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Burgau

14.01.2019

Jubiläum der Kinderbrotspeisung wird ganzes Jahr gefeiert

Der Trommler-Albert gehört inzwischen fest zur Burgauer Kinderbrotspeisung. Aber auch seine Vorgänger sollen im Jubiläumsjahr gewürdigt werden.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Kunstprojekte, Ausstellungen und mehr: Ein Überblick über die geplanten Aktionen zum 425-jährigen Bestehen des Burgauer Brauchs.

425 Jahre wird die Tradition der Burgauer Kinderbrotspeisung in diesem Jahr alt. Mit dem Heimatpreis Schwaben wurde sie bereits im vergangenen Jahr ausgezeichnet, heuer sind verschiedene Aktionen in der Stadt zum Jubiläum geplant. Kulturamtsleiter Stefan Siemons ist froh, dass sich die Stimmung in der Stadt inzwischen wieder gedreht hat und viele doch Verständnis zeigten, dass der Brauch vom Rosenmontag auf den Rußigen Freitag verlegt wurde. Im Gespräch mit unserer Zeitung gibt er eine Übersicht über das, was alles geplant ist. Ganz bewusst sollen die Veranstaltungen nicht nur im Fasching sein, sondern im ganzen Jahr – und auch darüber hinaus in Burgau wirken. Grundlage für die Planung ist die Beratung des Kulturausschusses, der im Oktober zu diesem Thema getagt hatte.

Skulptur Unter der Anleitung des Burgauer Künstlers Rolf Eichelmann arbeiten elf Schüler der Klasse 10aM der Mittelschule an einer Skulptur, die den Trommler-Albert zeigt (wir berichteten). Wenn sie fertig ist, soll sie im zur Zeisiggasse gewandten Grünstreifen am Rathaus aufgestellt werden, schließlich endet der vom Trommler-Albert angeführte Umzug bei der Verwaltung.

Wettbewerb Nach dem Vorbild des Schweinchenbrunnens am Günzburger Wätteplatz, oder vielmehr den dort aufgestellten Tierfiguren, soll in Burgau eine Gruppe von Bronzeskulpturen an mehreren Stellen installiert werden, die in Verbindung mit der Kinderbrotspeisung stehen. Das Projekt, bei dem auch ein Künstlerwettbewerb vorgesehen ist, soll sich über mehrere Jahre erstrecken.

Ausstellung I In der Burgauer Galerie Groß ist eine Ausstellung rund um die Kinderbrotspeisung und den Fasching in der Stadt geplant. Ein Termin steht noch nicht fest, aber sie soll auf jeden Fall während der Faschingszeit stattfinden.

Ausstellung II Ebenfalls vorgesehen ist eine Ausstellung im Schloss, bei der es um den Trommler-Albert und seine Vorläufer geht. Anvisiert ist die zweite Jahreshälfte.

Umzug In der Grundschule werden im Rahmen eines Workshops Trommeln gebastelt. Damit begleiten die Kinder dann den Trommler-Albert bei den Umzügen am Rußigen Freitag und am Rosenmontag. Geprüft wird noch, ob die Buben und Mädchen für diesen Anlass passende Kostüme bekommen können.

Graffiti Eine Wand der Grundschule soll mit einem Graffiti zum Thema Kinderbrotspeisung gestaltet werden. Sobald die Witterung dafür passt, soll es unter professioneller Anleitung losgehen.

Vorträge Noch nicht sicher, aber grundsätzlich gewünscht, ist ein Vortrag zum Thema.

Rosenmontag Wie Burgavia-Präsident Ludwig Strehle bereits gegenüber unserer Zeitung angekündigt hatte, wird das Programm als Ersatz für die Kinderbrotspeisung am Vormittag des Rosenmontags etwas ausgeweitet. Geplant ist nach Siemons’ Worten ein Faschingstreiben rund um den Kirchplatz und den Marienbrunnen, an dem sich die Vereine beteiligen – bei der Kinderbrotspeisung selbst nehmen übrigens auch wieder die Handschuhmacher und die Stadtsoldaten teil. 

Auftreten werden beim Faschingstreiben Tanz- und Musikgruppen, ist von Seiten der Veranstalter zu hören, die Vereine organisieren das mit Unterstützung der Stadt zusammen. Vor allem Kinder sollen angesprochen werden. Solange der Vorrat reicht, soll es auch kostenfreie Getränke geben. Los geht es wegen des ebenfalls früheren Beginns des Rosenmontagsumzugs – er startet um 13 Uhr – bereits um 9.30 Uhr. Den Veranstaltern ist wichtig, dass das Faschingstreiben am Morgen und Vormittag keine Gegenveranstaltung zum Programm ab dem Mittag ist. Aber so soll die Verlegung der Kinderbrotspeisung kompensiert werden – und sie hoffen, dass viele Bürger mit dabei sind.

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