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Waldstetten

11.06.2019

Nicht nur für Radler ist es jetzt hier sicherer

Am Samstag wurde der neue Radweg zwischen Oxenbronn und Waldstetten offiziell eröffnet. Kinder übergaben ihn seiner Bestimmung. Seinen Segen erhielt der Radweg ebenfalls.
Bild: Peter Wieser

Kinder haben den neuen Rad- und Anwandweg zwischen Oxenbronn und Waldstetten eröffnet. Das Projekt bietet gleich für mehrere Verkehrsteilnehmer Vorteile.

Wenn ein Radweg offiziell freigegeben wird, dann kommt man mit dem Fahrrad. Das haben weit über 100 Oxenbronner und Waldstetter bei bestem Radlerwetter am Samstag getan. Auch die Politiker waren zu einem großen Teil auf zwei Rädern erschienen und Landtagsabgeordneter Alfred Sauter hatte zumindest einen weiß-blauen Fahrradhelm dabei. Von beiden Seiten der Strecke kommend hatten sie sich am Samstagnachmittag an der Flurgrenze von Oxenbronn und Waldstetten zur Eröffnung des neuen Radwegs getroffen. Und da dieser auf Oxenbronner Seite als Anwandweg für Landwirte gebaut wurde, hatten sich zudem gleich noch zwei Bulldog-Oldies zu den Radlern gesellt.

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Der neue Radweg kostet rund eine Million Euro

Rund eine Million Euro hat der Radweg gekostet, 400 000 Euro haben der Freistaat und 200 000 Euro der Landkreis beigetragen. Rund 180 000 Euro für eine Länge von einem knappen Kilometer sind damit noch für die Gemeinde Waldstetten, rund 220 000 Euro für das etwa 1,4 Kilometer lange Stück für die Stadt Ichenhausen verblieben. Dadurch, dass ein großer Teil als Anwandweg gebaut worden sei, hätten auch die Landwirte einen großen Vorteil, indem sie weg von der Straße, weg von Autos und Lastwagen seien, betonte Ichenhausens Bürgermeister Robert Strobel. Er dankte gleichzeitig den Grundstückseigentümern für ihre Bereitschaft, Grund abzugeben. „Jeder, der früher die Straße mit dem Fahrrad gefahren ist, weiß, wie wichtig der Radweg ist“, fügte Waldstettens Bürgermeister Michael Kusch hinzu.

Landkreis Günzburg hat das dichteste Radwegenetz in Bayern

Der neue Radweg ist ein weiterer Baustein im Radwegenetz des Landkreises. Offen sind entlang der Kreisstraßen noch Radwegeverbindungen zwischen Offingen und Remshart sowie zwischen Rieden und Kissendorf. Der Landkreis verfüge zwischenzeitlich nachgewiesenermaßen über das beste und längste in Bayern, erklärten Landrat Hubert Hafner und Landtagsabgeordneter Alfred Sauter. Besonders im Fokus stehe dabei, dass die Kinder sich sicher bewegen könnten. Darum waren es auch die ganz jungen Fahrradfahrer, die das weiß-blaue Band durchschneiden durften und damit den neuen Radweg offiziell seiner Bestimmung übergaben.

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Geistliche wünschen sich verantwortungsbewusste Fahrer

Seinen Segen bekam der Weg am Samstag ebenfalls durch Oxenbronns Diakon Nikolaus Felber und Ichenhausens evangelische Pfarrerin Christa Auernhammer. Allein der göttliche Segen helfe jedoch wenig, so die Pfarrerin. Sie wünschte verantwortungsbewusstes Fahren von verantwortungsbewussten Fahrern im Straßenverkehr, dass Vernunft und gegenseitige Rücksichtnahme herrsche, damit alle den neuen Radweg genießen könnten und Freude am Radfahren hätten.

Im Anschluss bewegten sich die Radler gemeinsam zum Sportheim nach Waldstetten. Dort gaben Landkreis, Stadt Ichenhausen und Markt Waldstetten für jeden ein Getränk und eine Bratwurst aus. Es sei höchste Zeit gewesen, dass an der engen und unübersichtlichen Straße, wo zudem viel zu schnell gefahren werde, ein Radweg gekommen sei, bestätigten zwei der Radler – der eine aus Waldstetten, der andere aus Oxenbronn.

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