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Corona-Virus

09.03.2020

Corona-Virus: Was Reisende jetzt wissen müssen

Wegen Corona leerer: Die berühmten Ruinen von Angkor Wat in Kambodscha können länger besichtigt werden.
Bild: dpa

Nach Israel dürfen Deutsche nicht mehr einreisen, in Moskau müssen sie in Quarantäne. Dennoch wollen die Deutschen an ihren Reiseplänen eigentlich festhalten. Ein Corona-Ticker:

Das Corona-Virus bringt Tourismus-Unternehmen in Schwierigkeiten und verunsichert Reisende. Das sind die neuesten Entwicklungen:

  • Toilettenpapier aus Corona-Angst zu hamstern und dennoch an den Urlaubsplänen festhalten, das scheint für viele kein Gegensatz zu sein. 72 Prozent der Deutschen halten nach einer Umfrage des Online-Portals "Urlaubspiraten" an ihren bisher gefassten Urlaubsplänen fest. 86 Prozent gehen davon aus, dass sie im Sommer wie gewohnt verreisen werden. Und neun Prozent haben ihre Reise storniert.
  • Umsatzrückgänge Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sagte den Reiseunternehmen finanzielle Unterstützung zu. Bei einer Umfrage des Deutschen Reise-Verbandes unter mehr als 450 Reise-Unternehmen habe eine Mehrheit von Umsatzrückgängen von bis zu 75 Prozent berichtet. Ein Ende der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen sehe die große Mehrheit der befragten Unternehmen frühestens im zweiten Halbjahr.
  • Teneriffa Die Inselregierung will künftig kein Hotel mehr vollständig unter Quarantäne stellen. Viele deutsche Urlauber müssen im „Costa Adeje Palace“ ausharren. Die Kosten für ihren unfreiwilligen Aufenthalt müssen sie allerdings nicht tragen. Am 10. März soll die Quarantäne enden. Vergangene Woche wurde allerdings ein neuer Corona-Fall in diesem Hotel offiziell...
  • Angkor Wat Die weltberühmten Ruinen von Angkor Wat in Kambodscha können nun ausführlicher besichtigt werden. Viele Touristen bleiben aus Sorge wegen des Corona-Virus dem Unesco-Welterbe fern. Die Besuchszeiten für die Touristen, die noch vor sind, wurden in der Folge ausgedehnt.
  • Kreuzfahrt: Besteht auf Kreuzfahrtschiffen ein erhöhtes Quarantänerisiko? Das Auswärtige Amt will demnächst einen Hinweis veröffentlichen. Mit der „Costa Victoria“ muss ein weiteres Kreuzfahrtschiff wegen des Coronavirus seinen Kurs ändern und auf Druck der Malediven sogar in Indien italienische Passagiere ausschiffen. Die „Aida Diva“ hat in der Karibik Probleme auf ihrer Route. Das Kreuzfahrtschiff durfte Samaná in der Dominikanischen Republik nicht anlaufen. An Bord soll ein Passagier erkrankt sein. Auf der „MSC Opera“ sollen die rund 2300 Passagiere und Crewmitglieder an Bord bleiben, weil ein Passagier der vorangegangenen Kreuzfahrt positiv auf das Corona Virus getestet wurde. Wegen der Corona-Krise bietet Costa Kreuzfahrten kostenfreie Stornierungen an. Der Alarm auf der Aida Aura war unbegründet.
  • Israel Das Innenministerium hat wegen der Coronavirus-Krise die Einreisebeschränkungen verschärft. Seit vergangener Woche werden Deutsche, Österreicher und Schweizer praktisch nicht mehr ins Land gelassen. Wer schon in Israel ist, darf bleiben und seine Reise zu Ende führen.
  • Moskau Auch Moskau macht die Einreise von Urlaubern und Business Travellern praktisch unmöglich. Diese müssten sich nach Ankunft zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. Dies gilt für Reisende, die aus Gebieten stammen, die von Corona besonders betroffen sind. Die Moskauer Stadtverwaltung zählt dazu neben China auch Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.
  • Luftfahrt Der britische Regionalflieger Flybe wurde wohl Opfer der Corona-Krise. Die Airline stellte den Betrieb ein. Das Unternehmen war allerdings schon zu einem früheren Zeitpunkt in Turbulenzen geraten. (Stand: 09.03.2020)

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