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Günzburg

08.12.2018

Nicht überall reicht der Platz für mehr Wohnungen

Eine Menge weitere Baustellen wird es demnächst in Günzburg geben - vor allem Wohnhäuser werden entstehen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Welche Bauprojekte in der Stadt Günzburg als Nächstes anstehen – und wo die Planer Abstriche machen mussten.

Die Neugestaltung des Wasserburger Minholz-Geländes mit 25 Wohnhäusern (hier geht es zum Bericht) war zwar das größte Wohnbauprojekt, dass der Günzburger Bauausschuss in seiner letzten Sitzung des Jahres zu besprechen hatte – es war allerdings bei Weitem nicht das Einzige.

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Einfamilienhaus: Eine besondere Situation gibt es im Stadtteil Riedhausen in der von-Maldeghem-Straße: Hier möchte ein Grundstücksbesitzer auf ein Eckgrundstück bauen, das an die Heidenheimer Straße (Staatsstraße L1168) angrenzt. Einen Bebauungsplan für das Gelände gibt es nicht, wohl aber schon gegenüber ein Wohnhaus. Auch im weiteren Verlauf der von-Maldegehm-Straße stehen bereits Wohnhäuser. Das machte es dem Bauausschuss leicht, dem Vorhaben des Bauherren zuzustimmen. Für den von Bürgermeister Anton Gollmitzer angesprochenen Lärmschutz zur Staatsstraße hin muss der Bauherr aber selbst sorgen.

Reihenhäuser: Insgesamt sechs Reihenhäuser mit Tiefgarage wollte ein Investor in der Sternberger Straße 7 und 9 bauen, 30 Meter lang sollte der Baukörper auf den (derzeit schon bebauten) Grundstücken werden. Zu viel, befanden Stadtverwaltung und Bauausschuss einhellig. In die Umgebung mit den bestehenden, deutlich kleineren Siedlungshäusern passe ein so wuchtiger Bau nicht rein. Bereits im Vorfeld der Sitzung hatte die Verwaltung mit der Bauherrin gesprochen – nun sollen es statt der sechs Reihenhäuser zwei Doppelhäuser werden, für die um einen Vorbescheid gebeten wurde. „Aus zwei mach vier, das ist hier der richtige Weg“, lobte CSU-Stadtrat Günter Treutlein das Vorhaben, das sei eine verträgliche bauliche Verdichtung für das Gebiet. „Eine Fortentwicklung des Wohngebiets ist wichtig“, sagte auch SPD-Stadtrat Siegfried Ranz. Doch die ursprüngliche Planung passe einfach nicht dazu. Für die Variante mit zwei Doppelhäusern stimmten am Ende alle Ausschussmitglieder.

Vier Wohnhäuser: Keine einfache Ausgangslage hat der Bauwerber, der in der Leinheimer St. Blasius-Straße vier Wohngebäude bauen will – die entsprechenden Grundstücke liegen nämlich an einem Hang. Erschlossen werden sollen die vier Häuser über eine 80 Meter lange Privatstraße. Ein Anwohner habe sich bereits in einem Schreiben an die Stadt gewandt, berichtete Oberbürgermeister Gerhard Jauernig dem Bauausschuss: Er befürchtet, dass unterirdische Quellen auf dem Gelände Probleme machen, die unter anderem bei ihm im Keller zu einem Wassereinbruch führen könnten. Stadtbaumeister Georg Dietze machte aber klar, dass die Wasserverhältnisse bei der Baugenehmigung nicht zu berücksichtigen seien. „Das spielt ins Privatrecht rein.“ Es sei Aufgabe des Bauwerbers, sich darum zu kümmern, „das ist der normale Weg“. Gegen das Bauvorhaben an sich hatten die Stadträte keine Einwände. Angelika Fischer (GBL) regte an, den Bauherrn auf die Pflicht hinzuweisen, einen Anteil an barrierefreien Wohnungen mit einzuplanen.

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