show „It´s magic“

Die Jumpinos nutzten die freie Zeit für ein letztes Training vor Ort. Am Montag standen für sie die ersten Gruppenvorführungen auf dem Programm. Im Messequartier Dornbirn sollten zahlreiche Teams aus aller Welt ihre Shows zeigen. Die Jumpinos hatten sich mit den „Magic Butterflys“ vom TSV Neumarkt zusammengeschlossen. Die Friedbergerinnen zeigten ihre mittlerweile deutschlandweit bekannte Show „It´s magic“. Ein Zauberer steuert dabei das Geschehen, die magische Atmosphäre wird verstärkt durch die blau leuchtenden LED-Seile. Die Jumpinos legten eine fast perfekte Show aufs Parkett und wurden vom Publikum mit tosendem Applaus belohnt. Unter dem Titel „The greatest Show - Time to shine“ hatten sich die beiden Gruppen aus Friedberg und Neumarkt eine kurze gemeinsame Einlage im Anschluss an die einzelnen Shows überlegt, die die Performance abrunden sollte. Die Standing Ovations am Ende waren für beide Teams Beweis genug, dass ihre Auftritte mehr als gelungen waren. Am Dienstag beim „Deutschen Abend“ stand der wichtigste Auftritt an. Die besten Gruppen Deutschlands, ausgewählt von einem hochkarätigen Expertenteam, hatte eine unglaubliche Show auf die Beine gestellt. Knapp zwei Wochen vor der Weltgymnaestrada waren die Jumpinos sogar extra zu einem Trainingswochenende nach Schweinfurt gefahren, um zu proben. Der ganze Aufwand hatte sich mehr als gelohnt, die Show wurde ein voller Erfolg und begeisterte das Publikum.

Beim größten Turnfest der Welt in Dornbirn zogen die Jumpinos mit Deutschlandfahnen ein.
Bild: Sabrina Amler

Eröffnet wurde sie mit einer Neuinterpretation der Deutschlandhymne durch die DDC („Dance Destruction Crew“), einer professionellen Breakdance-Gruppe. Danach folgte eine bunte Mischung aus Tanz, Turnen, Akrobatik, Gesang – und natürlich Rope Skipping. Mit einem atemberaubenden Finale zu Nenas „99 Luftballons“ mit Stargast Fabian Hambüchen ging ein spektakulärer Abend zu Ende.

18.000 Teilnehmer aus insgesamt 69 Ländern bei der Weltgymnaestrada

Am Mittwoch stand die verschobene Eröffnungsfeier auf dem Programm. Bei strahlendem Sonnenschein stellten sich alle Sportler mit ihrer jeweiligen Delegation vor dem Stadion Birkenwiese auf. Nacheinander wurden die Länder in alphabetischer Reihenfolge aufgerufen und zogen unter tosendem Applaus ins Stadion ein. Die 18.000 Teilnehmer aus insgesamt 69 Ländern brachten die Zuschauer zum Jubeln. Von Benin, Honduras, Kap Verde über Mosambik, Kenia, Malawi bis hin zu Trinidad und Tobago, Toga und Fidschi waren alle fünf Kontinente vertreten. Für viele Nationen, vor allem aus Afrika, war es die erste Teilnahme an einer Weltgymnaestrada. Die Delegation aus Malawi wurde komplett finanziert und nur deshalb war es ihnen möglich, nach Dornbirn zu reisen. Auch hier zeigte sich wieder der freundschaftliche Charakter der Gymnaestrade.

Für die Jumpinos war der Einzug der Länder beeindruckend, da sie mit Deutschland der zweitgrößten Delegation angehörten. Die Bundesrepublik war mit 2228 Sportlern vertreten und zog mit den wehenden Deutschlandfahnen, die jeder Teilnehmer erhalten hatte, sämtliche Blicke auf sich. Nur die Schweiz konnte Deutschland zahlenmäßig mit über 3000 Teilnehmern noch übertreffen.

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