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16.08.2017

Die beste Leistung kommt zu spät

Das Männer-Team des GC Schloss Klingenburg zeigte manchmal starke Leistungen. Das reichte aber bei weitem nicht zum Klassenerhalt in der Regionalliga.
Bild: Gruhler

Golf Die Männer aus Klingenburg steigen nach nur einer Spielzeit erhobenen Hauptes aus der Regionaliga ab. Jubel bei den Frauen: Nach dem Bezirksliga-Titel spielen auch sie künftig auf der vierthöchsten deutschen Spielebene

Kirchheim/ Augsburg Der Abstieg nach nur einer Spielzeit war aus Klingenburger Sicht bereits vor dem Saisonfinale der Golf-Regionalliga nicht mehr zu verhindern. Möglicherweise beflügelte das die Männer: Befreit von Druck gaben sie auf der Anlage des GC Kirchheim-Wendlingen eine großartige Vorstellung und unterstrichen mit teils überragenden Ergebnissen, warum sie im vergangenen Jahr zu Recht in die dritthöchste deutsche Spielklasse aufgestiegen sind.

36 Schläge über Par ist das beste Saisonergebnis der noch sehr jungen Mannschaft. Auch wenn man sich nur eine Saison in der Liga halten konnte, sieht Kapitän Max Offermann im Rückblick „eine positive Saison, die das Team noch mehr zusammenschweißte.“ Der GC Kirchheim-Wendlingen holte sich den Heimsieg und steigt in die 2. Bundesliga auf.

Der Klingenburger Nico Hintermayer spielte in Kirchheim das drittbeste Einzelergebnis unter 40 Spielern und zeigte mit einer tollen 70er-Runde (zwei Schläge unter Par) seine Klasse. Auch die anderen Klingenburger Jungs spielten hervorragende Ergebnisse in den Einzeln. Tobias Oßwald und Hubert Reszler benötigten jeweils 74 Schläge und verbesserten somit auch ihre Handicaps. Felix Oberfrank (+5), Tom Gehring (+6), Matu Lampe (+7), Reimund Dirr (+8) und Nikolai Beranek (+11) trugen zum sehr guten Teamergebnis bei.

Nach den Einzeln führte die Heimmannschaft fast uneinholbar mit insgesamt sieben Schlägen unter Par. Zweiter war der GC Wörthsee (+5), Dritter der GC Augsburg mit bereits +20 Schlägen. Die Klingenburger lagen mit weiteren acht Schlägen Rückstand auf dem vierten Platz, Letzter war das Team des GC Garmisch-Partenkirchen (+46). An dieser Reihenfolge sollte sich auch nach den Vierern nichts mehr ändern. Dass die Klingenburger zu keinem Zeitpunkt der Saison die Köpfe hängen ließen und wahren Teamgeist bewiesen, wurde in genau diesen Vierern deutlich. Oßwald/Oberfrank brachten eine 71er-Runde ins Klubhaus und spielten den Platz blitzsauber mit einem Schlag unter Par. Hintermayer/Reszler folgten mit nur fünf Schlägen mehr (+4), noch einen Schlag mehr benötigten Dirr/Lampe (+5). Das tolle Mannschaftsergebnis rundeten die beiden Mannschaftsführer Niko Beranek und Max Offermann mit einer guten 80er-Runde ab.

Offermann nannte die erste Regionalliga-Saison in der Vereinsgeschichte ein „für uns alle super tolles Erlebnis. Wir haben viel Erfahrung gesammelt und hatten zu jedem Zeitpunkt den nötigen Spaß.“ Diese Einstellung gelte es für die Zukunft beizubehalten. Dirr fügte hinzu: „Wir mussten viel Lehrgeld bezahlen, da die Situation, zwei Runden an einem Tag zu spielen, neu für uns war und wir den Rhythmus nicht gewohnt sind.“ Seine Kampfansage für die kommende Runde: „Wir peilen den direkten Wiederaufstieg in Deutschlands dritthöchste Spielklasse an.“

Ebenfalls auf der vierthöchsten Spielebene (Oberliga) treten künftig die Klingenburger Damen an. Sie erreichten beim Saisonfinale in Augsburg den zweiten Platz und holten damit die Meisterschaft in der Bezirksliga.

Der Augsburger Platz verlangte den Spielerinnen einiges ab; das ohnehin mit einigen Tücken versehene Feld wurde durch schwer gesteckte Fahnenpositionen zu einer echten Herausforderung. Spielführerin Claudia Glogger führte ihr Klingenburger Team mit einer guten 89er-Runde an und spielte das zweitbeste Tagesergebnis.

Anna Grimminger, Maria Kaufmann, Karin Schmid, Youngster Lara Gehring und Claudia Prommersberger-Fischer erreichten mit einem Gesamtergebnis von +119 Schlägen den sehr guten zweiten Platz. Den Tagessieg holten sich die Damen des NGC Neu-Ulm (+95 Schläge). Dritter wurde der gastgebende GC Augsburg (+123) vor Leitershofen (+131) und dem GC Dillingen (+159).

Insgesamt zwei Tagessiege, zwei zweite Plätze und ein dritter Rang reichten den Klingenburgerinnen zum Titel im Fünfer-Feld. Glogger sagte jubelnd: „Ich bedanke mich bei meinem ganzen Team, den Ersatzspielern, den Caddies, unserem Trainer und allen Helfern, die diese tolle Saison möglich gemacht haben.“ Zu den weiteren Zielen meinte sie: „Vorrangiges Ziel in der Oberliga ist natürlich der Klassenerhalt.“ (zg)

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