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Offingen

07.07.2020

Neue Referentin will mehr Raum für Kunst und Kultur in Offingen

Sabine Nemetz ist Offingens neue Kulturreferentin.
Bild: Peter Wieser

Plus Sabine Nemetz hat sich jetzt im Offinger Gemeinderat vorgestellt und erste Ideen skizziert. Das sind ihre Pläne.

Seit Mai hat Offingen eine Kulturreferentin: In der konstituierenden Sitzung war Sabine Nemetz, Grafikdesignerin, freie Malerin und Inhaberin einer Werbeagentur, für dieses Amt in Abwesenheit benannt worden. Am Montag stellte sie sich dem Offinger Marktgemeinderat nun vor.

Kunst und Kultur sei ihr in die Wiege gelegt worden, sagte die gebürtige Offingerin, die in einer Grafiker- und Siebdruckereifamilie im Ort groß geworden ist. Es gebe in der Marktgemeinde einige richtig gute Künstler, keine selbst ernannten, die vielleicht niemand kenne oder von denen noch niemand etwas gehört habe, meinte Nemetz. Sie würde lieber heute als morgen mit einem kulturellen Angebot starten. Ihr Gedanke sei, bereits im Herbst eine Ausstellung mit ihr selbst und drei weiteren Künstlern zu organisieren und diese vorzustellen. „Das wäre ein schönes Portfolio, mit dem man zeigen könnte, dass in Offingen künstlerisch etwas geboten ist.“

Musikveranstaltungen funktionierten hervorragend, ihr fehle aber ein bisschen der Part der Kunst und ihr liege sehr daran, beides zu kombinieren. Die Ausstellung über Hans Müller-Schnuttenbach in der Schnuttenbacher Heubodenbühne sei eine sehr gelungene Veranstaltung gewesen. Sie selbst freue sich jederzeit über Tipps und Ideen. Es werde sich zeigen, wie weitere Lockerungen der Regelungen zur Corona-Pandemie aussehen, sagte Bürgermeister Thomas Wörz (SPD). Er selbst sei eher skeptisch, ob schon im Herbst etwas gelingen könne. „Irgendwann wird die Pandemie überstanden sein und wir können richtig durchstarten“, meinte er. „Ich freue mich, wenn es dann weitergeht.“

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Nemetz will keine Konkurrenz zu bestehenden Veranstaltungen in Offingen

Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte Sabine Nemetz: „Ich möchte in Offingen etwas künstlerisch bewegen und wünsche mir mehr Raum für Kunst und Kultur.“ Sie denke an Ausstellungen, Workshops, Dichterlesungen, Kabarettveranstaltungen und an vieles mehr. Dabei wolle sie keinesfalls in Konkurrenz zu bestehenden Veranstaltungen treten, sie sehe dies als ergänzende Tätigkeit in einem gemeinsamen Miteinander. Vereinsleben und Musikveranstaltungen seien in Offingen bestens organisiert.

Weiter wurde im Gemeinderat der Bebauungsplan „Kindergartenstraße-Ost“ beschlossen und der Satzungsbeschluss gefasst. Auf dem Areal, auf dem sich der inzwischen abgerissene frühere Kindergarten befand, sollen vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 24 Wohneinheiten entstehen. Unter anderem war bei den Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit und der Behörden darauf hingewiesen worden, dass zur Entlastung der Kanalisation ein möglichst hoher Anteil des unverschmutzten Niederschlagswassers breitflächig versickert werden solle. Nachdem sich ein Teil des Areals im festgesetzten Überschwemmungsgebiet der Mindel befindet, müssen auch diesbezüglich, speziell hinsichtlich der Stellplätze, Maßnahmen getroffen werden.

Nur ein kleines Ferienprogramm wegen Corona in Offingen

2014 hatte die Marktgemeinde Offingen ein knapp vier Hektar großes Waldgrundstück erworben mit dem Ziel, dieses zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes aufzuforsten. Im letzten Schritt soll nun eine Aufforstung der vierten Teilfläche in einer Größe von 0,8 Hektar erfolgen. Die Kosten betragen nach Abzug von Förderungen und den Einnahmen aus dem Verkauf von Hackschnitzel und Brennholz noch rund 10500 Euro, wurde der Gemeinderat informiert.

Um beim Friedhof in Schnuttenbach dem steigenden Bedarf an Urnenstelen gerecht zu werden, wurde am Montag der Auftrag zur Erweiterung der bestehenden Anlage um drei Stelen mit einmal vier und zweimal drei Urnenfächern zum Preis von knapp 10600 Euro vergeben. Aufgrund der langen Lieferzeit könne es sich jedoch bis in den Spätherbst ziehen, bis dies abgeschlossen sei, informierte Wörz.

Auch in Offingen wird es aufgrund der Corona-Regelungen in diesem Jahr ein sehr kleines Ferienprogramm geben. Es sei nicht einfach gewesen, die nur vier Programmpunkte überhaupt zusammenstellen zu können und er hoffe, dass diese auch stattfinden könnten, erklärte Jugendreferent Daniel Mayer (JBO).

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