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Fußball-Landesliga

11.08.2019

Der SC Ichenhausen hat den Erfolg ganz fest im Blick

Erzielte kurz nach seiner Einwechslung in Memmingen das vorentscheidende 2:0 für die Königsblauen: Denis Nickel (auf unserem Foto im Zweikampf mit dem Gundelfinger Nikolas Zeyer).
Bild: Ernst Mayer

Starke Abwehrleistung, gute Teamarbeit und die glückliche Hand des Trainers: Wie der Landesligist SC Ichenhausen beim FC Memmingen II zum vierten Saisonsieg kommt.

Die Schlüssel zum Erfolg im Fußball sind so alt wie das Spiel selbst. Und weil die Landesliga-Kicker des SC Ichenhausen in Sachen Einstellung, Teamgeist, Konzentration und Qualität zurzeit meistens einen Tick besser sind als ihre jeweiligen Kontrahenten, läuft’s bei ihnen. Der Auftritt beim FC Memmingen II unterstrich das. 2:1 (1:0) gewann die Elf von Trainer Oliver Unsöld bei der Rasselbande des Regionalligisten. Verdient, wie die lediglich 60 Augenzeugen an diesem 10. August unisono einräumten. Vier Siege in sechs Begegnungen haben die Ichenhauser nun erreicht, ganze fünf Gegentreffer kassiert – das ist der Stoff, aus dem Spitzenmannschaften geschneidert werden.

Überraschungsschuss landet am Pfosten, Freistoß im Netz

Nach heftigen Regengüssen war das Geläuf im Allgäu für diese Jahreszeit ungewohnt rutschig. Vielleicht führte das zur längeren Abtastphase, die Kilian Kustermann erst nach 17 Minuten beendete. Nach seinem überraschenden Schuss aus 16 Metern perlte der Ball an den Innenpfosten, kullerte dann die gesamte Torlinie entlang und landete schließlich, haarscharf am zweiten Pfosten vorbei, im Aus. Doch der Führungstreffer der Gäste war damit nur aufgeschoben. Pierre Heckelmüller trat an der Strafraumecke zum Freistoß an und die Kugel zischte unberührt ins Netz (25.). Danach hatten die Königsblauen die Partie ordentlich im Griff und hätten durchaus erhöhen können. Maximilian Ocker spielte Simon Fischäß sehenswert frei, doch der Neuzugang vom FV Illertissen traf den Ball nicht richtig.

Die extrem junge Memminger Mannschaft besaß im ersten Durchgang nur eine gute Möglichkeit. Mert Yildiz zog kurz vor dem Pausenpfiff aus 20 Metern ab, aber Liridon Rrecaj im Tor des SCI war hellwach, reagierte klasse und lenkte den Ball über den Querbalken.

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Denis Nickel sorgt für die Vorentscheidung

Vor Wiederbeginn wechselte Unsöld dann die Vorentscheidung ein, indem er Denis Nickel für den diesmal unauffälligen Mateusz Staron in die Abteilung Attacke brachte. Keine drei Minuten war der 23-jährige auf dem Feld, als Kilian Kustermann den Ball an den Pfosten köpfte, Yannick Maurer den Abpraller weiterleitete und Nickel die Kugel aus 13 Metern vehement unter die Latte setzte.

Die Bemühungen der Gastgeber waren durchaus schön anzuschauen. Am Strafraum aber war Dank der äußerst aufmerksamen SCI-Abwehrarbeit meistens Schluss mit ihren Vorstößen – bis Roland Wohnlich in eine Hereingabe grätschte und den Anschluss herstellte (78.). Die nun in der Luft liegende Schlussoffensive der Allgäuer blieb jedoch aus. Stattdessen hatten die Ichenhauser durch Nickel noch eine richtig dicke Gelegenheit, doch Torwart Marco Zettler reagierte prächtig (89.).

Torschütze wohl schwer verletzt

Einen Aufreger gab’s noch. Als Nickel in der Schlussminute Richtung Tor unterwegs war, wurde er von einem Memminger Abwehrspieler böse gefoult. Beobachter sprachen von „zwingend rotwürdig“, der ansonsten stark leitende Unparteiische Xaver Fabisch beließ es bei Gelb. Nickel zog sich bei dieser Aktion eine schmerzhafte Verletzung am Sprunggelenk zu; eine exakte Diagnose wurde zunächst nicht gestellt.

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