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Fragen und Antworten

10.12.2019

Führerschein umtauschen: Fristen, Kosten, alle Infos

Etwa 25 Euro werden für jeden Führerschein-Umtausch fällig. Bis 2033 werden viele Führerscheine ungültig.
Bild: Oliver Berg, dpa (Symbol)

Bis 2033 müssen 43 Millionen Deutsche ihren Führerschein umtauschen. Was Sie rund um Umtausch, Fristen und Kosten wissen sollten.

43 Millionen Deutsche müssen bis 2033 einen neuen Führerschein beantragen, weil ihre Dokumente ungültig werden. Der Hintergrund: Eine EU-Richtlinie gibt vor, dass alle EU-Bürger europaweit einen einheitlichen Führerschein besitzen müssen, der fälschungssicher ist. Um zukünftigen Missbrauch auszuschließen, sollen außerdem alle Führerscheine in einer Datenbank erfasst werden, so der ADAC.

Der Bundesrat hat am Freitag einen detaillierten Stufenplan für den Umtausch beschlossen, der bestimmte Fristen und einen rechtzeitigen Start vorsieht.

Wer muss seinen Führerschein umtauschen?

Von dem Umtausch sind einerseits diejenigen betroffen, die noch eine Fahrlizenz aus Papier besitzen. Dazu zählen alle Führerscheine, die bis 1998 ausgestellt wurden - laut ADAC sind das rund 15 Millionen Fahrerlaubnisse in Deutschland. Hinzu kommen die 28 Millionen Führerscheine, die zwischen 1999 und 2013 im Scheckkartenformat ausgegeben wurden. Auch diese müssen umgetauscht werden.

Fristen: Bis wann muss ich meinen Führerschein umtauschen?

Bis 2033. Wegen der Anträge, die nur persönlich gestellt werden können, drohen jedoch Warteschlangen in den Ämtern und viel Bürokratie. Daher hat der Bundesrat am Freitag einen Vorschlag des Verkehrsausschusses beschlossen, wonach ein Stufenmodell eingeführt werden soll, um den Umtausch zu entzerren. Dieser Stufenplan sieht Umtauschdaten nach Geburts- und Ausstellungsjahren vor.

Mit der vorgeschlagenen Stufentabelle müssten diejenigen, die zwischen 1953 und 1958 geboren wurden und noch einen Papierführerschein besitzen, ihre Fahrerlaubnis bereits bis zum 19. Januar 2022 umgetauscht haben. Am längsten haben diejenigen Zeit, deren Führerschein bereits im Scheckkartenformat zwischen 2012 und 2013 ausgestellt wurde. Sie müssten den Führerschein erst bis zum 19. Januar 2033 umtauschen.

Die Kosten für den Führerschein-Umtausch

Die Kosten belaufen sich auf rund 25 Euro.

Wie oft und wo muss umgetauscht werden? 

Für den Umtausch ist die Führerscheinbehörde des Wohnsitzes zuständig. Die Bearbeitungsdauer soll zwischen drei und vier Wochen liegen. Die Pkw- und Motorradklassen werden im neuen Führerscheindokument auf 15 Jahre befristet.

Was für eine Strafe droht, wenn ich meinen Führerschein nicht umtausche?

Es drohen 10 Euro Verwarnungsgeld. Bei Lkw- und Busfahrern wird ein unterlassener Umtausch laut ADAC als Straftat gewertet.

Darf ich mit meinen abgelaufenen Pkw- oder Motorrad-Führerscheinen im Ausland fahren?

Das hängt vom jeweiligen Reiseland ab. Es könne im Einzelfall zu erheblichen Problemen kommen, so der ADAC.

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16.02.2019

(Folgeedit/mod)
Die Vorschrift (Richtlinie) kommt aus der EU ! Insofern sollte dann schon beachtet werden , WER hier wieder einmal der Verursacher des Ganzen ist.

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15.02.2019

(edit/mod)

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14.02.2019

Wenn das jetzt Pflicht wird, ist es eine Unverschämtheit, dafür Geld zu verlangen!! Daran merkt man, dass es nur darum geht zusätzlich Geld einzunehmen. Unglaublich, was wir uns alles gefallen lassen (edit/mod)

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16.02.2019

Dem kann ich zu 100% zustimmen.
Es geht nicht um Recht und Gesetz;sonst müßte dies Europaweit erfolgen.

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14.02.2019

43.000.000 x 25,00€ = 1.075.000.000,00€ ... so schnell kann man mal eben `ne gute Milliarde €uros machen - geniales Geschäftsmodell ... bei einem staatlich verordneten Dokumentenaustausch hat gefälligst der Staat die Finanzlast zu tragen; z.B. aus dem KFZ-/Benzin-Steuer-Topf (das wäre auch locker finanzierbar, wenn man den Topf, aufgrund des chronischen Finanzplanungsversagens, nicht ständig anders belasten würde !)

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14.02.2019

Da der neue Führerschein auf nur 15 Jahre befristet ist, ist das auch noch ein sehr langfristiges Geschäftsmodell.

Ich sehe keinen Grund, wieso eine Befristung die Fälschungssicherheit erhöhen soll.

Aber wie es schon im EU-Parlament erkannt wurde: das Problem sind nicht die super fälschungssichereren Dokumente aus der EU, sondern Papiere, die aus dem Ausland stammen. Auf die hat man eben kein Einfluss. Der Führerschein in Albanien z.B. ist in 15 Minuten gemacht und entspricht - bis auf den Stempel - der Qualität eines Laserdruckers.

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