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Kreis Günzburg

03.08.2017

Nach einem Jahr Baustelle ist die alte B10 wieder frei

Beinahe wäre ein Radler in das weiß-blaue Band gefahren. Bauleiterin Petra Klippstein hält es anschließend für ihn hoch, Bauamts-Leiter Jens Ehmke hat die Scheren schon griffbereit.
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Beinahe wäre ein Radler in das weiß-blaue Band gefahren. Bauleiterin Petra Klippstein hält es anschließend für ihn hoch, Bauamts-Leiter Jens Ehmke hat die Scheren schon griffbereit.
Bild: Bernhard Weizenegger

Beinahe hätte es bei der offiziellen Freigabe der Strecke bei Limbach am Donnerstagnachmittag aber noch einen Unfall gegeben.

Fast hätte es vor der offiziellen Freigabe der Strecke einen Unfall gegeben. Momente, bevor hiesige Politiker am späten Donnerstagnachmittag das weiß-blaue Band auf der umgebauten alten B10 bei Limbach durchschneiden wollten, fuhr ein Radler darauf zu. Erst im letzten Moment – die Umstehenden hatten mehrfach laut „Halt!“ gerufen – kam er zum Stehen. Statt auf dem Radweg war er auf der Straße unterwegs, obwohl sie noch gesperrt war. Jemand habe ihm gesagt, er solle hier fahren, meinte er.

So ging dann noch alles gut und die Strecke wurde einen Tag vor dem zuletzt anvisierten Termin und einen Monat vor dem eigentlich geplanten nach einem guten Jahr Bauzeit (inklusive drei Monaten Winterpause) freigegeben. „Es ist ein echtes Geburtstagsgeschenk“, sagte der Leiter des Staatlichen Bauamts Krumbach, Jens Ehmke. Er spielte damit auf den Landtagsabgeordneten Alfred Sauter (CSU) an, der am Donnerstag 67 Jahre alt wurde. Bauleiterin Petra Klippstein und die Baufirma hätten es möglich gemacht. Vier Millionen Euro sind verbaut worden, die sich der Bund und der Freistaat teilen. Die Bauzeit sei in Ordnung gewesen, die Kritik – sie kam vor allem aus Burgau – sei ins Leere gelaufen. „Da kann man auch Fachkundige fragen.“ Angesichts von 31 Unfällen in den Jahren 2011 bis 2013 sei der Umbau jedenfalls sehr nötig gewesen, „wir haben hier auch keinen Luxus gemacht“.

Sauter pflichtete Ehmke bei. Der zeitliche Ablauf sei so gewesen, „wie man es besser kaum hätte machen können“ – auch wenn es mitunter wenig Verständnis gegeben habe. Aber wie es so oft der Fall sei, werde es sicher auch hier kommen: Nach dem abgeschlossenen Umbau werde der Ärger schnell vergessen sein. Und jeder, der hier entlang gefahren ist, habe sich seit 30 Jahren gedacht: „Hier müsste man was machen.“ Letztlich seien aber die Grundstücksverhandlungen nicht einfach und sehr langwierig gewesen.

Dass sich der Bund und der Freistaat die Kosten teilen, sei gut, Geld werde schließlich auch für ein weiteres Projekt im Landkreis benötigt. Dabei geht es um die Straßenerneuerung auf 860 Metern zwischen der GZ29 und Kissendorf inklusive Geh- und Radweg sowie der Entwässerung. Fertig sind die Restarbeiten an der alten B10 aber auch wohl erst Ende August. cki

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