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Landkreis Günzburg

21.05.2020

Die Posse ums Minigolf ist beendet

Die Anlage der Stadtwerke Günzburg ist für den Sommerbetrieb gut vorbereitet.
Bild: Bernhard Weizenegger

Das Landratsamt Günzburg hat zuletzt unterschiedliche Aussagen über die Freizeitaktivität getroffen. Nun ist eine Entscheidung gefallen.

Ist Minigolfspielen im Landkreis Günzburg erlaubt oder nicht? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Landratsamt am Dienstag und Mittwoch, nachdem die Günzburger Zeitung auf einen Missstand hingewiesen hat. Nun ist eine Entscheidung gefallen.

In Günzburg war die Anlage am Waldbad seit Samstag in Betrieb, in Ichenhausen hingegen durfte die dortige Anlage nicht öffnen. Mit der Pressemitteilung vom 11. Mai wurde durch das Landratsamt Günzburg darüber informiert, dass kontaktloser Sport im Freien wieder möglich ist. „Diese Aussage wurde mit Hintergrund einer sportlichen Ausübung der jeweiligen Sportart so getroffen. So gibt es zum Beispiel auch im Minigolf eine Liga, es gibt Turniere und das Minigolfen wird dann als Sport praktiziert. Eine reines Minigolfen als Freizeit-Aktivität war bisher nicht zulässig“, teilte Klaus Seybold vom Landratsamt am Mittwochnachmittag unserer Zeitung mit.

Sportliche Aktivitäten werden im Landkreis Günzburg nun großzügiger bewertet

Aufgrund der guten Entwicklung der Infektionszahlen kann die bisherige strenge Auslegung durch die Behörden gelockert werden. „Da die Infektionszahlen im Landkreis Günzburg sehr positiv sind, wurde im Landratsamt Günzburg nun beschlossen, sportliche Aktivitäten – unabhängig ob als Freizeit oder Sport – großzügiger zu bewerten und einer Ausübung im Freien unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen zuzustimmen“, führt Seybold weiter aus. Das bedeutet: Minigolfen ist im Landkreis Günzburg ab sofort erlaubt.

Die Posse ums Minigolf ist beendet

Mit Erleichterung nahmen Philipp Pabst und seine Frau diese Entscheidung auf. Ihnen war der Betrieb bisher untersagt, rechtzeitig zum Vatertag konnten sie nun ihre Minigolfanlage in Ichenhausen öffnen. Der Betrieb sei wegen der Sicherheits- und Hygienemaßnahmen zwar deutlich aufwendiger – so müssen beispielsweise die Schläger und Bälle nach jeder Runde desinfiziert – doch die beiden sind froh, endlich wieder öffnen zu können.

Minigolfen ist im Landkreis Günzburg unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen wieder erlaubt

Ähnlich erleichtert ist Bernd Bayer, der Pächter der Minigolfanlage am Günzburger Waldbad. Er nahm den Betrieb bereits am Samstag auf. „Ich hatte keine Ahnung, dass es da Probleme geben könnte. Es gab die offizielle Pressemitteilung des Landratsamts und damit war für uns klar, dass wir unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen öffnen können und nicht mehr explizit beim Landratsamt nachfragen müssen. Ich habe mich an die Richtlinien gehalten und alles sorgfältig geprüft“, sagt Bayer. Ein großes Schild weist am Eingang auf die Corona-Hygiene-Spielregeln bin.

Bayer konnte wie auch Pabst durch die Entscheidung des Landratsamts den zahlreichen Besuchern am Vatertag einen schönen Zeitvertreib anbieten.

Bei Helmut Keder, der die Minigolfanlage am Kupferdächle in Krumbach betreibt, ist alles „gerichtet, gestrichen und gespachtelt“, man stehe quasi in den Startlöchern, zu öffnen. Die Meldung, dass man aufmachen könnte, kam aber erst am Vorabend zum Himmelfahrtstag vom Landratsamt. „Das ist zu knapp gewesen, um am Vatertag zu öffnen, für uns“, so Keder. Der Biergartenbetrieb sei angelaufen, doch es brauche noch ein Abstandskonzept zur Minigolfanlage, die recht nah an die Biergartentische grenze. So bald als möglich wolle man den Freizeitsportbetrieb öffnen, vielleicht schaffe man es auf der Krumbacher Anlage zum Wochenende, so hofft Keder.

Lesen Sie dazu auch: Ärger und Verwirrung um zwei Minigolfanlagen

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