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Umgehung

23.02.2018

Droht der Verkehrskollaps?

Über die Kreuzung der Staatsstraßen 2023 und 2024 mit der Kreisstraße GZ 25 in Ettenbeuren regt Kammeltals Bürgermeister Matthias Kiermasz einen Kreisverkehr zur Entlastung an.
Bild: Wolfgang Kahler

Welche Folgen der Bau der neuen B16-Umfahrung für Ettenbeuren hat und welche Lösung möglich wäre

Um die neue B16-Umfahrung und die Folgen für die Kreuzung in Ettenbeuren ging es in der jüngsten Sitzung des Kammeltaler Gemeinderats. Dort drohe der Kollaps, befürchtet Bürgermeister Matthias Kiermasz. Außerdem waren eine Hundeschule und Bauanträge, die noch Fragen aufwarfen, Thema.

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„Der Kollaps droht an der Kreuzung in Ettenbeuren“, so drastisch sieht der Kammeltaler Rathauschef die Folgen der neuen B16-Ostumgehung von Ichenhausen für die Gemeinde. Nach den Unterlagen des Staatlichen Bauamtes Krumbach, das die Umgehung plant, wird allein für die Staatsstraße 2023 von Ettenbeuren nach Ichenhausen eine zusätzliche Verkehrsbelastung von fast 80 Prozent erwartet. Wegen dieser Entwicklung hat Bürgermeister Kiermasz den Landkreis und den Freistaat als zuständige Baulastträger gebeten, bis zur Fertigstellung der B16-Ost den Kreuzungsbereich Burgauer, Krumbacher, Ichenhauser und Schöneberger Straße mit einem Kreisverkehr zu ertüchtigen, den Zweiter Bürgermeister Johann Anwander schon vor Jahren ins Gespräch gebracht hatte.

Bei drei außerplanmäßigen Ausgaben hätte der Gemeinderat detaillierter informiert werden sollen, wünschte Robert Paulheim. Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses (RPA) regte in seinem Bericht außerdem eine regelmäßigere Rechnungsstellung des Bauhofes an. Beanstandet wurden erhebliche Kostensteigerungen beim Bau eines Lagergebäudes der Freiwilligen Feuerwehr Wettenhausen. Der RPA forderte außerdem, die Löhne des Bauhofs bei Weiterberechnungen von Arbeitseinsätzen den aktuellen Sätzen anzupassen und die Friedhofsgebühren neu zu kalkulieren.

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Erstaunen bei Gemeinderat Johann Böck löste die tierschutzrechtliche Genehmigung einer Hundeschule in Unterroth durch das Landratsamt aus. Bürgermeister Matthias Kiermasz gab Entwarnung: Es sei kein Betrieb mit Hunden in dem Ortsteil geplant, sondern dort werde lediglich die Verwaltung der „mobilen Hundeschule“ angesiedelt.

Der neue Fußweg entlang der Jettinger Straße am neuen Baugebiet Goldbach soll den Namen des früheren Bürgermeisters August Walter in dem heutigen Kammeltaler Ortsteil erhalten. Aus der Bevölkerung war außer diesem nur noch der Vorschlag „Sommerweg“ für die Namensvergabe gekommen.

Zwei Bauvorhaben in Ettenbeuren lösten im Gemeinderat unterschiedliche Reaktionen aus. Die Position eines neuen Einfamilienhaus in der Ichenhauser Straße war im nachgereichten Tekturplan gegenüber dem ursprünglichen Bauantrag einfach versetzt worden. Das kritisierte Zweiter Bürgermeister Johann Anwander. Er fragte, ob in so einem Fall vom Landratsamt eine Strafe ausgesprochen werden könne. Es müsste klar werden, dass dieses Vorgehen nicht der richtige Weg sei. Zumal die Gemeinde bei Befreiungen von Festsetzungen des Bebauungsplanes ohnehin sehr großzügig verfahre, ergänzte Bürgermeister Kiermasz. Positiv wurde eine vorzeitig eingereichte Anfrage für den Umbau eines anderen Hauses gewertet. Der Plan weist jedoch ein paar Ungereimtheiten auf, die im endgültigen Bauantrag geklärt werden sollen. An der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Ettenbeuren werden heuer umfangreiche Sanierungsarbeiten mit einem Kostenaufwand von 210000 Euro erfolgen. Der Gemeinderat hat dazu die erforderliche denkmalschutzrechtliche Erlaubnis erteilt. (wk)

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