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Test

04.04.2018

Der große kleine SUV: der VW T-Roc im Test

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4 Bilder
City-SUV-Schönheit: der durchgestylte VW T-Roc.
Bild: Volkswagen

Warum VW mit dem T-Roc den Nerv der jungen Auto-Generation treffen sollte. Der Test.

Zwei besonders heiße Eisen hat VW gerade im Feuer. Eines am oberen Ende der Modellpalette – den eben debütierten Touareg – und eines am unteren, wobei „unten“ hier relativ ist, bietet doch der T-Roc nahezu alles an Komfort, Ausstattung und digitaler Exzellenz, womit sonst nur die Business Class aufwartet.

Was das Design betrifft, stellt der aufregend gezeichnete T-Roc brave Konzernschwestern wie den Audi Q2 in den Schatten – und den in etwa gleich dimensionierten Golf sowieso. Er ist genau die Spur extrovertierter, die Kunden dieses Segments erwarten. Sie wollen das finale Styling sogar gerne selbst in die Hand nehmen. Möglichkeiten zur Individualisierung bietet der T-Roc zu Hauf; allein die Wahl der Bicolor-Farbkombination dürfte abendfüllend sein. Die Preise beginnen bereits bei gut 20000 Euro, aber wer den ganzen Charme des kleinen Kraxlers auskosten will, möchte bitte fünf-, besser zehntausend Euro mehr einplanen.

Denn was knackig aussieht, sollte sich auch so fahren. Mit dem 150-PS-Dieselmotor wie in unserem Testwagen macht man da nichts falsch, abgesehen vom hohen Preis. Lediglich das im Probanden verbaute Direktschaltgetriebe wirkte dann doch überkandidelt. Junge Leute sollten die Gänge noch selber wechseln können, zumal die Automatik das Timing nicht immer perfekt hinbekommt. Der Allradantrieb wiederum macht das Package rund – vorausgesetzt, man braucht ihn wirklich. Wer den T-Roc als das konfiguriert, was er ist – ein City-SUV nämlich – sollte den Preisvorteil des Frontantriebs nutzen.

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Den T-Roc allein als Stadtflitzer zu charakterisieren, würde dem Auto nicht gerecht. Der pfiffige Volkswagen schlüpft so flink um die Ecken, lenkt sich so direkt und läuft auf der Autobahn so stoisch geradeaus, dass die Passagiere kaum glauben können, in einem SUV zu sitzen, noch dazu in einem kleinen. Bei Schussfahrt stört lediglich die Geräuschkulisse, die es schwer macht, sich zu unterhalten. Der ein oder andere Premium-Hersteller dämpft da besser.

War da was? Richtig, die Dieselkrise! Im T-Roc macht der Selbstzünder einen guten Job. Er gibt sich so sparsam (sechs Liter Realverbrauch); so sauber (dank SCR-Kat) und dabei so lebhaft, dass man sich schon fragt, warum manipulieren musste, wer solche Motoren bauen kann.

Überhaupt hat das Auto Benchmark-Charakter – nicht zuletzt dank des für einen Kompakt-SUV ordentlichen Platzangebots. Selbst unter der coupéartigen Dachlinie lässt es sich relativ bequem sitzen; auch die Beinfreiheit gibt kaum Anlass zu Kritik. Und der Kofferraum schluckt sogar mehr Gepäck als der des Golf. So groß kann ein kleiner SUV sein.

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