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Burtenbach
04.05.2021

Gelungene Aktion des Musikvereins Burtenbach: „Maibaum Dahoim“

„Maibaum Dahoim“ - die gemeinsame Aktion des Musikvereins Burtenbach wurde zu einem überwältigenden Erfolg.
Foto: Musikverein Burtenbach

Die Mitglieder des Musikvereins Burtenbach haben gemeinsam viele Ersatz-Maibäume für die Bürger gebastelt. Der Verein wird von vielen Anfragen überrannt.

Es gibt auch in diesem Jahr kein Maibaumsetzen und Maifest in Burtenbach. Mit der Aktion „Maibaum Dahoim“ macht der Musikverein Burtenbach den Ort zum Maibeginn etwas bunter. Die Idee trifft den Nerv der Bürger und löst große Begeisterung aus.

„Maibaum Dahoim“ - die Musikanten des Musikvereins Burtenbach machen die Bürger glücklich.
Foto: Musikverein Burtenbach

Weil die Corona-Pandemie zum zweiten Mal in Folge dem Brauchtum im Ort einen Strich durch die Rechnung macht, kamen der Vorstand des Musikvereins, Bernhard Ruf, und seine Frau Sabine auf die Idee, einen „Maibaum Dahoim“ zu bauen. Bald glänzte der Prototyp in seinem Garten: blau-weiß gestreift und oben drauf eine Bayernflagge. Zwei Wappen wurden angebracht, eines davon natürlich mit dem des Musikvereins, das andere mit einem netten Maiengruß. Zum Abschluss erhielt der Maibaum noch einen Kranz, der mit bunten Bändern verziert wurde. Stattlich machte er sich dort am Gartenzaun und zog die Blicke auf sich.

Musiker sind sofort Feuer und Flamme

Als Ruf dann seinen Kollegen vom Musikverein die Idee erzählte, waren diese sofort Feuer und Flamme. So entschied sich der Verein über die sozialen Medien und das örtliche Mitteilungsblatt diesen selbst gebauten „Maibaum Dahoim“ für 25 Euro auch der Bevölkerung anzubieten. Mit dem dann folgenden Ansturm hatten die Musiker nicht gerechnet. Innerhalb eines Tages war das begrenzte Kontingent ausverkauft. Auch eine Aufstockung um 14 Bäume reichte nicht und es konnten daher nicht alle Bestellungen berücksichtigt werden. Schon in ihren E-Mails und Anrufen zeigten die Besteller eine enorme Freude über die Aktion des Musikvereins.

Viele kleine Maibäume schmücken die Gärten in Burtenbach. Die Mitglieder des Musikvereins stellten sie gegen eine kleine Gebühr auf. Die Aktion wurde zum vollen Erfolg.
Foto: Musikverein Burtenbach

Nun hieß es „ran an die Arbeit“. Durch die Sponsoren des Bauunternehmens Dumerth und der Baumschule Scheel wurde das benötigte Holz zur Verfügung gestellt. In Zweier-Grüppchen arrangierte man sich nun Corona-konform und teilte die Arbeitsgruppen zeitlich und örtlich verschieden auf, um erst einmal das Holz zu bearbeiten.

Viel Handarbeit und Online-Konferenzen

Es wurde geschleift, gesägt und lackiert, Bänder geschnürt, Schilder gedruckt und laminiert sowie Kränze gebunden. Gegen eine Spende wurde sogar ein zusätzliches Herz aus Holz geschnitten, was durchaus Anklang in der Bevölkerung fand. Immer wieder trafen sich die Musikerfreunde zu Online-Videokonferenzen um den Arbeitsfortschritt, das weitere Vorgehen und die Terminierung abzustimmen.

„Maibaum Dahoim“ - der Musikverein Burtenbach macht den Ort zum Maibeginn etwas bunter.
Foto: Musikverein Burtenbach

Viel Arbeit lag hinter den Musikern des Musikvereins, als sie am 30. April stolz auf 44 Bäumchen blickten. Einige davon wurden innerhalb eines bestimmten Zeitfensters von den Käufern selbst abgeholt, ein Großteil wurde dann mit Autos ausgeliefert. Als zusätzliches Schmankerl lieferten die Musiker zwei Flaschen Maibock sowie ein selbstgedichtetes Lied für das „Maifest Dahoim“ mit. Die vielen glücklichen Burtenbacher, die sich über ihren eigenen Maibaum in ihrem Garten freuen, sind die Bestätigung, dass sich die Arbeit gelohnt hatte.

Volker Deininger zog als zweiter Vorstand des Vereins in der letzten Videokonferenz das Resümee: „Es war echt eine super Idee von unserem Vorstandspaar und noch besser war, dass wir sogar in diesen schwierigen Zeiten alle zusammengearbeitet und geholfen haben. Mir hat es riesig Spaß gemacht! Trotzdem hoffe ich, dass wir nächstes Jahr wieder einen normalen, großen Maibaum haben und unser gewohntes Maifest mit Tanz am 30. April machen können!“ (AZ)

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