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Gundremmingen

26.07.2020

Gundremmingen hält an seinen Bauplänen fest

Gundremmingen möchte nach den extremen Haushaltsschwankungen der vergangenen Jahre weiter die geplanten Ziele verfolgen.
Bild: Peter Wieser

Plus Die Gemeinde hat ihren Haushalt verabschiedet und investiert weiter. Warum das gerade jetzt als wichtig erachtet wird.

Aufgrund der immensen Gewerbesteuerrückzahlungen in Höhe von rund 26 Millionen Euro im Jahr 2017 waren die vergangenen Haushaltsjahre Gundremmingens von extremen Schwankungen geprägt. Gerade das Jahr 2019 war von einem Haushalt gekennzeichnet, wie ihn die Gemeinde bisher noch nicht erlebt hatte. In der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag gab Kämmerer Christoph Zeh zunächst die Aufstellung der Jahresrechnung 2019 bekannt. Den mit 34,8 Millionen Euro geplanten Haushalt habe man mit 32,6 Millionen Euro, davon 18,7 Millionen Euro im Verwaltungs- und 13,9 Millionen Euro im Vermögenshaushalt, abgeschlossen. Das Jahr 2020 werde einen Schlussstein zu den Haushaltsschwankungen seit dem Jahr 2017 darstellen, sagte Zeh.

Über den Haushalt 2020 hatte der Gemeinderat bereits in seiner vergangenen nicht öffentlichen Sitzung beraten. Damit galt es nun im Grunde genommen nur noch, diesen zu beschließen. Mit einem Gesamtvolumen in Höhe von knapp 10,4 Millionen Euro, einem Verwaltungshaushalt von rund 7,6 Millionen und einem Vermögenshaushalt von gut 2,8 Millionen Euro stellt sich der Haushalt 2020 völlig anders dar. Er sei froh, dass die für alle sehr schwierigen und aufreibenden „Durcheinanderjahre“ nun wieder zu einem normalen Weg gefunden hätten, betonte Bürgermeister Tobias Bühler ( CSU). Gerade in der jetzigen Corona-Situation dürfe eine Gemeinde als öffentliche Hand nicht auch noch einen Rückzieher machen und nichts mehr unternehmen.

Für die Wirtschaft in Gundremmingen und der Region soll es Aufträge geben

Man müsse sich so verhalten, dass für die Wirtschaft vor Ort weiterhin Aufträge vorhanden seien. Gerade deswegen mache es Sinn, die beiden großen Vorhaben wie die Erweiterung des Kindergartens sowie den Bau des Mehrgenerationenhauses weiterzuverfolgen. Der Beschluss der Haushaltssatzung mit Haushaltsplan erfolgte einstimmig.

Bei den abzuhandelnden Bauangelegenheiten galt es auch, dem Bauantrag zur Erweiterung des Kindergartens das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen. Christian Joas (GFG) konnte dem jedoch nicht folgen. Bereits in der vorangegangenen Sitzung, in der die Räte dem Bauplan ihre Zustimmung gegeben hatten, hatte er Einwände vorgebracht. Am Donnerstag zeigte er erneut Bedenken im Hinblick auf die Kosten und auf den Standort, nachdem er, wie er sagte, von zahlreichen Bürgern darauf angesprochen worden sei. Auch den Bau des Mehrgenerationenhauses sah er kritisch. Man sollte sich Gedanken machen, ob man so viel Geld in die Hand nehme und all das verwirkliche, so Joas. Weiter wies er auf möglicherweise auftretende Probleme mit Anwohnern hin, die dann nicht mehr wegzudiskutieren seien.

Alte Menschen sollen nicht abgeschoben werden

Man habe sich bewusst entschieden, ältere Bürger mit jüngeren zusammenzubringen, entgegnete Bürgermeister Bühler. Friedrich Josef Heidel (CSU) merkte an: Auch er sei von vielen Leuten darauf angesprochen worden, die die Entscheidung als die richtige gesehen hätten. Die Kinder seien die Zukunft und er könne sich nicht vorstellen, dass sich jemand belästigt fühlen würde.

Zweiter Bürgermeister Anton Frey (GFG) fügte im Hinblick auf das Mehrgenerationenhaus an: Mehrgenerationenwohnen am Ortsrand sei generell verkehrt. „Die älteren Bürger haben unsere Gesellschaft aufgebaut und gehören nicht abgeschoben.“ Dem folgten auch Willi Schiele (GFG), Bertram Fischer (CSU) und Thomas Wagner (JU) mit Wortmeldungen: Man habe ein Gesamtkonzept erstellt, man habe alles im Vorfeld besprochen und es gebe keinen besseren Ort dafür.

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