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Planungen

22.01.2015

Die nächsten Bauprojekte warten

Hier entsteht ein Bauprojekt für insgesamt etwa sechs Millionen Euro: Auf dem Gelände der Günzburger Klinik entsteht in vier Modulen die neue Strahlentherapie. Es ist nicht das einzige Bauvorhaben, das zum Beginn des Jahres in den Startlöchern steht.
Bild: Bernhard Weizenegger

2015 hat kaum begonnen, da stehen bereits die nächsten Vorhaben in Millionenhöhe in Günzburg an. Auch wenn bei manchen Gebäuden das Aussehen noch nicht feststeht

Auch 2015 wird weiter fleißig gebaut in Günzburg: Der Bau- und Umweltausschuss der Stadt hatte am Dienstagabend eine Reihe von Projekten zu behandeln – es geht erneut um Bausummen in Millionenhöhe. Ein Überblick:

Das letzte städtische Baugrundstück im Denzinger Feld bekommt eine Bebauung: Ein Investor errichtet auf dem Bauplatz hinter der Zahnklinik in der Adolf-Kolping-Straße ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten und Tiefgarage. Für das Vorhaben hat der Bauausschuss am Montag einige Befreiungen vom Bebauungsplan genehmigt. So bekommt das Haus drei Vollgeschossen (nach dem Plan wären eigentlich nur zwei zulässig), und die zulässige Gebäudehöhe wird um 1,80 beziehungsweise durch das Treppenhaus um 2,60 Meter überschritten. Außerdem soll das Haus ein Flachdach statt einem Satteldach bekommen – ähnlich wie die nebenstehende Zahnpraxis. Durch die Abweichungen wird auch die zulässige Geschossfläche um 149 Quadratmeter überschritten. „Das sind keine kleineren Abweichungen, aber sie sind gut gerechtfertigt“, so Stadtrat Dr. Thomas Ermer ( CSU). Das sahen auch die anderen Bauausschuss-Mitglieder so und erteilten einmütig ihre Zustimmung.

Gebaut wird auch auf dem Krankenhausgelände: Modul 3 und 4 der Strahlentherapie an der Günzburger Klinik sind genehmigt. Im Dezember 2013 hatte der Bauaussschuss bereits den ersten beiden Bauabschnitten zugestimmt. Nun sollen Allgemeinarztpraxis und Praxisräume entstehen. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD) geht davon aus, dass alle vier Module zusammen ein Volumen von etwa sechs Millionen Euro haben. Die Weiterentwicklung des Onkologischen Bereichs der Klinik ist für die Patienten ein enormer Fortschritt, führte Thomas Ermer – zugleich Mitglied im Verwaltungsrat des Krankenhauses – im Ausschuss aus. „Durch die Kooperation mit einem niedergelassenen Arzt können wir die Strahlentherapie hier in Günzburg ansiedeln. Für die Patienten fallen dadurch aufwendige Transporte nach Ulm oder Augsburg weg.“

Nach der überraschenden Absage des geplanten Luxushotels plant Legoland nun offenbar den Bau eines kleineren Beherbergungsgebäudes: Direkt neben den beiden bestehenden Burg-Hotels möchte der Freizeitpark ein Gebäude mit 34 Gästezimmern bauen, erfuhr der Bauausschuss. Doch wie das neue Gebäude aussehen wird, darüber gibt es noch keine Aussage. Auch Oberbürgermeister Gerhard Jauernig kennt die genauen Pläne noch nicht: „Wenn die Planungen innerhalb des Merlin-Konzerns abgeschlossen sind, will Legoland uns detaillierte Pläne vorlegen.“ Auszugehen sei jedenfalls von einem Investitionsvolumen um vier Millionen Euro.

Beantragt hatte der Freizeitpark zunächst vorbereitende Erdarbeiten – nach dem bisher gültigen Bebauungsplan musste dafür eine Befreiung erteilt werden, der neue Bebauungsplan, über den die Ratsmitglieder schon mehrfach beraten haben, ist noch nicht gültig. Unverständnis gab es im Bauausschuss über die jüngst in Kötz geäußerte Kritik zu der Bauentwicklung im Legoland. Die Planungen würden die Waldsiedlung beeinträchtigen und einen Eingriff in das Winterbachtal darstellen, hatten auch Leserbriefschreiber kritisiert. Das stimme jedoch so nicht, sagte auch Robert Friedenberger vom Stadtbauamt in der Sitzung am Dienstag: „Durch den neuen Bebauungsplan wird das Winterbachtal nicht angeknabbert, eher ist das Gegenteil der Fall.“ Die Änderungen lägen zudem weit von der Kötzer Waldsiedlung entfernt, betonte Oberbürgermeister Jauernig.

Den aktuellen Plänen von Legoland gab der Bauausschuss einstimmig seine Zustimmung – auch wenn so mancher gern gewusst hätte, was genau der Freizeitpark plant. Doch auch Bürgermeister Anton Gollmitzer (FW) musste sich vertrösten lassen: Die genauen Planungen werden erst nachgereicht.

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