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Landkreis Günzburg

13.11.2019

Die Müllberge im Landkreis werden immer höher

Auf den Deponien im Landkreis landet immer mehr Müll.
Foto: Weizenegger

Die Abfallmengen im Landkreis nehmen zu – in allen Bereichen. Was das für den Kreisabfallwirtschaftsbetrieb bedeutet.

Die Müllberge werden immer noch höher. Das gilt für jene Abfälle, die verbrannt werden müssen, wie für die meisten Wertstoffe, die wiederverwertet werden können. Einzelheiten sind im Werkausschuss des Kreistags erläutert worden. Bei der Sitzung stellte Anton Fink, der Leiter des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs, zudem das finanzielle Jahresergebnis des Betriebs vor.

Haus- und Sperrmüll, Gewerbe- und Problemmüll sowie die Menge der Asbestzementabfälle – in allen Bereichen sind 2018 die Zahlen weiter nach oben gegangen. Insgesamt wurden über den Abfallwirtschaftsbetrieb 24763 Tonnen eingesammelt, gegenüber 2017 eine Zunahme von 2100 Tonnen oder neun Prozent. Rein statistisch gesehen hat damit jeder Landkreisbürger knapp 200 Kilo Müll produziert. Diese ganzen Abfälle werden in der Müllverbrennungsanlage in Weißenhorn entsorgt. Wiederverwertet werden dagegen Bio-Müll und andere pflanzliche Abfälle oder (Elektro-)Schrott. Das Aufkommen ist ebenso gestiegen wie bei Altholz oder Bauschutt. Leicht rückgängig war dagegen die Menge an Papier und Kartonagen, an Altglas, Plastikverpackungen und Dosen.

Die Entsorger der Abfälle verlangen höhere Preise

Alles in allem sind 2018 im Landkreis 76 642 Tonnen an Abfällen zur Verbrennung oder zur Wiederverwertung angefallen, gegenüber 2017 eine „deutliche Steigerung von zehn Prozent“, wie Anton Fink erklärte. Dadurch ist es auf der einen Seite gelungen, die Einnahmen des Abfallwirtschaftsbetriebs auf 11,84 Millionen Euro zu steigern, ein Plus von fast einer Million gegenüber dem Plan. Allerdings sind nach Angaben von Fink auch die Ausgaben gestiegen – um rund 763 000 Euro auf 12,9 Millionen. Die Entsorger hätten höhere Preise verlangt, außerdem seien etliche Arbeiten bei der Rekultivierung und Erweiterung der Deponie in Unterknöringen vorgezogen worden. „Aber das sind Ausgaben für die Zukunft“, so Fink.

Das Minus des Abfallwirtschaftsbetriebs von 1,7 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr wirke „auf den ersten Blick beunruhigend“, erklärte der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs weiter. „Trotzdem muss man sich keine Sorgen machen.“ Die Finanzlage sei nach wie vor solide, auf der hohen Kante hat der Betrieb noch etliche Millionen. Wie schon in den Vorjahren ist der Abfallwirtschaftsbetrieb deshalb auch 2018 ohne neue Kredite ausgekommen. Etliche Länder, darunter China, nehmen keine Abfälle aus dem Ausland mehr an. Ob deshalb auch der Landkreis Günzburg Probleme bei der Müllentsorgung habe, fragte SPD-Kreisrat Peter Hirsch. Der Markt sei bundesweit „übervoll“, erwiderte Werksleiter Anton Fink, „die Kapazitäten sind ausgelastet“. Beim Gewerbemüll habe der Landkreis „Mengenprobleme“, ansonsten aber sei die Entsorgung gesichert.

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