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Günzburg

13.02.2018

Kameras und Alkoholverbot am Günzburger Bahnhof?

Im Rahmen des Sicherheitsgesprächs mit der Polizei wurde auch der Bahnhof in Günzburg besucht. Von links nach rechts nahmen teil: Werner Rohrer (Polizei Günzburg), Dieter Blösch (Polizei Günzburg), Helmut Maier (Bundespolizei Augsburg), Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Stefan Müller (Polizei Günzburg) und Georg Weishaupt (Ordnungsamt Günzburg).
Bild: Julia Lenzer/Stadt Günzburg

An Günzburgs Verkehrsknoten gibt es einige Probleme mit Betrunkenen. Über Lösungsmöglichkeiten haben Polizei und Stadtverwaltung jetzt gesprochen.

Zu einem Sicherheitsgespräch im kleinen Rahmen sind die Polizei, das Ordnungsamt und der Oberbürgermeister der Stadt Günzburg zusammengekommen. Es ging um die Sicherheitslage in der Stadt. Die Zusammenarbeit ist als vorbildlich gelobt worden. Der Termin soll jährlich wiederholt werden.

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Ordnungsamtsleiter Georg Weishaupt, Leiter der Polizeiinspektion Günzburg, Stefan Müller, Polizeihauptkommissar Werner Rohrer als derzeit stellvertretender Leiter, Dieter Blösch als Verkehrssachbearbeiter und Polizeioberkommissar Hubert Maier vom Bundespolizeirevier Augsburg erkannten einige Verbesserungen, aber auch neuen Handlungsbedarf. „Es zeichnet sich ab, dass die Wohnungseinbrüche im Stadtgebiet rückläufig sind“, sagte Müller. „Unsere Bemühungen, stärker präsent zu sein und Streife zu fahren, tragen also Früchte.“ So wurde die Präsenz in Form von Schwerpunkt- und Fahndungskontrollen nochmals erhöht.

Auch die Anzahl der illegalen Autorennen konnte verringert werden, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Kontrollfahrten und rigorose Strafen sprechen sich demnach herum und schreckten ab. „Hier bleiben wir dran und wollen die Rennen weiter verhindern“, erklärte Rohrer. Eine Bitte an die Stadt äußerte Blösch: Die Beschilderung zur Sperrung des Marktplatzes solle verständlicher und sichtbarer werden. Außerdem müsse in den Hotels erklärt werden, wann der Marktplatz nicht als Parkplatz benutzt werden darf. Vor allem der Dienstag als Tag des Wochenmarkts verunsichere. Ziel ist es, so das Abschleppen von Fahrzeugen zu vermeiden.

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Deutlich mehr Straftaten am Bahnhof

Handlungsbedarf sehen die Polizisten und der OB am Bahnhof. Hier sei eine deutliche Steigerung bei den Ordnungs- und Sicherheitsstörungen, aber auch bei den festgestellten Straftaten zu verzeichnen. Alkohol sei hier das Problem und das nicht nur in den Abendstunden. „Es geht hier nicht um diejenigen, die sich nach Feierabend eine Flasche Bier gönnen oder um Fußballfans, die vor Abfahrt zum Spiel etwas trinken. Es geht hier um übermäßig Betrunkene, die pöbeln, beleidigen oder gar handgreiflich werden“, stellte Müller klar. Zusammen mit der Bundespolizei, dem angesiedelten Busunternehmen sowie den Einzelhändlern am Bahnhof solle hier nach Auffassung von Jauernig nach Lösungen gesucht werden. Denkbar wäre eine verstärkte Präsenz von Polizei und Sicherheitswacht, Videoüberwachung oder ein eingeschränktes Alkoholverbot. Die Hausordnung der Deutschen Bahn erlaube Platzverweise an erkennbar alkoholisierte Personen.

Die Polizeiinspektion überprüfte zudem die Sicherheitslage im Legoland und beriet die Verantwortlichen bei der Erstellung eines Sicherheitskonzepts. Dieses werde nun umgesetzt. Zum 20-jährigen Bestehen der Sicherheitswacht im Zuständigkeitsbereich der Polizei Günzburg soll es im Herbst eine kleine Feier geben. „Hier gilt es, den vielen ehrenamtlich Engagierten zu danken“, sagte Jauernig. zg

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