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Entwicklung

16.05.2019

Bubesheim wächst über die Autobahn hinaus

Noch viel zu tun gibt es im Wasserwerk Bubesheim. Das Wasser kommt nach wie vor aus Leipheims Brunnen nach Bubesheim. Der Übergabepunkt dafür liegt auf dem Areal Pro.
Bild: Sandra Kraus

Was sich im Süden der Gemeinde tut. Und warum beim Wasserwerk noch viel zu tun ist

Die Gemeinde Bubesheim wird sich zum ersten Mal in ihrer Geschichte nach Süden über die Autobahn hinaus ausdehnen. Der Gemeinderat gab in seiner Sitzung einstimmig das gemeindliche Einvernehmen für einen Neubau einer Metallwerkstatt in Leichtbaukonstruktion mit Sozial- und Bürogebäude und Werbeanlagen.

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Es ist schon einige Jahre her, dass auf der Fläche an der Kötzer Straße Baurecht geschaffen worden und von Bubesheim kommend eine Linksabbiegespur gebaut worden war. Jetzt möchte die Firma, die bisher im Dorfkern ansässig war, den Neubau starten. 20 Beschäftigte sollen dort arbeiten. Ihnen und den Besuchern stehen auf dem Grundstück 32 Stellplätze zur Verfügung. Ein anderes Unternehmen hat sich die komplette Fläche des 3. Bauabschnitts im Gewerbegebiet am Grieshauptgraben gesichert. Damit ist die im Bebauungsplan vorgesehene Erschließungsstraße mit Wendehammer unnötig. Die maximal zulässige Gebäudehöhe des rund 3,3 Hektar großen Geländes wird von zwölf Meter auf 16,50 Meter über dem Niveau der Industriestraße festgesetzt. Da die Änderungen gegenüber dem bisherigen, ausgelegten Plan doch erheblich sind, muss der Bebauungsplan ein zweites Mal öffentlich ausgelegt werden. Das wurde einstimmig beschlossen.

Keine Mehrheit fand sich am Ratstisch für ein Halteverbot an der Einmündung der Blumenstraße. Im Einfahrtsbereich parkende Fahrzeuge stellten zwar eine Gefahr für Abbieger aus der Leipheimer Straße dar, die durch ein einseitiges Halteverbot behoben werden könnte, doch als Bürgermeister Walter Sauter zur Abstimmung rief, ergab sich ein 5:5 Patt und damit eine Ablehnung. Wegen der vom Staatlichen Bauamt angedachten Ampellösung für den Bubesheimer „Stachus“ in der Ortsmitte, vertagte der Gemeinderat die Entscheidung über Absperrpfosten, die ein Überfahren des Gehwegs von Rechtsabbiegern verhindern sollten. „Das könnte sich mit einer Ampel erledigt haben“, war am Ratstisch zu hören. In der Verkehrsschau vorgebracht werden soll das wilde Parken vor allem zur Mittagszeit an der Schulbushaltestelle in der Günzburger Straße. Oft könne der Radweg zur Oberen Bleiche gar nicht genutzt werden, so Bürgermeister Sauter.

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Auf Anfrage von Gemeinderat Peter Häußler gab es von Bürgermeister Walter Sauter einen Bericht zur Trinkwasserlage. „Wir beziehen immer noch das Wasser von der Stadt Leipheim. Es sind noch Reparaturarbeiten zu machen. Unser Wasserhaus ist nicht mehr das Beste. Die Anforderungen an Hygiene, technischen Stand und Vorgaben von heute müssen erfüllt werden. Ein Teil der Aufgaben ist erledigt, anderes ist in einem Maßnahmenplan vorbereitet.“ Die beiden Brunnen sind in Ordnung und fördern auch Wasser. Allerdings darf dieses Wasser nicht in das Netz eingespeist werden, sondern läuft in den Bubesheimer Bach. „Das Wasserhaus ist nicht freigegeben“, informierte Sauter. Den Gemeinderäten ist es bewusst, dass im Dorf Gerüchte umgehen, die von einem Wasserpreis von fünf Euro handeln. „Über einen möglichen Wasserpreis bei der nächsten Kalkulation hat noch gar niemand gesprochen“, betonte Sauter. Für Gemeinderat Harald Schaich zählt nur eines: „Wir brauchen einwandfreies und zu jeder Zeit zur Verfügung stehendes Wasser, egal was passiert. Das geht gewiss nicht zum Nulltarif, aber es ist unsere Pflicht als Gemeinde.“

Zweiter Bürgermeister Rainer Finkel sagte: „Wasser aus Leipheim oder Günzburg ist immer lieferbar. Da hat Bürgermeister Sauter Gespräche geführt.“ Seit Anfang Mai müssen jede Woche zwei Proben aus dem Bubesheimer Wasserleitungsnetz gezogen und untersucht werden. Gesundheitsamt und Wasserwirtschaftsamt fordern diese engmaschigen Kontrollen. „Die Ergebnisse der ersten Woche sind schon da. Die Proben waren in Ordnung,“ sagte Sauter.

Details über das weitere Vorgehen und die Frage, ob sich die Sanierung des Wasserhauses überhaupt noch lohnt, standen im nicht öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung.

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