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Bilanz

22.04.2015

Kreis liegt ein bisschen unter dem Durchschnitt

Metall gehört zu den wertvollen wiederverwendbaren Stoffen. Im Landkreis ist die Abfallverwertungsquote leicht gesunken.

Warum die Abfallverwertung leicht zurückgegangen ist

Spielt Recycling im Landkreis Günzburg eine weniger wichtige Rolle als anderswo? Dieser Eindruck ließe sich aus den nackten Zahlen gewinnen, die nun im Werkausschuss Kreisabfallwirtschaft präsentiert wurden. Danach ist die Verwertungsquote im vergangenen Jahr erneut leicht zurückgegangen. Sie betrug 2014 noch 69,7 Prozent und ist damit im Vergleich zum Jahr davor leicht gesunken, nämlich um 0,7 Prozent.

Damit liegt der Kreis unter dem bayernweiten Schnitt von 73,8 Prozent. Doch nach Darstellung des Eigenbetriebs Kreisabfallwirtschaft lässt sich das mit einer „deutlich reduzierten Menge an verwertbarem Bauschutt“ erklären. Davon gab es im Jahr 2013 sehr viel mehr als 2014, was sich entsprechend auf die Verwertungsquote ausgewirkt hat. Unter dem Strich wird nach der Bilanz des Abfallwirtschafts-Betriebs von Jahr zu Jahr mehr Müll verwertet.

Es muss weiter getrennt werden

Angesichts des begrenzten Vorrats an Erzen und Industrierohstoffen sei vermehrtes Recycling aus dem Abfall unerlässlich. Das gelte in zunehmendem Maße für viele wichtige Metalle wie Kupfer, Nickel und Aluminium – sie werden schon frühzeitig vom Restabfall abgeschieden. Die Trennung der sogenannten „klassischen“ Wertstoffe wie Glas, Papier, Metall und Kunststoffe habe in Bayern bereits einen hohen Stand erreicht, weil sie flächendeckend in Hol- und Bringsystemen erfasst werden, etwa in Wertstoffhöfen. Vom 1. Januar nächsten Jahres an wird sich hier einiges ändern, denn dann bekommt jeder Haushalt im Kreis verpflichtend die gelbe Tonne. Damit werden nach Ansicht von Abfallexperten noch mehr wiederverwertbare Stoffe gewonnen. Wie berichtet, hatte der Kreistag beschlossen, das Behältnis einzuführen, in dem dann Kunststoffverpackungen wie Becher, Folien, Plastikflaschen oder Styropor sowie Milch- oder Getränkekartons landen sollen. Auch Weißblech, Aludosen oder Naturmaterialien wie Jutesäcke oder Spankörbe können darin entsorgt werden. Dennoch erwarten Abfallexperten nur noch eine geringfügige Steigerung bei der Verwertung.

Ein guter Teil des wiederverwendbaren Materials ist übrigens Grüngut und das wird immer mehr, weil auch die Gärten und Rasenflächen immer weiter wachsen. So haben die grünen Reste in ganz Bayern schon heute einen durchschnittlichen Anteil von rund 25 Prozent an den verwertbaren Haushaltsabfällen. Im Landkreis Günzburg beläuft sich dieser Anteil sogar auf 48 Prozent, er macht also fast die Hälfte aus. Da weiß man dann auch, wo fleißige Gartler zu Hause sind.

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